Changpeng Zhao (CZ) hat einen der größten Kryptomärkte verpasst. Der Binance-Gründer gibt jetzt zu, dass er den Markt für Stablecoins über Jahre falsch eingeschätzt hat.
Er sagte im Talking Tokens Podcast, dass er die Stablecoins damals abgeschrieben hat. Heute sind diese Token mehr als 311 Milliarden USD wert.
CZ: Ich habe den Stablecoin-Boom verpasst
Zhao sprach im Talking Tokens Podcast. Er blickte auf seine falschen Entscheidungen zurück. Das Verlassen von Binance gab CZ Zeit, den Markt neu zu studieren.
Stablecoins sind Krypto-Token, die an den US-Dollar gebunden sind. Jeder Stablecoin soll ungefähr einen US-Dollar wert sein. Trader nutzen sie, um jederzeit schnell Geld zu bewegen.
Er spricht offen darüber, was er falsch gemacht hat.
„Als ich Binance geführt habe, habe ich die Stablecoins eigentlich verpasst. Ich dachte nicht, dass Stablecoins so groß werden, aber tatsächlich sind sie es.”
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Eine kurzfristige Lösung, die riesig wurde
Changpeng Zhao sah Stablecoins als schnelle Übergangslösung. Er dachte, sie würden nur Geld zwischen Börsen verschieben. Damit lag er falsch.
„Ich dachte, das wäre nur eine kurzfristige Technologie, um Transaktionen zwischen Krypto-Börsen zu überbrücken, aber dann ist das sehr groß geworden…”
Als Binance im Jahr 2017 startete, waren Stablecoins noch sehr klein. Heute erreicht der Markt mehr als 311 Milliarden USD. Tether (USDT) führt mit etwa 184 Milliarden USD.
Das entspricht nahezu 60% des Sektors. Damit ist Tether die drittgrößte Kryptowährung nach Bitcoin (BTC) und Ethereum (ETH). Der Stablecoin USDC von Circle liegt mit etwa 77 Milliarden USD auf dem zweiten Platz.
Das ist ein riesiger Markt, den man verpasst hat.
Die Technologie, an der er zweifelte, ist jetzt US-Gesetz. Die USA haben im Juli 2025 den GENIUS Act verabschiedet. Damit gelten erstmals nationale Regeln für Stablecoins.
Einige Wochen zuvor wurde Circle an der New Yorker Börse gelistet. Die Aktien stiegen am ersten Tag um mehr als 160%.
Warum CZ jetzt genau auf den Stablecoin-Markt achtet
Changpeng Zhao möchte den nächsten großen Trend nicht verpassen. Er sagt, dass ihm der Ausstieg als CEO neue Zeit zum Lernen verschafft hat. Nun beschäftigt er sich aktiv mit Bereichen, die er früher ignoriert hat.
„Wenn ich gezwungen bin, mich zurückzuziehen, betrachte ich die Branche eher als Ganzes.”
Er macht seine damalige Arbeitsbelastung bei Binance dafür verantwortlich.
„Als CEO von Binance, als ich das Unternehmen führte, war ich so beschäftigt, dass ich kaum neue Dinge aus dem Krypto-Bereich lernen konnte.”
Diese Erfahrung bleibt. Zhao sagt, dass frühe Zweifel viel kosten können. Stablecoins sind dafür sein Beispiel.









