Ehemalige Bakkt-CEO des Aktien-Dumpings beschuldigt

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Die US-Senatorin Kelly Loeffler (R-GA), ehemals CEO von Bakkt, ist der zweite US-Politiker, der nach einem privaten Treffen aller Senatoren am 24. Januar angeblich alle ihre Aktien abgestoßen hat. Viele behaupten, dies sei ein klares Beispiel für Insiderhandel.



Es scheint, dass die Trump-Administration wusste, dass das Coronavirus die globalen Märkte und das tägliche Leben auf den Kopf stellen würde, lange bevor dies publik gemacht wurde. Dies scheint das Ergebnis einer geheimen Sitzung aller Senatoren am 24. Januar zu sein.



Vorwürfe wegen Insiderhandel gegen ehemalige Bakkt-CEO

Das Briefing der Senatoren am 24. Januar hat Fragen zum Insiderhandel aufgeworfen. Jetzt gibt es gleich zwei Senatoren, die bestätigt haben, dass sie ihre Bestände vor dem massiven Einbruch der Aktienmärkte in den letzten Wochen abgestoßen haben. Eine der Beschuldigten ist die ehemalige CEO von Bakkt und derzeitige Senatorin von Georgia, Kelly Loeffler.

Wie die Senatorin am Tag der umstrittenen, geheimen Unterrichtung twitterte, schätze sie den Bericht der obersten Gesundheitsbehörden über den Ausbruch des Coronavirus. Loeffler verkaufte 27 ihrer 29 Aktienbestände. Da dies kurz vor dem Absturz der Aktienmärkte geschah, wirft ihr der Daily Beast Insiderhandel vor.

Senator Richard Burr (R-NC) wird beschuldigt, dasselbe getan zu haben: Nach dem geheimen Briefing über die wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus hat er Aktienbestände im Wert von $1,6 Mio. verkauft. [Mother Jones] Weiterhin fällt auf, dass die Senatoren Burr und Loeffler während des Treffens nebeneinander saßen. Eine Zeichnung des Treffens ziert derzeit Burrs Profilbild auf Twitter.

Bei der derzeitigen öffentlichen Empörung geht es nicht darum, ob die Aktienverkäufe der beiden Senatoren rechtmäßig waren oder nicht. Vielmehr geht es vor allem darum, dass die Öffentlichkeit irregeführt wurde. Dies geschah zu einer Zeit, als der US-Präsiden Donald Trump noch verkündete, es gebe keinen Grund zur Besorgnis. Dennoch scheint es, dass die hochrangigen US-Politiker hinter verschlossenen Türen bereits wussten, dass es zu einer globalen finanzielle Panik kommen würde.

Loeffler bemüht sich um Schadensbegrenzung

Loeffler dementiert die Anschuldigungen des Insiderhandels und gibt an, dass sie für ihr eigenes Vermögen verantwortlich sei. Sie gab dies kürzlich in einem Tweet zum Ausdruck und nannte die Vorwürfe einen “lächerlichen und unbegründeten Angriff.”

Viele haben jedoch bereits darauf hingewiesen, dass kein vernünftiger Portfolio-Manger seinen Kunden raten würde, fast alle ihre Vermögenswerte ohne besondere Kenntnisse zu veräußern. Auch hätte dies nicht ohne vorherige Genehmigung geschehen können. Die Ausreden der Senatorin scheinen somit lediglich von den Vorwürfen abzulenken.

Weiterhin versicherte sie ihren Followern am 11. März noch, dass die Wirtschaft stark sei, kurz nachdem sie alle ihre Bestände verkaufte.

Die Vorwürfe gegen die ehemalige Bakkt-CEO sind belastend. Wenn man auf die früheren falschen Versprechen der Handelsplattform blickt, ist dies wenig überraschend. Bakkt hat sich nach einem übertriebenen Hype zu einem großen Nichts im Bereich der Kryptowährungen entwickelt. Die Vorwürfe des Insiderhandels gegen die Senatorin sind also eine weitere von vielen Enttäuschungen, die uns im Umfeld von Kryptowährungen nur allzu bekannt vorkommen.

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Nachdem er sein Studium der internationalen Betriebswirtschaft an der Frankfurt School of Finance and Management abgeschlossen hatte, arbeitete Christian zunächst in der Immobilienentwicklung. Nachdem er Bitcoin und die Kryptowirtschaft für sich entdeckte, änderte er sein Fachgebiet, um digitale Zusammenhänge zu analysieren.

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