Changpeng Zhao (CZ), Mitgründer von Binance, hat seinen Followern auf X mitgeteilt, dass sie ohne das Verständnis von Dollar-Cost Averaging (DCA) kein Vermögen aufbauen können. Diesen grundlegenden Finanzbegriff, so CZ, ignorieren zu viele Krypto-Investoren.
Sein Kommentar folgte auf eine Frage, die CZ zwei Tage zuvor gestellt hatte. Er wollte wissen, ob Bullen- oder Bärenmärkte bessere Einstiegspunkte für langfristiges Halten bieten. Seine Antwort hob hervor, dass eine einfache und disziplinierte Vorgehensweise besser ist als zu versuchen, den richtigen Zeitpunkt zu finden.
Warum CZ die Timing-Frage stellte
CZ stellte am 24. Juli die Frage, ob Bullen- oder Bärenmärkte für langfristige Investoren besser geeignet sind. Der Beitrag erreichte innerhalb von zwei Tagen über 1,8 Millionen Aufrufe. Dadurch wird deutlich, wie oft neue Investoren genau diese Frage stellen.
Die Kryptomärkte waren bis 2026 sehr volatil. Der Bitcoin-Kurs bewegte sich monatelang durch einen Bärenmarkt, bevor zuletzt Anzeichen für eine Stabilisierung sichtbar wurden. Dieser Hintergrund dürfte CZs Frage beeinflusst haben. Denn der Einstieg erscheint in schwachen Phasen wichtiger als während einer Rallye.
Auch CZ selbst hat beim Timing Fehler gemacht. Kürzlich gab er zu, dass er den Markt für Stablecoins falsch eingeschätzt und ihn zu früh abgetan hat, bevor dieser über 300 Milliarden USD erreichte. Diese Erfahrung könnte erklären, warum er neue Investoren nun zu einer langfristig wiederholbaren Strategie rät, statt alles auf einen Zeitpunkt zu setzen.
Was ist DCA?
Dollar-Cost Averaging bedeutet, dass man regelmäßig feste Beträge investiert, unabhängig vom aktuellen Kurs. So muss man nicht versuchen, Höchst- oder Tiefststände vorherzusagen. Durch regelmäßige Käufe entsteht im Laufe der Zeit ein Durchschnittspreis.
CZ brachte sein eigentliches Anliegen klar zum Ausdruck. Investoren, die Grundbegriffe wie DCA nicht beachten, werden es laut ihm schwer haben, in volatilen Märkten dauerhaft Vermögen aufzubauen. Mit seiner Aussage spricht er sich gegen den Drang aus, den perfekten Einstiegszeitpunkt treffen zu wollen.
Diese Strategie ist eine Antwort auf ein bekanntes Problem. Schwache Buy-and-Hold-Ergebnisse bei Token-Listings im Jahr 2025 zeigen, wie sehr schlecht getimte Einmal-Investitionen unterdurchschnittliche Resultate bringen können. Wer sowohl im Bullen- als auch im Bärenmarkt wiederholt kauft, reduziert dieses Risiko. Deshalb nutzen manche Investoren DCA als langfristige Altersvorsorge-Strategie und nicht für kurzfristigen Handel.
Der größte Vorteil von DCA ist oft psychologischer Natur und nicht mathematisch. Automatisierte, regelmäßige Investitionen verhindern emotionale Entscheidungen, die häufig bei starker Volatilität auftreten – egal, ob der Markt fällt oder in eine neue Rallye geht.
Einige Trader verweisen derzeit auf erste Signale für einen Boden als Grund für Zuversicht, während andere angesichts der langen Schwächeperiode vorsichtig bleiben. CZs einfache Empfehlung bietet einen Mittelweg, bei dem Investoren nicht raten müssen, welche Sichtweise sich durchsetzt.
Ob die derzeitige Marktphase als Bären- oder Bullenmarkt gilt, ist weiterhin umstritten. CZs Ratschlag zeigt, dass Investoren diese Frage nicht klären müssen, bevor sie erste Käufe tätigen.









