Bitcoin ist laut On-Chain-Daten aktuell so stark überverkauft wie nie zuvor im Verhältnis zu Gold. Das letzte Mal, als dieses Muster auftrat, folgte eine massive Bitcoin-Rallye von 660%.
Hier erfahren Sie, was dieses Signal bedeutet und wie die Geschichte das aktuelle Muster einordnet.
Was bedeutet das Bitcoin-zu-Gold-Signal wirklich?
Das BTC/GOLD-Verhältnis zeigt, wie viele Unzen Gold ein Bitcoin kaufen kann, und misst die relative Stärke beider Vermögenswerte. Ein überverkaufter Wert bedeutet, dass Bitcoin aktuell mit einem deutlichen Abschlag im Vergleich zum Edelmetall gehandelt wird, was darauf hindeutet, dass der Verkaufsdruck bald nachlassen könnte.
Das aktuelle Muster ist extrem, egal wie man es betrachtet. Der BTC/GOLD-Oszillator liegt jetzt bei minus 1,81 Standardabweichungen vom langfristigen Mittelwert. Zudem notiert der Wert unter dem vorsichtigen Vierjahresdurchschnitt von minus 1,42 und markiert damit den tiefsten Wert seit 2010.
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On-Chain-Daten verdeutlichen die Tiefe dieser Bewegung. Bitcoin wird aktuell unter dem Power-Law-Trend und gleichzeitig unter dem Vierjahresdurchschnitt gehandelt. Darüber hinaus liegt der strukturelle faire Wert dieses Trends momentan nahe 283.000 USD.
Das Signal basiert auf bestimmten technischen Kennzahlen, darunter Abweichungswerte und Überverkaufslevel für das BTC/GOLD-Verhältnis. Dadurch zeigt die Kombination, dass das Verhältnis der beiden Vermögenswerte derzeit ungewöhnlich extrem ist.
Die jüngste Stärke von Gold zeigt, dass das Edelmetall in unsicheren Zeiten traditionell als sicherer Hafen gilt. Allerdings sorgt die relative Schwäche von Bitcoin angesichts der Volatilität und des makroökonomischen Drucks dafür, dass das Verhältnis auf einen Tiefpunkt bis 2026 gefallen ist — einen der niedrigsten Werte, die je gemessen wurden.
Könnte dieses Signal eine große Rallye auslösen?
Extreme Überverkauft-Signale im BTC/GOLD-Verhältnis markierten immer wieder wichtige Kaufzonen für Bitcoin. Im Chart sind vorherige Tiefpunkte während der Bärenmärkte 2015 und 2018/19, während COVID (2020) und beim FTX-Kollaps (2022) zu erkennen, meist in der Nähe einer wichtigen Markt-Wende.
Ein besonders deutliches Beispiel sticht heraus. Nach diesen Tiefs begann Bitcoin einen mehrjährigen Anstieg von über 660%. Auch starke Rückgänge in früheren Zyklen gingen oft mit hohen Kursgewinnen einher, weil Kapital aus anderen Vermögenswerten wieder in Bitcoin investiert wurde.
Daten von Delphi Digital bestätigen dieses Muster. Größere Rückgänge des Verhältnisses um etwa minus 62% leiteten in der Vergangenheit oft starke Erholungen ein.
Der durchschnittliche Anstieg nach abgeschlossenen Trendwenden des Verhältnisses lag bei etwa 160%, wobei tiefere Rückgänge meist noch stärkere Rückpraller erzeugten.
Das Muster erinnert an eine gespannte Feder, garantiert aber nichts. Bitcoin beginnt oft erst dann zu steigen, wenn sich die Liquiditätsbedingungen verbessern oder das Risiko-Sentiment zunimmt. Veränderungen in der Geldpolitik oder eine höhere Risikobereitschaft könnten daher eine erneute Rotation hin zu Bitcoin auslösen.
Der Markt befindet sich aktuell an einem möglichen Wendepunkt. Da die Marktteilnehmer nach diesem seltenen Signal besonders aufmerksam sind, ist ein Umschwung denkbar. Eine Trendwende auf Makroebene könnte dazu führen, dass Bitcoin erneut deutlich besser abschneidet als Gold.
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