Hier sehen Sie eine Bitcoin-Kurs-Situation, die fast zu eindeutig aussieht. Große Halter (Whales) verkaufen nicht mehr, geduldige Halter kaufen und im Chart ist soeben ein Signal aufgetaucht, das beim letzten Mal eine Rallye von 5,6% ausgelöst hat.
Warum steigt der Kurs trotzdem nicht sofort? Ein Widerstand und ein fehlender Auslöser könnten das Ganze weiterhin zu Fall bringen.
Das Momentum dreht, aber der Bitcoin-Chart zeigt ein anderes Bild
Alles beginnt mit dem Chart, weil dort eine Erholung zuerst sichtbar wird. Im 8-Stunden-Chart fiel Bitcoin unter den 200-Perioden-EMA, den exponentiellen gleitenden Durchschnitt, der den längeren Trend anhand der aktuellen Kurse verfolgt, erholte sich aber am 21. Juli wieder darüber.
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Hier kommt die Besonderheit, die Trader schätzen. Ein bullisches Crossover bildet sich, weil der 50-Perioden-EMA nach oben auf die 100-Perioden-Linie zusteuert. Beim letzten klaren Crossover (20-EMA über 50-EMA) Anfang Juli stieg Bitcoin um 5,6%.
Allerdings zeigt der Chart auch Rückschläge. Ein Crossover im Juli (20-EMA über 100-EMA) blieb nur zwei Tage bestehen, bevor ein bärisches Signal den Anstieg stoppte. Deshalb bleibt Skepsis angebracht. Ein kontinuierliches Kaufvolumen am 20. und 21. Juli spricht jedoch für die bullischen Signale.
Die On-Chain-Daten sind auffällig stark
Jetzt kommen die On-Chain-Daten hinzu, die die bullischen Investoren bestätigen. Das Momentum Whale Inflow Ratio, das misst, wie stark große Wallets Coins auf Börsen einzahlen, um zu verkaufen, ist gerade auf ein Tief für das Jahr 2026 gefallen.
So ein niedriger Wert deutet darauf hin, dass der Verkaufsdruck durch Whales nachgelassen hat. Wenn weniger Angebot auf den Markt trifft, kann der Preis leichter steigen. Gleichzeitig zeigt der Hodler Net Position Change von Glassnode, ob langfristige Halter akkumulieren oder ausgeben, aktuell einen starken Anstieg.
Am 20. Juli sank der Wert auf ein Monatstief von etwa 13.000 BTC und sprang dann am nächsten Tag auf rund 19.059 BTC – ein Anstieg von ungefähr 47%.
Das geduldigste Kapital im Netzwerk scheint sich also derzeit zu beteiligen, anstatt sich zurückzuziehen, gerade als der Chart bullische Signale zeigt.
Hier kann die Annahme scheitern
Nun zum Entscheidenden, denn genau hier könnte die Erholung durch die Whales noch scheitern. Eine Fibonacci-Extension, berechnet von den Bewegungen am 13. Juli und 17. Juli, markiert einen Wendepunkt bei 66.284 USD, fast auf Höhe des 200-Perioden-EMA. Der Bitcoin-Kurs stieg am 21. Juli kurz darüber und liegt nun knapp darunter, nahe 66.000 USD.
Der eigentliche Haken liegt etwas höher. Die URPD-Daten, also die UTXO Realized Price Distribution, zeigen, an welcher Kursmarke das aktuelle Umlaufangebot zuletzt den Besitzer gewechselt hat. Demnach lagern rund 1,96% aller Bitcoin, etwa 394.000 Coins, bei etwa 66.900 USD (die 67.000-USD-Marke). Jeder Halter dort könnte beim aktuellen Kurs zum Verkäufer werden, daher ist der Widerstand hoch. Damit wird die Marke von 66.284 USD zum wichtigen Meilenstein vor dieser Wand.
Gelingt der Ausbruch, eröffnet sich der Weg zu 68.647 USD und dann zu einer dünn verteidigten Zone um 72.000 USD (genauer: 71.947 USD). Hier liegen laut URPD nur 0,43% des Angebots. Scheitert das Zurückerobern der 66.284-USD-Marke, warten Unterstützungen bei 65.465 USD und 64.823 USD.
Ein weiteres Element fehlt noch, es ist aber entscheidend. Eine so ruhige Marktphase benötigt einen Impuls – und der nächste mögliche Anstoß ist das CLARITY Act. Dabei handelt es sich um das US-Krypto-Marktplatzgesetz, das Anfang August dem US-Senat zur Abstimmung vorliegt.
So ist die 66.284-USD-Marke der Schlüsselfaktor, denn sie trennt die Erholung in Richtung 68.648 USD und sogar zur 72.000-USD-Zone von einer möglichen Abwärtsbewegung auf 65.466 USD.









