Bitcoin Kurs: Was könnte der nächste BTC Tiefpunkt sein?

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IN KÜRZE
  • Bitcoin könnte seinen Tiefpunkt zwischen 38.000 und 40.000 $ erreichen.

  • Die Auswirkungen der jüngsten aggressiven Äußerungen der Federal Reserve, die Zinsen bereits im März anzuheben, belasteten den Kryptowährungsmarkt am 6. Januar weiterhin stark.

  • Es wird erwartet, dass die Volatilität während des gesamten Jahres 2022 bestehen bleibt, da die Rücknahme der geldpolitischen Anreize der Pandemie-Ära die Märkte stört.

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Bitcoin-Analysten zerbrechen sich den Kopf, um die jüngste Bitcoin-Kursentwicklung zu verstehen. Der Bitcoin Kurs fiel am Montagmorgen wieder unter die Marke von 40.000 US-Dollar und damit zum ersten Mal seit August in den Bereich von 30.000 US-Dollar. BeInCrypto taucht in diesem Artikel ein in den Fear & Greed Index und untersucht unterliegende Gründe für den Preisabfall.

Als die Nachricht von der geplanten Zinserhöhung der US-Notenbank durchsickerte, stürzten die Aktienmärkte und die Kryptowährungsmärkte regelrecht ab. Eine der am stärksten betroffenen Anlageklassen war Bitcoin, der an einem einzigen Tag bis zu 9% an Wert verlor. Damit sank der Vermögenswert auf einen Tiefststand von 41.000 US-Dollar, weit unter den 48.000 US-Dollar, mit denen er das Jahr begonnen hatte.

Entsprechend befindet sich der Bitcoin-Kurs seit letzter Woche auf Talfahrt, aus verschiedenen Gründen. So fiel der US-Arbeitsmarktbericht für Dezember enttäuschend aus. Und auch das Protokoll der Dezembersitzung der US-Notenbank drückte auch auf die Stimmung der Anleger. In dem Protokoll wurde ein Auslaufen der Maßnahmen zur Stützung der sich stetig verbessernden Wirtschaft angekündigt. Neben einer geplanten Zinserhöhung gab zudem einen massiven Ausverkauf von Bitcoin-Futures.

Bitcoin Kurs könnte seinen Tiefpunkt zwischen 38.000 und 40.000 US-Dollar erreichen

Andere Analysten äußerten sich jedoch zuversichtlich, dass der der Bitcoin Kurs seinen Tiefpunkt zwischen lediglich 38.000 und 40.000 US-Dollar erreichen könnte. Rekt Capital beispielsweise glaubt, dass ein Rückgang auf 40K US-Dollar für den Vermögenswert im Spiel ist. Zumindest nachdem Bitcoin “von der blauen 50 EMA abgewichen ist” und nun ein neues Tief zu setzen scheint.

In Bezug auf die Frage, ob Mike Novogratz die aktuellen Marktbedingungen als gute Kaufgelegenheit ansieht oder nicht, sagte der erfahrene Händler gegenüber CNBC, dass “er ein wenig länger wartet, um Kryptowährungen zu kaufen”. Er deutete an, dass der Markt “in den nächsten Wochen volatil sein wird.” Der Rückgang von BTC auf 42.230 US-Dollar hat einen wichtigen Stimmungsindikator auf einen “extremen” Tiefstand fallen lassen, aber viele Händler sind zuversichtlich, dass ein Abprallen von 38.000 US-Dollar den Tiefpunkt bestätigen würde.

Was sagt uns der Fear and Greed Index?

Der Crypto Fear and Greed Index (FGI) ist eine tägliche Momentaufnahme der allgmeinen Marktstimmung im Kryptobereich, basierend auf verschiedenen gewichteten Faktoren wie Volatilität, Marktvolumen, soziale Medien, Dominanz und Trends.

Schön zu sehen ist, wie im Januar 2021, vor genau einem Jahr, das Gefühl unter Händlern als extreme Gier festgestellt werden konnte. Im Januar 2021 stand Bitcoin auf einem etwas geringeren Wert als heute, bei rund 35.000 US-Dollar. Heute steht bei beinah gleichem Wert der Fear & Greed Index auf extremer Angst unter Anlegern.

Laut dem Crypto Fear and Greed Index zeigt die Stimmung mit 15 Punkten extreme Angst an. Die weit verbreitete Meinung ist, dass der Vermögenswert in einen Bärenmarkt eintreten könnte. Stimmen werden laut, die auf die Ähnlichkeiten mit dem Crash im Mai 2021 hinweisen.

Fear & Greed Index January 2021
January 2022

Der Kurssturz und die neue Einschätzung des Fear & Greed Index könnte auf Berichte zurückzuführen sein, wonach die US-Notenbank bald mit der Anhebung der Zinssätze beginnen wird. Dies soll die Inflation in den USA bekämpfen. Letztere liegt derzeit bei fast 7% – dem höchsten Wert seit fast 40 Jahren. Im Anschluss an diese Entwicklungen fiel der Bitcoin Fear and Greed Index auf 16 (wiederum ein Gebiet für “Extreme Fear”).

