Microsoft hat den Preis der Xbox Series X in dieser Woche um 150 USD auf 749 USD erhöht und verweist dabei auf stark gestiegene Speicherchip-Kosten. Diese Erhöhung folgt auf Sonys frühere Preisanpassung der PlayStation 5 und erfolgt Monate vor dem Start von Grand Theft Auto VI am 19. November.
Auch die Xbox Series S wurde um 25% auf 499 USD teurer, was einen stärkeren Anstieg als Sonys 100 USD-Preiserhöhung für die PlayStation 5 im März bedeutet. Analysten berichten, dass die hohe Nachfrage nach Speicherchips für künstliche Intelligenz (KI) die Margen für Spielekonsolen branchenweit unter Druck setzt.
Steigende Speicherpreise verringern die Hardware-Margen
Microsofts Erhöhung führt dazu, dass die teure Xbox Series X nun 749 USD kostet, nach zuvor 599 USD. Die Basisvariante Series S steigt von 399 USD auf 499 USD.
Sony hat die Preise der PlayStation 5 im März um 100 USD erhöht und verwies auf globale wirtschaftliche Entwicklungen. Die Konsole kostet nun 649,99 USD in den USA.
Piers Harding-Rolls von Ampere Analysis bringt diese Entwicklung mit der gestiegenen Nachfrage nach Arbeitsspeicher (RAM) in Verbindung. Beide Konsolen benötigen RAM als Kurzzeitspeicher.
„Da sich keine Entspannung bei den Preisen abzeichnet, größtenteils wegen der starken Nachfrage nach KI-Infrastruktur, dürfte Sony den Schritt zum Schutz seiner ohnehin geringen Hardware-Margen gegangen sein.”
Binance Research bezeichnet dies als Chipflation-Inflationstrend. Die Preise für DRAM-Speicher haben sich innerhalb eines Jahres fast versechsfacht, da KI-Rechenzentren immer mehr Chips beanspruchen, die eigentlich für Konsumgüter gedacht waren. Auch Apple bekam diese Entwicklung zu spüren und hat im laufenden Jahr Mac- und iPad-Preise wegen hoher Speicherpreise angehoben.
GTA VI beeinflusst die Konsolen-Preise
Rockstars Grand Theft Auto VI (GTA VI) erscheint am 19. November ausschließlich für PlayStation 5 sowie Xbox Series X/S, laut bestätigtem Termin. Standard-Editionen kosten 79,99 USD, die Ultimate Edition wird für 99,99 USD angeboten.
Jez Corden von Windows Central warnt, dass die aktuellen Preisanstiege nicht das Ende sein müssen.
„Das ist noch nicht die Grenze.”
Die Aktie von Take-Two ist bereits nach Details zu den Vorbestellungspreisen gefallen, was zeigt, dass Investoren genau hinsehen. Gleichzeitig sind KI-Speicher-Aktien wie Micron deutlich gestiegen, da Speicherhersteller von der selben Knappheit profitieren, die Konsolenbauer belastet.
Microsofts Preiserhöhung fällt deutlich stärker aus als Sonys, besonders vor den Feiertagen. Sony könnte bis zum GTA-VI-Start noch einmal nachziehen. Käufer müssen daher abwägen, welche Konsole vor dem Launch weniger kostet.









