Bitcoin verliert fast $1000 in einer Stunde – fünftgrößter Preissturz in seiner Geschichte

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Bitcoin ist erneut an der dauerhaften Überwindung der Resistenzlinie bei $10.000 gescheitert. Dabei verlor die Kryptowährung fast $1000 innerhalb einer Stunde an Wert. Dies ist der fünftgrößte Preissturz in der Geschichte von Bitcoin.

Mit der Wertsteigerung von Bitcoin im Zuge des bevorstehenden Halvings nimmt auch die Volatilität von Kryptowährungen wieder zu. In der Nacht auf den heutigen Tag ereignete sich ein Preissturz bei Bitcoin (BTC).



Psychologische Hürde führt zu Preisverfall

Wie erwartet erweist sich die psychologische Hürde, Bitcoin auf einem Preis von über $10.000 zu halten, als zäh. Da viele Investoren dazu tendieren, Assets mit runden Zahlen zu valuieren, steigt für diese Investoren der Anreiz, zu verkaufen, sobald eine runde Summe überschritten wurde.

Da dies viele Anleger wissen und ähnliche Handelsstrategien haben, setzen diese entsprechende Stop-Losses um eine solche psychologische Resistenzlinie herum. Werden viele Stop-Losses gleichzeitig ausgelöst, kommt es zu einem Preissturz, wie wir ihn in der vergangenen Nacht beobachtet haben. Dies drückt den Preis eines Assets wieder unter die runde Summe.



Preisentwicklung der letzten 36 Stunden. Quelle: CoinMarketCap

Die Preisentwicklung der letzten 36 Stunden zeigt uns exakt dieses Bild. Um etwa 22 Uhr fiel der Preis erst langsam ab. Als er eine gewisse Schwelle nahe der $10.000-Marke erreichte, fingen die Stop-Losses an, nacheinander auszulösen. Dadurch rutschte der Preis schlagartig in den Keller.

Auf ein neues

Der Preissturz in der vergangenen Nacht war, in US-Dollar gemessen, der fünftgrößte in der Geschichte von Bitcoin. Der einzige Zeitpunkt, an dem ein noch stärkerer Preisverfall innerhalb einer Stunde gemessen wurde, war im Dezember 2017, als BTC auf seinem Allzeithoch stand.

Dies liegt allerdings auch daran, dass seit seiner Einführung im Jahr 2009 über die Jahre hinweg eine starke Wertsteigerung erzielt hat. Misst man den Wertverlust innerhalb einer Stunde relativ zu dem Wert der Kryptowährung, ist ein solcher Preissturz ein recht häufiges Vorkommnis. Insgesamt scheint damit die Volatilität von Bitcoin mit der Zeit sogar abgenommen zu haben.

Damit ist es das dritte mal in diesem Jahr, dass Bitcoin an der $10.000-Hürde versucht hat und gescheitert ist. Mit Hinblick auf das Halvening im Mai wird es aber wohl nicht das letzte mal gewesen sein, dass BTC auf einen fünfstelligen Betrag geklettert ist.

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Tobias verfügt über einen Bachelorabschluss in angewandter Informatik, sowie einen Masterabschluss in Kognitionswissenschaft mit Fokus auf kognitiver Psychologie und künstlicher Intelligenz. Während seiner Zeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Gent nahm er an einem Forschungsprojekt in Verbindung mit einem großen französischen Telekommunikationsanbieter teil. Hierbei erforschte er die Anwendung von Spieltheorie auf den gemeinschaftlichen Ausbau von WLAN-Netzen. Nachdem er die Universität verließ, wandte er sich dem Blockchain-Sektor zu, wo er als freier Forschungsmitarbeiter für Startup-Unternehmen arbeitet.

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