Der TRON-Gründer Justin Sun hat am 18. April den kirgisischen Präsidenten Sadyr Japarov in einer offiziellen diplomatischen Session getroffen. Im Mittelpunkt standen die Entwicklung von Blockchain und die Erweiterung virtueller Vermögenswerte in Zentralasien.
Dieses Treffen folgt auf eine Videokonferenz im Februar 2026 zwischen Sun und Farkhat Iminov, dem Leiter des Nationalen Councils für virtuelle Vermögenswerte und Blockchain-Technologien von Kirgisistan.
TRON strebt Integration des KGST-Stablecoin an
Im Mittelpunkt der Gespräche stand die Skalierung des KGST-Stablecoin. Dieser digitale, im Verhältnis 1:1 an den kirgisischen Som gebundene Vermögenswert ist bereits auf der BNB Blockchain verfügbar und seit Dezember 2025 auf Binance gelistet.
Sun schlug vor, KGST in die leistungsstarke Infrastruktur von TRON einzubinden. So könnte der Handel mit der lokalen Währung auf Kryptobörsen möglich werden, ohne zuvor in US-Dollar zu konvertieren.
Sun meinte, Kirgisistan könne innerhalb von zwei Jahren zu einem vollständigen Blockchain-Zentrum werden, wenn das Land skalierbare Netzwerke wie TRON nutzt.
Präsident Japarov betonte das starke Wachstum des Sektors für virtuelle Vermögenswerte in seinem Land. Dort gibt es mittlerweile mehr als 200 registrierte Kryptobörsen und 11 industrielle Mining-Unternehmen.
CZ: Wegbereiter für Blockchain
Dieses Engagement ähnelt einem früheren, weitreichenden Ansatz von Changpeng Zhao (CZ), dem Gründer und ehemaligen CEO der Binance-Börse.
Im Mai 2025 wurde CZ zum Präsidentenberater für digitale Vermögenswerte berufen. Er unterstützte die Einführung des KGST auf der BNB Blockchain und begleitete die Pläne für eine nationale Krypto-Reserve in Kirgisistan.
Kirgisistan setzt durch die Zusammenarbeit mit Binance und TRON auf unterschiedliche Blockchain-Strategien. Binance ermöglicht Zugang zu Kryptobörsen und globale Liquidität, wohingegen TRON eine schnelle Infrastruktur mit niedrigen Gebühren für Stablecoin-Transaktionen und Zahlungen über Grenzen hinweg anbietet.
Das Muster setzt sich fort: Immer öfter treffen Gründer von Blockchain-Projekten Staatsoberhäupter, denn aufstrebende Märkte wechseln von der Regulierung zur aktiven Übernahme der Blockchain-Technologie.





