Trader auf Kalshi, einer regulierten US-Prognoseplattform, sehen derzeit eine Wahrscheinlichkeit von 66,6%, dass US-Präsident Donald Trump vor Januar 2028 ein Amtsenthebungsverfahren erlebt. Bei diesem Vertrag wurden bereits mehr als 2,76 Millionen USD gehandelt.
Die Chancen haben sich seit November 2025 mehr als verdoppelt, denn damals lag der Markt noch bei etwa 30%. Der Vertrag erreichte im März einen Höhepunkt von über 70%, ist dann aber leicht auf das aktuelle Niveau zurückgegangen.
Midterm-Risiko treibt die Investition
Der Impeachment-Vertrag von Kalshi wird mit „Ja” gewertet, wenn das US-Repräsentantenhaus Artikel zur Amtsenthebung beschließt, was über congress.gov geprüft wird. Eine Verurteilung durch den Senat oder die Absetzung aus dem Amt ist nicht notwendig.
„Die Entwicklung deutet auf wachsende Erwartungen politischer Probleme hin, auch wenn der Ausgang ungewiss bleibt”, stellte Walter Bloomberg fest, ein beliebter Account auf X.
Der stetige Anstieg spiegelt die Erwartungen der Trader rund um die Zwischenwahlen 2026 wider. Andere Prognosemärkte sehen für die Demokraten eine Chance von etwa 71%, das Repräsentantenhaus zurückzugewinnen.
Eine demokratische Mehrheit würde vermutlich ein Amtsenthebungsverfahren anstreben, wie es schon bei den zwei Abstimmungen während Trumps erster Amtszeit passiert ist.
Auch geopolitische Spannungen haben zum Anstieg beigetragen. Trumps Aussagen zu Iran und zur Straße von Hormus führten dazu, dass demokratische Abgeordnete erneut ein Amtsenthebungsverfahren oder die Anwendung des 25. Zusatzartikels forderten.
Ein separater Kalshi-Markt für die vollständige Absetzung, die eine Zwei-Drittel-Mehrheit im Senat oder den 25. Zusatzartikel erfordert, liegt jedoch deutlich niedriger, bei etwa 27%.
Prognosemärkte können sich jedoch auch täuschen, wie Trader im Präsidentschaftswahljahr 2016 erfahren mussten.
Bis zum 22. April 2026 gibt es keine formellen Amtsenthebungsverfahren.
Ob die Chancen weiter steigen, hängt vor allem von den Ergebnissen der Zwischenwahlen im November und den Reaktionen des Kongresses auf die außenpolitischen Entscheidungen der Regierung ab.





