Es ist etwas mehr als ein Jahr her, seit Facebooks Libra-Projekt zum ersten Mal einen Versuch startete. Mittlerweile sieht das Projekt nicht mehr so aus, wie bei seinem Debüt im Juni 2019. Denn das Projekt hat bei seiner Entwicklung Blockchain-Pioniere für sich gewonnen. Solche, die genau wissen, was Satoshi Nakamoto vor fast 12 Jahren bei der Veröffentlichung des Bitcoin-Whitepapers vorhatte.

Zuletzt hat Libra Blockchain Capital, ein Blockchain-Investment- und Beratungsunternehmen mit einem verwalteten Vermögen von mehr als 300 Millionen USD für sich gewonnen. Blockchain Capital ist jetzt Mitglied der Libra

Association. Somit reiht sich das Unternehmen zu Coinbase, Xapo und Union Square Ventures sowie Nicht-Blockchain-Unternehmen wie Uber, Lyft und Spotify ein. Um nur einige zu nennen.

Am selben Tag, an dem Blockchain Capital der Kohorte von Libra beitrat, verließ Bart Stephens, Mitbegründer und geschäftsführender Gesellschafter von Blockchain Capital, die Schweizer Bank UBS. Er sagt, dies sei eine direkte Folge seiner VC-Arbeit bei Blockchain Capital, die mehr als 80 Startups unterstützt hat, darunter Coinbase, BitGo, BitFury, Kraken, Ripple und andere. Stephens scheint diesen Schritt nicht zu bereuen.

Ein Screenshot von Twitter.

Die Entwicklung von Libra

Libra hat sein Whitepaper im April 2020 aktualisiert, nachdem die globalen Regulierungsbehörden die Idee einer von Facebook kontrollierten digitalen Währung zurückgedrängt hatten. Für die neue Version beschlossen sie, ihr Portfolio zusätzlich mit mehreren Stablecoins, Multi-Currency Coins oder dem LBR Basket zu erweitern.

Libra ist auch ein Zahlungssystem, obwohl das Projekt Pläne zur Einführung eines Permissionless Networks zugunsten einer privaten Blockchain aufgegeben hat. Ein weiteres Beispiel für eine private Blockchain ist das JPMorgan-Quorum, das kürzlich von ConsenSys übernommen wurde und Entwickler unterstützt, die auf Ethereum aufbauen.

Ein Screenshot von Twitter.
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Wenn du sie nicht schlagen kannst …

Neben Blockchain Capital hat Libra auch einen erfahrenen Bankier für seine Vereinigung gewonnen. James Emmett war mehr als 25 Jahre bei HSBC tätig, zuletzt an der Spitze seiner europäischen Aktivitäten. Emmett ging Berichten zufolge in den Ruhestand, als Noel Quinn CEO wurde. Anscheinend tritt er aus dem Ruhestand, weil Emmett am 17. September zum Geschäftsführer von Libra Networks ernannt wurde, einer Tochtergesellschaft der Libra Association. Emmett sagte in einer Erklärung:

Als jemand, der sich leidenschaftlich für die Möglichkeiten von Finanzdienstleistungen und -technologien interessiert, einen echten Unterschied zu bewirken, freue ich mich, Libra Networks mit dem Ziel beizutreten, die finanzielle Innovation und Inklusion zu verbessern und die Operationalisierung des Netzwerks zu gewährleisten.

Laut seinem LinkedIn-Profil beginnt Emmett am 1. Oktober seine neue Rolle bei Libra.

Die Libra Association lehnte es ab, sich zu diesen Neuerungen zu äußern.

Auf Englisch geschrieben von Gerelyn Terzo, übersetzt von Alexandra Kons.