Die auf Kryptowährungen basierende Prognoseplattform Polymarket sieht jetzt bessere Chancen dafür, dass die Demokraten im November beide Kammern des Kongresses gewinnen. Die Zustimmung für US-Präsident Trump sinkt, zudem haben die Benzinpreise einen neuen Rekord erreicht.
Die Wahrscheinlichkeiten haben sich schnell geändert. Vor einem Jahr lag die Chance für einen Sieg der Demokraten bei nur 26%, vor einem Monat bei 45%.
Demokraten gewinnen an Boden: Trumps Unterstützung sinkt
Im Polymarket-Markt zu den Zwischenwahlen 2026, genannt Balance of Power, liegt die Wahrscheinlichkeit für einen vollständigen Sieg der Demokraten bei 51%. Im Repräsentantenhaus scheint das Ergebnis klar: Die Demokraten kommen dort auf 89%. Im Senat ist das Rennen enger, dort haben die Demokraten aktuell 51%.
Aktuell kontrollieren die Republikaner beide Kammern des Kongresses. Die Wahlen finden am 3. November statt.
Trumps Zustimmung fällt aus mehreren Gründen
Diese Entwicklung steht im Zusammenhang mit Trumps sinkender Zustimmung. Einige Umfragen sehen seine Unterstützung nur noch bei 32% bis 34%.
Eine Umfrage der Financial Times gemeinsam mit FocalData zeigt, dass die meisten US-Amerikaner angeben, ihre finanzielle Lage habe sich unter Trump verschlechtert. Auch die Mehrheit der unabhängigen Wähler stimmte dem zu.
Eine separate Erhebung von Reuters und Ipsos ergab, dass die Demokraten bei wirtschaftlichen Themen aktuell knapp vor den Republikanern liegen. Laut dem Ergebnis favorisieren 37% die Demokraten und 36% die Republikaner, womit ein fast zehnjähriger Vorteil der Republikaner in dieser Frage endet.
Steigende Benzinpreise erhöhen zudem den Druck. Im August lag der landesweite Durchschnitt bei einem Rekordwert von 4.056 USD pro Gallone.
Damit wurde der bisherige Höchstwert von 3.940 USD aus 2022 übertroffen. Der Konflikt mit Iran sorgt weiterhin für Unsicherheit auf den Energiemärkten.
Trump verteidigt die Preiserhöhungen als notwendigen Preis in seinem Vorgehen gegen Iran, um deren Atomprogramm zu stoppen. Er erklärte, er würde sich nie entschuldigen, weil er das Richtige getan habe.
Zudem hat Trump versucht, das Angebot an venezolanischem Öl zu sichern. In dieser Woche traf er sich mit Branchenvertretern, um die Preise zu senken.
Der Wahltag ist in zwei Monaten. Jetzt stellt sich die Frage, ob die Republikaner den Abwärtstrend stoppen können oder ob die Polymarket-Wahrscheinlichkeiten weiter zugunsten eines demokratischen Sieges steigen.









