Gold, Silber und Platin sind am Montag im Kurs gefallen, da die steigenden Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und Iran die Märkte für Edelmetalle belasten.
Die US-Marine hat auf ein iranisches Frachtschiff im Golf von Oman geschossen und dieses beschlagnahmt. Das hat vor Ablauf der Waffenruhe zwischen den USA und Iran in dieser Woche erneut Sorgen ausgelöst.
Gold, Silber und Platin verzeichnen Verluste: Geopolitische Spannungen nehmen zu
Edelmetalle geben den Anstieg der Vorwoche wieder ab. Silber war am Freitag um mehr als 6 % gestiegen und lag über 83 USD, da auf eine Entspannung gehofft wurde. Zudem hatte Iran die Straße von Hormus zeitweise wieder für Handelsschiffe geöffnet.
Nachdem der Schiffsverkehr erneut ins Stocken geraten ist, hat sich diese Entwicklung umgekehrt. Heute ist der Silberkurs laut Daten von Trading Economics um 1,07 % auf 79,89 USD gefallen. Platin führte den Rückgang mit einem Minus von 2,22 % auf 2.094,20 USD an. Gold verlor 0,85 % und notiert nun bei 4.792,48 USD.
Kupfer gab um 0,80 % auf 6,0544 USD nach und liegt damit unter dem höchsten Schlusskurs seit Anfang Februar. Auch Zink und Blei verloren an Wert.
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Industriemetalle und Batteriemetalle haben sich dagegen besser gehalten als Edelmetalle. Lithium legte um 1,77 % zu, Eisen und Stahl konnten ebenfalls leicht steigen.
Der Kurs für Brent gewann bis zu 7,9 %, WTI stieg um über 7 % und näherte sich 90 USD. Das erneuerte Sorgen vor Inflation, was die Erwartungen an Zinssenkungen der US-Notenbank senkt und zugleich auf nicht verzinste Metalle drückt.
Auch der Kryptomarkt gehörte zum allgemeinen Rückgang. Laut BeInCrypto Markets Daten sank die gesamte Marktkapitalisierung in den letzten 24 Stunden um 1,15 %. Der Bitcoin-Kurs fiel heute in den frühen asiatischen Handelsstunden unter 74.000 USD, lag zum Redaktionsschluss aber wieder bei 74.190 USD.
Alle Blicke richten sich jetzt auf die Waffenruhe am Mittwoch und eine mögliche neue Verhandlungsrunde. US-Präsident Trump sagte, US-Verhandler würden am Montag nach Islamabad fliegen.
Laut dem iranischen Staatssender IRIB hat Teheran keine Pläne, an der nächsten Runde teilzunehmen. Das wurde unter Berufung auf nicht genannte iranische Quellen berichtet.
„Es gibt aktuell keine Pläne, an der nächsten Runde der Iran-USA-Gespräche teilzunehmen.”
Allerdings berichtete Al Jazeera, dass iranische Vertreter „sehr wahrscheinlich“ anwesend sein werden, da die Vorbereitungen in Islamabad bereits laufen. Ob es weitere Verluste bei Edelmetallen gibt, hängt unter anderem davon ab, ob beide Seiten wieder an den Verhandlungstisch zurückkehren und wie die Ergebnisse ausfallen.
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