Die DekaBank, das Wertpapierhaus der Sparkassenfinanzgruppe, arbeitet mit dem führenden schweizerischen Fintech-Unternehmen Metaco zusammen, um Krypto für die Allgemeinheit in Deutschland anzubieten. Auch institutionelle Anleger sollen von dem neuen Angebot profitieren.
Metaco teilte dies in einer Pressemitteilung vom 31. Januar 2023 mit. Im Rahmen der Zusammenarbeit managt das Unternehmen die von der DekaBank angebotenen digitalen Assets über die eigene Verwaltungsplattform Harmonize. Letztere erfüllt die in Deutschland rechtlich notwendigen sowie institutionellen Standards.
Krypto für “Millionen von Menschen”
Bitcoin wurde zwar in der Pressemitteilung nicht explizit erwähnt. Allerdings legt unter anderem der Kommentar von Andreas Sack, dem Manager für digitale Produkte der DKB nahe, dass die Kryptowährung teil des Angebots sein wird:
“Digitale Vermögenswerte sind ein entscheidender Bestandteil der Zukunft, eine radikal neue Art und Weise, wie Vermögenswerte dargestellt werden, von Währungen bis hin zu Immobilien. Heute machen wir einen weiteren wichtigen Schritt, um die Grundlage dafür zu schaffen, dass unsere institutionellen Anleger und Millionen von Menschen in Deutschland Zugang zu dieser transformativen Chance erhalten. METACO ist für die DekaBank der richtige Partner, um neue Dienstleistungen zu schaffen, die sicher, rechtskonform und zukunftsfähig sind.”
Bemerkenswerterweise erfüllt die Krypto-Verwaltungsplattform Harmonize bereits die Anforderungen der BaFin – somit ist bereits eine rechtliche Hürde der Vision von Andreas Sack überwunden.
Neben der Tokenisierung von Vermögenswerten bietet die Plattform bereits die Verwaltung zahlreicher Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum oder UniSwap für institutionelle Kunden an – und das sogar dezentral. Die Kunden haben also die Möglichkeit, selbst die Eigentümer ihrer digitalen Vermögenswerte zu bleiben.
Laut der Pressemitteilung soll nicht nur die 363 Milliarden-schwere DekaBank, sondern auch das Netzwerk der Sparkassen von der Kooperation profitieren. Sind wir also bald in der Lage, Bitcoin bei der Sparkasse unserer Wahl zu kaufen?
Bitcoin bald in jeder Sparkasse?
Wie BeInCrypto bereits berichtete, arbeitete die Sparkasse Ende 2021 daran, Kunden den Kauf von Bitcoin über das Girokonto zu ermöglichen. Das Sparkassengremium riet den regionalen Banken Mitte 2022 jedoch dann davon ab, Kryptowährungen anzubieten. Da die Sparkassen nach dem Regionalprinzip arbeiten, bleibt es jedoch jeder der 363 Banken frei, dies zu tun.
Allerdings öffnete sich die Sparkasse damals für die Tokenisierung und die Entwicklung eigener Krypto-Wallets. Ob Harmonize dabei eine Rolle spielt, bleibt genauso wie ein mögliches Umdenken des Gremiums abzuwarten.
Die Volksbank und die Commerzbank hingegen zeigen sich wesentlich Bitcoin-Affiner. Erstere bietet bereits den Handel und die Verwahrung der Kryptowährung an. Letztere arbeitet bereits seit 2017 an Blockchain-Projekten und möchte institutionellen Anlegern den Kauf von BTC ermöglichen.
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