BitMEX-Mitbegründer und Ex-CTO Samuel Reed für 5 Mio. USD Kaution freigelassen

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IN KÜRZE
  • Samuel Reed wurde festgenommen.

  • Für eine Kaution in Höhe von 5 Millionen USD bleibt er bis zur Gerichtsverhandlung auf freiem Fuß.

  • Reed und seine Frau mussten vorerst ihre Pässe abgeben.

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Bei BitMEX ging es in diesem Monat turbulent zu. Zuerst klagte das US-Justizministerium (DOJ) die Krypto-Börse am 01. Oktober an. Grund waren Verstöße gegen eigene Richtlinien und das Geldwäschegesetz. Am 09. Oktober gab es dann massive Veränderungen auf Führungsebene. Nun wurde bekannt, dass der frühere CTO von BitMEX, Samuel Reed, eine Kaution in Höhe von 5 Millionen USD gezahlt hat, um bis zur Gerichtsverhandlung „auf freiem Fuß zu bleiben“.



Bei BitMEX ging es vor allem um das Betreiben einer nicht registrierten Handelsplattform. Kunden aus den USA konnten auf der Plattform mit Derivaten und Hebeln handeln, das hätte allerdings nicht sein dürfen. Infolge dieses Skandals traten Arthur Hayes und Samuel Reed, die beiden Gründer von BitMEX, von der Geschäftsleitung zurück. Ben Delo legte seine Führungsposition bei 100x nieder, Greg Dwyer ist von seiner Rolle als Head of Business Development beurlaubt.

Vorübergehende Freiheit für 5 Millionen USD

Zusammen mit den strafrechtlichen Anklagen erhob die US-amerikanische Commodity Futures Trading Commission (CFTC) eine Strafverfolgungsklage gegen Reed, Hayes, Delo und zwei andere mit BitMEX verbundene Unternehmen.

In einem Blogbeitrag vom 1. Oktober erklärte BitMEX:

Wir sind mit der harten Entscheidung der US-Regierung, diese Anklage zu erheben, nicht einverstanden. Und wir beabsichtigen, die Vorwürfe energisch zurückzuweisen. Von unseren Anfängen als Start-up an haben wir immer versucht, die geltenden US-Gesetze einzuhalten, da diese Gesetze zu der Zeit verstanden wurden und auf verfügbaren Leitlinien basierten.

Die Strafverfolgungsbehörden nahmen den früheren CTO von BitMEX, Samuel Reed, am 1. Oktober in Massachusetts fest. Allerdings zahlte er eine Kaution in Höhe von 5 Millionen US-Dollar, um bis zum Gerichtsverfahren weiterhin seine Freiheit genießen zu können. Im Rahmen der Vereinbarung wurden Berichten zufolge auch die Pässe von Reed und seiner Frau beschlagnahmt.

Keine Verhaftung der anderen Angeklagten?

Laut einer Pressemitteilung der US-amerikanischen Behörden sind zwar auch Arthur Hayes, Ben Delo und der Geschäftsführer Gregory Dwyer angeklagt, allerdings auf freiem Fuß. Reed wartet derzeit auf seine nächste Anhörung. Er wird von der Anwaltskanzlei Latham & Watkins LLP vertreten.

Die amtierende US-Anwältin von Manhattan, Audrey Strauss, sagte:

Mit den Möglichkeiten und Vorteilen des Betriebs eines Finanzinstituts in den USA ist die Verpflichtung dieser Unternehmen verbunden, ihren Beitrag zur Bekämpfung von Kriminalität und Korruption zu leisten. Wie behauptet, haben diese Angeklagten diese Verpflichtung missachtet und sich verpflichtet, einen angeblich „Offshore“ -Krypto-Austausch zu betreiben, ohne jedoch selbst grundlegende Richtlinien zur Bekämpfung der Geldwäsche umzusetzen und aufrechtzuerhalten. Damit hat man bei BitMEX die Plattform im Schatten der Finanzmärkte fungieren lassen. Die heutige Anklage ist ein weiterer Vorstoß dieser Behörden und unserer Partner beim FBI, Plattformen für Geldwäsche ins Licht zu rücken.

Das Handelsvolumen an der BitMEX-Börse ist in der letzten Woche merklich gesunken. Ferner ging die Meinung über den Vorfall weit auseinander. Während BitMEX heftige Kritik erntete den Ruf der gesamten Branche zu ruinieren, freuen sich andere über den starken Zuwachs auf dezentralen Handelsplattformen.

 

 

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Alex hat ihren Bachelor in Orient- und Asienwissenschaften an der Friedrich-Wilhelms Universität Bonn absolviert, danach Deutsch als Fremdsprache am Goethe Institut studiert und ihren Master in Arabistik an der Freien Universität Berlin absolviert. Seit 2017 ist sie als Krypto-Journalistin tätig.

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