Bitcoin SV: Genesis Upgrade (BSV Version 1.0.0) ist live

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Mit dem Block der Höhe 620.539 hat Bitcoin SV (BSV) sein “Genesis Upgrade” auf die Version 1.0.0 vollzogen. Ein großer Teil der Miner hat den Hard Fork noch nicht durchgeführt.



Mit dem Update werden nun Blöcke erzeugt, welche von Minern, welche noch mit der alten Software (Bitcoin SV 0.2.1) arbeiten, nicht als gültig erkannt werden. Es handelt sich bei dem Update somit um einen Hard Fork. Der Fork wurde in der Nacht von Montag auf Dienstag bei Block 620.539 aktiviert.

Genesis Upgrade entfernt Limitierung der Blockgröße

“Satoshis Vision” stellt den Anspruch, eine Kryptowährung zu schaffen, welche sich nah am 2008 veröffentlichten Bitcoin-Whitepaper des pseudonymen Satoshi Nakamoto orientiert. Damit sollen mit dem Genesis Upgrade einige Features, welche über die Jahre von Minern in die Bitcoin Blockchain eingefügt wurden, entfernt werden. Gleichzeitig soll Bitcoins ursprüngliche Funktionalität wiederhergestellt werden.

So sollen komplexe Transaktionen ermöglicht werden. Dazu werden einige Opcodes von Bitcoins Scriptsprache wieder eingeführt. Die Pay to Script Hash Funktion wird mit dem Upgrade jedoch abgeschaltet werden. Mit dem Upgrade auf Bitcoin SV 1.0.0 entfällt die Limitierung der Blockgröße der Proof of Work Blockchain. Damit können theoretisch unbegrenzt viele Transaktionen in einem einzelnen Block bearbeitet werden.

Bisher haben nicht alle Miner das Upgrade ausgeführt. Da diese Miner bereits Blöcke erzeugt haben, ist es bereits zu einer Teilung der Bitcoin SV Blockchain gekommen. Es ist jedoch noch unklar, ob diese Miner das Update noch ausführen werden, oder ob sie sich von Bitcoin SV abspalten wollen.

Bitcoin SV und seine turbulente Vergangenheit

Unterstützt durch eine der kontroversesten Persönlichkeiten der Blockchain-Szene, Craig S. Wright, spaltete sich Bitcoin SV von Bitcoin Cash (BCH) und dessen ABC-Implementierung ab. In einem erbitterten, bürgerkriegsähnlichen Kampf um die höhere Hashrate, setzte sich ABC durch und wurde somit weiterhin unter dem Namen Bitcoin Cash geführt.

Wright, der von sich selbst behauptet, der Bitcoin-Erfinder Satoshi Nakamoto zu sein, ist derzeit in mehrere Gerichtsprozesse verwickelt. Zeitgleich mit der Ankündigung des Genesis Upgrades erhielt Wright nach eigenen Angaben eine verschlüsselte Datei des ominösen Tulip Trusts. Dieser soll angeblich Nakamotos Vermögen von rund 1,1 Millionen Bitcoin verwahren.

Die Spekulationen um Craig Wright lösten einen Kurssprung von Bitcoin SV aus. Da sich der Handelswert von BSV innerhalb eines Tages mehr als verdoppelte, lag er kurzzeitig über dem des Konkurrenten BCH. Im Vergleich zum Beginn des Jahres ist der Kurs von BSV um +121,6% auf 0,0300 BTC gestiegen.

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Tobias verfügt über einen Bachelorabschluss in angewandter Informatik, sowie einen Masterabschluss in Kognitionswissenschaft mit Fokus auf kognitiver Psychologie und künstlicher Intelligenz. Während seiner Zeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Gent nahm er an einem Forschungsprojekt in Verbindung mit einem großen französischen Telekommunikationsanbieter teil. Hierbei erforschte er die Anwendung von Spieltheorie auf den gemeinschaftlichen Ausbau von WLAN-Netzen. Nachdem er die Universität verließ, wandte er sich dem Blockchain-Sektor zu, wo er als freier Forschungsmitarbeiter für Startup-Unternehmen arbeitet.

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