Der Bitcoin-Kurs hat sich nach dem letzten Verkaufsdruck etwas erholt. Trotzdem mahnen wichtige technische Signale weiter zur Vorsicht. Bitcoin ist kürzlich aus einem Dreiecksmuster ausgebrochen. Das sorgt für Sorge vor weiteren Verlusten.
Obwohl es im Moment ruhiger aussieht, zeigen wichtige Kennzahlen, dass Schwäche länger andauern könnte.
Was die Bitcoin-Vergangenheit uns jetzt für die Zukunft verrät
Das Verhältnis von realisiertem Gewinn/Verlust (90D-SMA) ist unter 1 gefallen. Das zeigt, dass viele BTC-Anleger jetzt mehr Verluste als Gewinne realisieren. Diese Kennzahl misst, ob Anleger innerhalb von 90 Tagen mehr Gewinne oder Verluste realisieren. Ein Wert unter 1 bedeutet, dass es mehr Verluste gibt.
In der Vergangenheit dauerte es oft sechs Monate oder länger, bis sich der Wert von unter 1 wieder erholt hat. Ein Anstieg über 1 zeigt meist, dass wieder mehr Liquidität in den Kryptomarkt kommt. Bis das passiert, bleiben viele Anleger vorsichtig und es kommt weniger neues Geld in den Markt.
Daten zur Verteilung des Angebots zeigen deutliche Veränderungen bei großen Bitcoin-Haltern. Adressen mit 1.000 bis 10.000 BTC haben ihre Bestände langsam verringert. In den letzten zwölf Tagen ist ihr Anteil am Gesamtangebot von 21,7 auf 21,2 Prozent gesunken.
Diese Änderung bedeutet, dass fast 90.000 BTC verkauft wurden, was etwa 5,8 Mrd. USD entspricht. Auch wenn der Verkaufsdruck nicht extrem hoch ist, kann diese Verteilung durch große Halter den Kurs von BTC belasten. Wenn sie weiter verkaufen, wird es kurzzeitig schwieriger, dass der Kurs steigt.
BTC-Kurs: Schnelle Erholung unwahrscheinlich
Der Bitcoin-Kurs liegt zum Zeitpunkt dieses Textes bei 65.475 USD, nachdem er in den letzten 24 Stunden vom Unterstützungsbereich bei 62.525 USD abgeprallt ist. Der Ausbruch aus dem Dreiecksmuster deutete auf einen möglichen Rückgang um 14 Prozent hin. Im Moment schwächt sich der Abwärtsdruck jedoch etwas ab.
Wenn die negativen Signale am Markt weiter überwiegen, könnte Bitcoin erneut die Unterstützung bei 62.525 USD testen. Ein klarer Durchbruch unter diese Marke könnte Bitcoin an die psychologische Grenze von 60.000 USD führen. Fällt auch diese Unterstützung, kann das Panikverkäufe auslösen und die Korrektur verstärken.
Andererseits könnte neues Kaufinteresse auf dem aktuellen Niveau den Trend kurzfristig ändern. Ein Ausbruch über den Widerstand bei 67.394 USD würde das Dreiecksmuster außer Kraft setzen. Wenn Bitcoin dann stark bleibt, kann das ein Zeichen für eine kurze bullische Erholung sein, trotz der allgemeinen Liquiditätssorgen.