Berkshire Hathaway hat im ersten Quartal 2026 einen Rekord-Bestand an Barreserven von 397,4 Milliarden USD erreicht, wie das Unternehmen am Samstag mitteilte. Dennoch bleibt der neue Vorstandschef Greg Abel der langjährigen Abneigung des Konzerns gegenüber Bitcoin (BTC) treu.
Dieser Bericht ist die erste Quartalsmeldung, seit Warren Buffett Anfang 2026 die Leitung an Greg Abel übergab. Krypto-Investoren, die auf einen moderateren Kurs hofften, wurden enttäuscht.
Bargeld wächst, Krypto bleibt außen vor
Der operative Gewinn stieg im Quartal um 18% auf 11,35 Milliarden USD. Der Versicherungsbereich steigerte seinen Gewinn aus dem Underwriting um 28,5% auf 1,72 Milliarden USD. Das geht aus Berkshires Mitteilung hervor. Der Nettogewinn mehr als verdoppelte sich auf 10,1 Milliarden USD.
Die Barreserven und Positionen in Treasury Bills übertrafen den bisherigen Rekord von 381,6 Milliarden USD aus dem dritten Quartal 2025. Berkshire hat erneut mehr Aktien verkauft als gekauft und trennte sich von Wertpapieren im Wert von 24,1 Milliarden USD, während für 16 Milliarden USD Aktien gekauft wurden.
Der Rückkauf eigener Aktien betrug 235 Millionen USD und war damit der erste Rückkauf in nennenswerter Höhe seit fast zwei Jahren. Keines der genutzten oder nicht genutzten Kapital floss in Bitcoin, Spot-Bitcoin-ETFs oder digitale Vermögenswerte.
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Abel hält die Anti-Bitcoin-Linie
Warren Buffett, der zusammen mit Abel an der Aktionärsversammlung in Omaha teilnahm, nannte Bitcoin bereits 2018 „Rattengift hoch zwei” und erklärte 2022, dass er nicht einmal 25 USD für das gesamte globale Umlaufangebot des Token zahlen würde.
Greg Abel hat sich bisher nicht öffentlich zu Krypto geäußert, seine Kapitalallokation im ersten Quartal spiegelt diese Sichtweise jedoch wider.
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Die Haltung von Berkshire ist auffällig, wenn man die zunehmende institutionelle Adoption betrachtet. Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten seit dem Start 2024 massive Zuflüsse, und mehrere börsennotierte Unternehmen fügten Bitcoin ihren Treasuries hinzu.
Mit einem Rekord-Bestand an Treasury Bills und anhaltenden Aktienverkäufen sendet Berkshire ein Signal der Vorsicht bei den Bewertungen und bleibt weiterhin auf Abstand zu einer Anlageklasse, die viele Krypto-Nutzer als Alternative zu Bargeld sehen.





