Die Federal Reserve ist jetzt der größte Investor

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IN KÜRZE
  • Warum investiert die Federal Reserve zunehmend in Vermögenswerte?

  • Wo fließt das neu gedruckte Geld hin?

  • Und was bedeutet dies für die Stabilität des US-Dollars?

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Die US-amerikanische Zentralbank besitzt jetzt insgesamt 22.913 verschiedene Wertpapiere. Den größten Teil machen davon nach wie vor Staatsanleihen und hypothekenbesicherten Wertpapiere aus. Ferner beschäftigt sich die Federal Reserve im Jahr 2020 vor allem damit mehr Geld zu drucken. Sowohl die anhaltenden Investitionen als auch das Drucken des Geldes bezieht die Federal Reserve auf die Corona-Krise und die Folgen des globalen Lockdown-Effekts.



Was steckt hinter der Investmentstrategie der Federal Reserve?

In der letzten Zeit hat die Federal Reserve so massiv in verschiedenste Vermögenswerte investiert, dass sie nun zum größten Investor der Welt geworden ist. Somit hat die US-amerikanische Zentralbank jetzt Großinvestoren wie beispielsweise Rockefeller weit hinter sich gelassen. Das geht zumindest aus einem Tweet vom 30. August von @zerohedge hervor:

Die Fed besitzt laut Bloomberg nun insgesamt 22.913 verschiedene Wertpapiere. Es ist der weltweit größte Investor

Gleichzeitig teilt der Twitter-Nutzer auch einen Auszug aus einer entsprechenden Investmentübersicht.



Ein Bild von Bloomberg via @zerohedge.

Insgesamt sollen sich die Unternehmensanleihen auf rund 5 Milliarden US-Dollar belaufen. Allerdings liegt der Fokus des FED vor allem auf den Staatsanleihen und hypothekenbesicherten Wertpapieren. In Anbetracht des Investments der letzten Wochen ist nun fraglich, inwiefern die FED Aktienpreise gepusht hat.

Des Weiteren ergibt sich daraus die Frage, ob das neue Hobby der Federal Reserve, Geld zu drucken, mit diesem Großinvestment in Verbindung steht. Schließlich ist nicht wirklich bekannt, wohin die zusätzlichen Geldmengen fließen.

Was steckt hinter dem Vorgehen der FED?

Der Krypto-Investor Preston Pysh fasst den Sinn hinter dem Vorgehen der Federal Reserve wie folgt zusammen:

Dies ist ein so wichtiges Diagramm. Zentralbanken versuchen auf Teufel komm raus, eine „Inflation“ zu schaffen, und die gesamte Liquidität verschachtelt sich nur noch weiter in den Vermögenspreisen (jetzt nichtlinear). Es ist so offensichtlich, aber viele versuchen, es komplizierter zu machen, als es sein muss.

Zwar kursiert nun Dank des vermehrten Gelddrucks mehr Geld in der Wirtschaft, doch fließt dies zunächst lediglich in Vermögenswerte. Dieses Vorgehen ist jetzt seit Jahrzehnten zu beobachten. Fraglich ist, wie lange diese Strategie das Finanz- und Wirtschaftssystem noch halten kann.

Fraglich ist auch, ob das Vorgehen der Federal Reserve weltweit Nachahmer hat. Entsprechend fragil zeigt sich das globale Finanzsystem bereits. Auch steigt die Anzahl derer, die auf die alternativen digitalen Währungen setzen. Davon profitieren dann Bitcoin und Co. Denn hier ist das Angebot begrenzt und niemand hat die Möglichkeit noch mehr Bitcoins zu drucken und in Vermögenswerte zu investieren.

Langfristig gesehen, könnte das Vorgehen der FED also die Kryptowährungen als Wertspeichermittel stärken.

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Alex hat ihren Bachelor in Orient- und Asienwissenschaften an der Friedrich-Wilhelms Universität Bonn absolviert, danach Deutsch als Fremdsprache am Goethe Institut studiert und ihren Master in Arabistik an der Freien Universität Berlin absolviert. Seit 2017 ist sie als Krypto-Journalistin tätig.

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