Steuert der Bitcoin-Kurs auf 50.000 USD zu? Analysten warnen vor dem Yen-Muster

  • Crypto Rover zeigt Bitcoin im Vergleich zum USD/JPY, markiert dabei jede Korrektur im Jahr 2026 im Zusammenhang mit Japans Maßnahmen zur Währungsstabilisierung.
  • Ted Pillows warnt: Bitcoin-Kurs könnte auf 50.000 USD fallen, wenn der Clarity Act scheitert und der Carry-Trade aufgelöst wird
  • Michaël van de Poppe: Schwächerer USD lenkt Liquidität von Anleihen in risikoreiche Anlagen wie Bitcoin
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Analysten warnen, dass jeder große Rückgang von Bitcoin im Jahr 2026 mit der Verteidigung des Yen durch Japan zusammenfiel. Sie belegen diese Aussage mit Charts, die jede Intervention im Vergleich zu den Bitcoin-Korrekturen markieren.

Bitcoin wird aktuell bei etwa 62.500 USD gehandelt, während Analysten uneinig sind, ob als nächstes 50.000 USD erreicht werden.

Bitcoin-Kurs und Yen
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Die drei wichtigsten Bitcoin-Korrekturen: Yen-Verteidigung durch Japan in 2026

Beim Yen-Carry-Trade leihen sich Investoren die japanische Währung zu niedrigen Zinsen und investieren in höher rentierende Vermögenswerte, unter anderem Kryptowährungen. Eine deutliche Aufwertung des Yen zwingt die Investoren, diese Positionen zu schließen.

Der bekannte Analyst Crypto Rover veröffentlichte einen Beitrag, in dem er BTC/USDT mit dem USD/JPY-Paar verglich. Rote Kreise zeigen die Momente der Intervention und stellen einen direkten Zusammenhang zu den Bitcoin-Korrekturen her.

Die Beispiele sind konkret:

  • Zwischen Ende Januar und Mitte Februar fiel Bitcoin um 35,43 %, zusammen mit einer deutlichen Bewegung beim Währungspaar.
  • Von Ende April bis zum 10. Juni korrigierte der Vermögenswert um 26,28 %, darin enthalten war ein Zwischeneinbruch von 9,34 %. Auch hier gab es Signale für eine Yen-Verteidigung.
  • Der jüngste Fall rundete das Muster ab. Ende Juli geriet Bitcoin erneut unter bärischen Druck, als der Yen seinen 40-Jahres-Tiefststand nahe 164 je US-Dollar erreichte.

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Der Hintergrund wurde erst einige Tage später bekannt. Beide Regierungen bestätigten offiziell eine koordinierte Yen-Kauf-Intervention, die am vergangenen Freitag durchgeführt wurde.

Das Ausmaß war massiv. Nach Angaben der Bank of Japan wurden rund 59 Milliarden USD bei den jüngsten Interventionen ausgegeben. Dies ist der erste gemeinsame Yen-Kauf von Tokio und Washington seit 1998, also seit fast drei Jahrzehnten.

Die bärische Sicht findet starke Unterstützung. Ein weiterer Analyst, Ted Pillows, schrieb am 2. August, dass 50.000 USD möglich seien, falls der CLARITY Act scheitert und der Carry-Trade aufgelöst wird.

Ted nannte noch eine bemerkenswerte Zahl. Die Bank of Japan gab allein in der Vorwoche fast 32 Milliarden USD aus.

Weshalb einige Analysten ein umgekehrtes Ergebnis erwarten

Nicht alle prominenten Stimmen teilen diese negative Einschätzung. Michaël van de Poppe bezeichnete den Yen-Chart als den wichtigsten, den Anleger beobachten sollten. Beide Regierungen arbeiten beim Yen zusammen, was die Lage für Dollar-Halter verändert.

Er dreht das Argument komplett um. Wenn der Dollar weiter sinkt und der Yen stärker wird, ist es riskanter, US-Dollar zu halten als zuvor.

Durch diesen Wandel wird Kapital aus Staatsanleihen abgezogen. Die Liquidität fließt dann in Risiko-Assets, wobei Bitcoin zu den größten Profiteuren zählen würde. Van de Poppe hatte dies bereits zuvor vorhergesagt. Er schrieb, dass ein neuer Bullenmarkt bei Bitcoin begonnen hätte, wenn diese Bedingungen eintreten.

„Montag kommt es zum Rücksetzer bei #Bitcoin. Wahrscheinlich fällt der Kurs noch leicht, bevor wir dann wieder zulegen”, sagte Van de Poppe auf X.

Die Kursentwicklung bietet für beide Perspektiven Anlass zur Vorsicht. Bitcoin rutschte in den letzten Sessions unter 63.000 USD und notiert damit fast 50 % unter seinem Rekordhoch von 126.198 USD im Oktober 2025, wie BeInCrypto Daten zeigen.

Die Argumente sind nun klar umrissen: Crypto Rover bleibt bärisch, Ted erwartet durch einen raschen Abverkauf einen Rückgang auf 50.000 USD und Van de Poppe prognostiziert das Gegenteil. Eine gezielte Yen-Stärkung gekoppelt mit einem schwächeren Dollar könnte die Liquidität direkt in Richtung Bitcoin lenken.

Der Markt bleibt daher vorerst wachsam. Die nächste Richtung des Bitcoin-Kurs könnte erneut davon abhängen, wie schnell und wie stark der Yen zulegt.

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Haftungsausschluss

Dieser Artikel zielt darauf ab, genaue und aktuelle Informationen zu liefern. Den Lesern wird jedoch empfohlen, die Fakten unabhängig zu überprüfen und einen Fachmann zu konsultieren, bevor sie auf der Grundlage dieses Inhalts Entscheidungen treffen.

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