Coinbase: Diskriminierung am Arbeitsplatz?

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IN KÜRZE
  • Coinbase steht vor der nächsten Schlagzeile.

  • Diesmal geht es um Rassendiskriminierung am Arbeitsplatz.

  • Die New York Times möchte einen Artikel über die Arbeitsbedingungen bei Coinbase veröffentlichen.

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Nach dem Aufruhr bezüglich Coinbase neuer Unternehmenspolitik, die keine Politik beinhaltet, gibt es nun weitere Diskussionen: Diesmal geht es um Rassendiskriminierung.

Am 27. September kündigte Brian Armstrong, der CEO der Krypto-Börse Coinbase, signifikante Veränderungen in Bezug auf politische Diskussionen am Arbeitsplatz an. Ziel ist es das „Unternehmen an erste Stelle“ zu setzen und „wie ein Meisterschaftsteam zu spielen“.

In dem Bericht heißt es:

Kurz gesagt, ich möchte, dass Coinbase sich auf die Erreichung seiner Mission konzentriert, weil ich glaube, dass wir auf diese Weise den größten Einfluss auf die Welt haben können. Wir werden dies tun, indem wir als Meisterschaftsteam spielen, uns auf das Bauen konzentrieren und transparent darüber sind, was unsere Mission ist und was nicht.



Dieser Umschwung traf längst nicht bei allen auf Verständnis. Ripple-Gründer Brad Garlinghouse kritisierte die neue Unternehmensphilosophie der US-Exchange.

Coinbase: Ort der Rassendiskriminierung?

Nun gibt es einen erneuten Grund für Schlagzeilen: Mögliche Rassendiskriminierung am Arbeitsplatz.

Laut Coinbase plant die New York Times (NYT), einen Artikel zu veröffentlichen, der den Krypto-Austausch in einem schlechten Licht auf Fragen der Rassendiskriminierung stellt. Berichten zufolge wird die New York Times eine Geschichte über die angebliche Diskriminierung einiger schwarzer Ex-Mitarbeiter des Unternehmens veröffentlichen.

Um bereits im Vorfeld den Standpunkt zu klären, versandte Coinbase am 26. November eine E-Mail an alle Mitarbeiter. In der Mail erklärt das Unternehmen:

Die New York Times plant, in den nächsten Tagen eine negative Geschichte über Coinbase online zu veröffentlichen, die am Sonntag in gedruckter Form erscheinen wird. Da diese Geschichte von Ihren Freunden, Ihrer Familie und Ihren beruflichen Kontakten gelesen werden kann, wollten wir allen ein Heads-up geben und einen wichtigen Kontext bieten.

In der Mail erklärt Coinbase auch im Detail, was hinter der Anschuldigung der Rassendiskriminierung stecken könnte. Vermutlich handelt es sich um drei ehemalige Coinbase-Mitarbeiter und einen ehemaligen Auftragnehmer. Diese soll die New York Times namentlich zitieren und mit Fotos repräsentieren.

Ein Bild von BeInCrypto.com.

Grundlage für den Artikel in der New York Times sind durchgesickerter Inhalte von Slack, interner Unternehmensbesprechungen und Dokumente. Daraus soll die Rassendiskriminierung hervorgehen.

Viel Mühe für nichts?

Es sieht fast so aus als hätte Coinbase sich alle Mühe gegeben genau diese Thematik mit der neuen Unternehmenspolitik zu vermeiden – allerdings vergeblich. Denn nun holt die Thematik das Unternehmen wieder ein. Angeblich sollen Mitarbeiter Diskriminierung im Zuge der Änderungen der Compliance- und CX-Organisationen im Jahr 2018 erfahren haben. Coinbase dazu:

Das ist falsch.

Ferner erläutert das Unternehmen, dass die Beschwerden dieser Mitarbeiter durch interne und externe Ermittler untersucht worden seien. Das Ergebnis der Untersuchungen war, dass kein Fehlverhalten vorliege.

Des Weiteren folgen deutliche Worte:

Lassen Sie mich abschließend absolut klarstellen: Wir verpflichten uns, ein sicheres, unterstützendes und einladendes Umfeld für Mitarbeiter aller Herkunft zu schaffen. Wir akzeptieren kein intolerantes Verhalten. Und wir bekennen uns zu der aktualisierten Strategie für Zugehörigkeit, Integration und Vielfalt, die wir Anfang dieses Quartals eingeführt haben.

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Alex hat ihren Bachelor in Orient- und Asienwissenschaften an der Friedrich-Wilhelms Universität Bonn absolviert, danach Deutsch als Fremdsprache am Goethe Institut studiert und ihren Master in Arabistik an der Freien Universität Berlin absolviert. Seit 2017 ist sie als Krypto-Journalistin tätig.

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