Coinbase-CEO Brian Armstrong sagte, das Unternehmen habe seine Ausgaben für KI fast halbiert, während die Nutzung der Token exponentiell gestiegen ist. Er stellt eine Infrastruktur-Strategie vor, die aus seiner Sicht jedes Unternehmen nutzen kann, um den Einsatz von KI zu skalieren, ohne die Kosten als Begrenzung zu sehen.
Armstrong gab außerdem eine klare neue Sicht auf den aktuellen Marktzyklus von Bitcoin (BTC).
KI-Routing, Caching und Open-Weight-Modelle
Armstrong erklärte drei Methoden, die hinter den Einsparungen stehen. Die erste ist intelligentes Modell-Routing, wobei Aufgaben an das günstigste Modell verteilt werden, das sie erledigen kann.
„Wie bleibt der KI-Aufwand gleich, während die Nutzung der Token exponentiell wächst: Nicht durch Hürden und Ausgabenwarnungen, sondern mit besseren Voreinstellungen, Routing und Caching”, erklärte der Coinbase-CEO.
Die zweite Methode ist konsequentes Caching. Dabei werden doppelte Ergebnisse bei wiederholten Anfragen vermieden. Drittens werden Routineaufgaben zunehmend von günstigeren Open-Weight-Modellen übernommen, sofern die teureren Top-Modelle keinen Mehrwert bieten.
Armstrong stellte klar, dass es nicht darum geht, die Nutzung zu begrenzen, sondern die nötige Infrastruktur zu schaffen, die nachhaltige Skalierung ermöglicht. Anfang Juni untersuchte er das größte Hindernis für KI und argumentierte, dass Zugang zu Energie und Rechenleistungen wichtiger ist als reine Modellqualität. Die aktuellen Ausgabendaten fügen dem nun die Routing-Effizienz hinzu.
Dadurch wird Kostensenkung nicht als Einschränkung gesehen, sondern als Voraussetzung für eine breitere Nutzung. So ermöglicht höhere Effizienz, dass die Nutzung weiter zunimmt, statt später auf Budgetgrenzen zu stoßen.
Armstrong nannte zwar keine genauen Zahlen. Dennoch hat ein Unternehmen, das die KI-Ausgaben halbiert, während die Nutzung exponentiell steigt, die Kopplung von Verbrauch und Kosten effektiv gelöst.
Bitcoin-Rückgang: „Kaum ein Winter”
Beim Thema Bitcoin wandte sich Armstrong direkt gegen das bärische Sentiment. Er bezeichnete den aktuellen Rückgang als deutlich milder als alles, was langfristige Halter bislang erlebt haben.
Die Daten bestätigen diese Einschätzung. Der historische Chart von River zeigt, der Zyklus 2025–2026 hat rund 53% vom Bitcoin-Höchststand im Oktober 2025 bei 126.073 USD verloren.
Damit ist dies der geringste Bärenmarkt der Geschichte. Frühere Zyklen führten zu Verlusten zwischen 77% und 93%, zwei davon dauerten länger als zwölf Monate.
Armstrong sprach Mitte Juni eine Prognose von 60.000 USD als Boden aus. Allerdings bestätigen On-Chain-Daten bisher nicht die Kapitulationszeichen, die traditionell Tiefpunkte markieren. Diese Lücke zwischen Kurs und klassischen Signalen zieht sich bisher durch den gesamten Zyklus.
Der Coinbase-CEO hat den Vierjahreszyklus von Bitcoin stetig unterstützt und sieht Kursziele weit über dem aktuellen Niveau bis 2030. Dennoch aktiviert das 500-Tage-Halving-Signal, das viele Analysten beobachten, erst im November 2026. Die Erholungsphase könnte daher länger dauern als von Armstrong angedeutet.