Die Auswirkungen der jüngsten aggressiven Äußerungen der Federal Reserve, die Zinsen bereits im März anzuheben, belasteten den Kryptowährungsmarkt am 6. Januar weiterhin stark. Die USA haben als größte Volkswirtschaft eine Leitwirkung. Über 80 Prozent der Kredite ausländischer Banken an Unternehmen in ärmeren Ländern sind in Dollar denominiert. Selbst Bankkredite in europäische Schwellenländer laufen überwiegend auf dem Dollar und sind damit ziemlich direkt an den US-Leitzins gekoppelt. Der Einfluss der Fed ist also enorm. Somit werden die Entscheidungen der Fed auch in Deutschland mit großem Interesse erwartet. Der Crypto Fear & Greed Index wurde auf 15 gesenkt und einige Händler beklagen den möglichen Beginn eines ausgedehnten Bärenmarktes.

Ein Bild von BeInCrypto.com
Ein Bild von BeInCrypto.com

Nach der Veröffentlichung des Sitzungsprotokolls der Federal Reserve vom Dezember wurde der geldpolitische Ausblick offiziell als “straffer als erwartet” eingestuft. Dies führte sowohl an den Krypto- als auch an den Aktienmärkten zu einem starken Ausverkauf. Bitcoin schoss die Woche mit einem Minus von 17%.

Bitcoins Korrelation mit dem S&P 500 Aktienindex erreichte den höchsten Stand seit Juli 2020. Eine niedrige Korrelation mit dem S&P 500 ist ein optimistischer Faktor für Bitcoin, weil es bedeutet, dass BTC nicht hinter dem breiteren Risikomarkt zurückbleibt. Historisch gesehen hat Bitcoin eine relativ geringe Korrelation zu traditionellen Anlageklassen, einschließlich Aktienindizes und Rohstoffen wie Gold. In den letzten Wochen ist jedoch die Korrelation der führenden Kryptowährung mit zwei wichtigen Indizes – dem S&P 500 und dem Nasdaq – gestiegen. An den Derivatbörsen wurden Long-Positionen in Höhe von Hunderten von Millionen liquidiert. Dies verstärkte den Preisverfall noch mehr und die Marktstimmung bleibt nun eindeutig rückläufig.

Die Äußerungen der Fed hatten starke Auswirkungen auf die globalen Finanzmärkte, da die Händler schnell auf die Aussicht auf einer strafferen Geldpolitik reagierten. Während der hohen Volatilität verhielt sich Bitcoin stark. Bitcoins Korrelation mit den Aktienindizes Nasdaq und S&P 500 sprang auf den höchsten Stand seit mehr als einem Jahr, auf .61 bzw. .58. Auf der anderen Seite ist die Korrelation von Bitcoin mit Gold seit September negativ geblieben.

Es wird erwartet, dass die Volatilität während des gesamten Jahres 2022 bestehen bleibt, da die Rücknahme der geldpolitischen Anreize der Pandemie-Ära die Märkte stört.

Bitcoin sinkt in Markt-Dominanz

Markt-Dominanz von Bitcoin – Bild von CoinMarketcap

Der Indikator der Bitcoin Dominanz zeigt, dass Bitcoin mit 39% Markt-Dominanz weiterhin etwas an seiner vorherrschenden Stellung abgeben muss. Die gesamte Marktkapitalisierung der Kryptowährungen liegt jetzt bei 2.077 Billionen Dollar und die Dominanz von Bitcoin beträgt 39,5%.

Die Bitcoin-Dominanz beschreibt den Anteil von Bitcoin an der Marktkapitalisierung des gesamten Krypto-Markts. Die Bitcoin-Dominanz ist aus verschiedenen Gründen vor allem für Trader interessant, die Bitcoin gegen Altcoins handeln. Weil Bitcoin den größten Anteil der Gesamtmarktkapitalisierung ausmacht, spricht man von der Bitcoin-Dominanz. Die Veränderungen im Kräfteverhältnis zwischen Bitcoin und Altcoins kann auch Hinweise auf den Kapitalfluss in und aus dem Krypto-Markt geben. So kann eine niedrige Bitcoin Dominanz Indikator für eine Korrektur sein. Das Zusammenspiel aus der Bitcoin-Dominanz, Bitcoins EMA 200 und der Gesamtmarktkapitalisierung kann Aufschluss über Trendwenden am Krypto-Markt geben.

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Sofie Huber ist Masterstudentin am King’s College London. In ihrer Masterarbeit beschäftigt sie sich mit der Frage, welche Rolle Blockchain-Technologien und Kryptowährungen in geopolitischen Konflikten spielen. Da Sofie eine Leidenschaft für die Luftfahrt und alles, was mit Reisen zu tun hat, arbeitete sie vor ihrem Studium als Flugbegleiterin auf Lang- und Kurzstreckenflügen. In den 5 Jahren ihres Studiums der Internationalen Beziehungen in Großbritannien (und remote) ist sie durch Europa und die Welt gereist und lebt jetzt in Frankreich. Bei BeInCrypto bringt sie ihre politisch-soziale Perspektive ein und möchte andere Frauen dazu inspirieren, sich mehr mit der Kryptowelt zu beschäftigen.

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