Bitcoin-Größe blamiert sich durch das Shillen von Altcoins

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Eine eher peinliche Aufzeichnung einer vor Kurzem stattgefundenen Bitcoin-Konferenz ist aufgetaucht. Das Video zeigt einen altgedienten Bitcoin-Unterstüzter, wie er durch das Shillen von Altcoins auf einem exklusiven Bitcoin-Event in Ungnade fällt.



Einer der ersten öffentlichen Unterstützer von Bitcoin wurde gerade zum Staatsfeind Nummer eins für jeden Bitcoin-Maximalisten, der etwas auf sich hält. Trace Mayer, der Moderator des “Bitcoin Knowledge” Podcasts, hat dabei die kürzlich geschaffene Privacy Coin Mimblewimble (MWC) geshillt.



Bitcoin-Events – kein geeigneter Platz, um Altcoins zu shillen

Mayer begann im Jahr 2010, über Bitcoin zu sprechen. Heute ist er besonders dafür bekannt, das jährliche “Proof-of-Keys” Event zu unterstützen, wie BeInCrypto zuvor berichtete. Sein eisernes Eintreten für monetäre Eigenständigkeit, sowie seine libertären Ansichten, haben ihn bei vielen Bitcoin-Fans sehr populär gemacht.

Die derzeitigen Anschuldigungen gegenüber Mayer stammen von einer exklusiven Bitcoin-Konferenz, die am letzten Wochenende stattfand. Der Trader und YouTuber Tone Vays richtet das “Unconfiscatable” genannte Event aus, auf dem sich viele so genannte BTC-Maximalisten treffen, um über Bitcoin zu sprechen und Präsentationen anzuhören, während sie Steak essen und ihre Fähigkeiten in einem Pokerturnier unter Beweis stellen.

Während dem Event hat sich Mayer offenbar positiv gegenüber MWC geäußert und dieses Projekt auch in mehreren YouTube-Interviews angepriesen. MWC ist durch sein Verteilungsmodell äußerst kontrovers. Dabei wurden 50% der 20 Millionen Tokens im Umlauf bereits im Vorfeld erzeugt.

Viele von Mayers Kritikern geben an, dass dieser seine machtvolle Position als respektierter Vordenker in der Industrie missbraucht hat und dass er wohl selbst finanziell davon profitiert, dass er dieses Projekt anpreist.

…Peinlich!

Nun ist ein Video aufgetaucht, in dem Mayer schonungslos vor den Zuschauern der “Unconfiscatable” angeprangert wurde. Amüsanterweise wartete der Bitcoin-Befürworter und Entwickler Giacomo Zucco ausgerechnet bis zu einem Programmpunkt in der Konferenz, der als die “Scammy Awards” bekannt war.

Nachdem die Nominierten für den Preis des “größten Abzockers in der Kryptowirtschaft” vorgelesen wurden – unter Anderem Richard Heart (HEX) und Craig S. Wright (BSV) – wurde Mayer auf die Bühne gebeten, um den Gewinner zu verkünden. Da nahm Zucco plöztlich das Mikrofon, um Mayer die Leviten zu lesen:

“Die eigentliche Abzocke liegt darin, eine Betrugsmasche zu erfinden, die man auf Bitcoin-Konferenzen verkaufen kann, indem man die Leute wegen CoinJoin verschreckt und dabei Gaunereien wie Grin und Mimblewimble anpreist.”

Als Mayer schließlich verkündete, dass sein Kollege Richard Heart, ebenfalls ein ehemaliger Bitcoin-Maximalist, der jetzt Altcoins shillt, den Preis gewonnen hat, wirkte er sichtlich erschüttert. Ohne seinen altbekannten Charme waren seine Worte “Es ist HEX” wegen der johlenden Menge der BTC-Maximalisten kaum hörbar.

 

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Tobias verfügt über einen Bachelorabschluss in angewandter Informatik, sowie einen Masterabschluss in Kognitionswissenschaft mit Fokus auf kognitiver Psychologie und künstlicher Intelligenz. Während seiner Zeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Gent nahm er an einem Forschungsprojekt in Verbindung mit einem großen französischen Telekommunikationsanbieter teil. Hierbei erforschte er die Anwendung von Spieltheorie auf den gemeinschaftlichen Ausbau von WLAN-Netzen. Nachdem er die Universität verließ, wandte er sich dem Blockchain-Sektor zu, wo er als freier Forschungsmitarbeiter für Startup-Unternehmen arbeitet.

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