Laut CloverPool-Daten ist die Bitcoin-Mining-Schwierigkeit am 20. März bei Blockhöhe 941.472 um fast 8% gesunken und liegt nun bei 133,79 Billionen.
Dies zeigt, dass viele Miner aufgeben. Immer mehr von ihnen nutzen ihre massive Energieinfrastruktur nun für künstliche Intelligenz.
Bitcoin-Hashrate fällt unter 1 Zetahash, Miner schalten ab
Der Rückgang ist die zweitgrößte negative Anpassung von 2026. Zudem sank dadurch die gesamte Netzwerk-Hashrate unter die wichtige 1-Zetahash-pro-Sekunde-Marke und liegt jetzt bei 933,51 Exahashes pro Sekunde (EH/s).
Die aktuelle Abwärtsanpassung der Schwierigkeit und ein leichter 24-Stunden-Anstieg des Hashpreises auf 33,37 USD könnten aktiven Betreibern kurzfristig etwas Entlastung bringen. Dennoch gehen Marktprognosen davon aus, dass die Margen weiter unter Druck geraten werden.
Es wird erwartet, dass die Mining-Schwierigkeit bis zur nächsten Anpassung um weitere 0,52% auf 133,10 Billionen sinkt. Dadurch dürfte die globale Hashrate weiter neu verteilt werden.
Zu Beginn Februar hat das Netzwerk bereits einen deutlichen Rückgang der Hashrate erlebt. Damals lag der Grund bei starken Winterstürmen in den Vereinigten Staaten, welche zu vorübergehenden Stromabschaltungen geführt haben.
Analysten aus der Branche betonen jedoch, dass diese aktuelle Entwicklung sich grundlegend unterscheidet und eine strukturelle Veränderung auf dem Markt darstellt.
Nico Smid, Gründer von Digital Mining Solution, erklärt, dass das aktuelle wirtschaftliche Umfeld dazu führt, dass Betreiber mit älterer Hardware und hohen Energiekosten komplett abschalten müssen.
„Diesmal sieht es nach einer echten wirtschaftlichen Kapitulation aus. Was wir sehen, ist wahrscheinlich kein kurzfristiger Einbruch, sondern ein umfassender Stresstest im Mining-Sektor. Die Miner, die diese Phase überstehen, werden voraussichtlich schlanker, effizienter und strukturell stärker hervorgehen”, sagte Smid .
Große, börsennotierte Miner stehen durch die aktuellen Kursprobleme von Bitcoin und den harten Wettbewerb im Netzwerk unter Druck. Deshalb überdenken sie ihre Kapitalverteilung.
Branchenriesen wie Core Scientific und Riot Platforms verlagern ihren Strombestand zunehmend von reinem Krypto-Mining hin zu Projekten im Bereich künstliche Intelligenz.
Diese strategische Anpassung zeigt die wirtschaftliche Realität für Betreiber von Rechenzentren. Während klassisches Bitcoin-Mining schwankende Einnahmen liefert, die von zyklischen Kryptowährungsmärkten abhängen, können Aufgaben im Bereich künstliche Intelligenz langfristig bedeutende Umsätze erzielen.