Ethereum Classic (ETC) setzt Höhenflug fort – Hashrate bei Allzeithoch

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Ethereum Classic entstand nach dem DAO Hack aus einem Hard Fork von Ethereum. Derzeit befindet sich die Kryptowährung ETC wieder im Aufwind. Ihre Hashrate verzeichnete einen neuen Rekord.



Durch den DAO Hack wurden rund 3,6 Millionen ETH aus einem Smart Contract auf der Ethereum Blockchain entwendet. Dies entsprach zum damaligen Handelspreis von ETH einem Schaden von rund 50 Millionen US-Dollar. Um diesen Schaden zu beheben, führte die Smart Contract Plattform einen Hard Fork durch, welcher allerdings nicht von allen Minern genehmigt wurde.

Die Abweichler beriefen sich dabei auf das Prinzip der Unveränderlichkeit von Blockchains, welches durch den Hard Fork verletzt wurde. In der Folge wurde die Blockchain gespalten. Nachdem der Großteil der Miner den DAO Hack durch ihren Hard Fork nachträglich ungeschehen machten, führten die Abweichler die Blockchain unter dem Namen Ethereum Classic (ETC) unverändert weiter.



ETC-Preis steigt sprunghaft an – Hashrate mit neuem Rekord

In den letzten Tagen setzte ETC seinen Höhenflug weiter fort. Am Mittwoch kletterte der Handelspreis auf ein Maximum von $12,69. Dies war ihr höchster Stand seit dem September 2018. Nachdem heute eine Kurskorrektur stattfand, steht die Kryptowährung derzeit bei einem Kurs von $11,13.

Gleichzeitig stieg die Hashrate der Proof of Work Blockchain auf ein neues Allzeithoch. Sie lag am Mittwoch bei 21,2 THash/s. Auch am Donnerstag lag sie nur geringfügig tiefer.

Entwicklung der Hashrate von Ethereum Classic seit der Abspaltung von Ethereum.

Ansteigende Preise bergen Sicherheitsrisiken

Durch Spekulationen um die mögliche Identität Craig S. Wrights als Bitcoin-Erfinder Satoshi Nakamoto, erlebten insbesondere Hard Forks im Januar einen Aufwind. Unter den Gewinnern war neben Ethereum Classic, Bitcoin Gold und Bitcoin Diamond auch Wrights eigene Währung, Bitcoin SV.

Dies kann zu Sicherheitsproblemen führen, wenn der gestiegene Preis einer PoW-Kryptowährung nicht durch einen gleichzeitigen Anstieg der Hashrate gedeckt wird. Zwar stieg auch die Hashrate von Bitcoin Gold nach dem Kurssprung leicht an. Dies reichte jedoch nicht aus, um einen 51%-Angriff abzuwehren. Bei dem Angriff wurden rund $72.000 doppelt ausgegeben.

Wie Bitcoin Gold (BTG) war auch Ethereum Classic in der Vergangenheit bereits von 51%-Attacken betroffen. Mit dem neuen Rekord in ihrer Hashrate stehen die Chancen jedoch gut, dass die Blockchain vor einem erneuten Angriff sicher ist.

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Tobias verfügt über einen Bachelorabschluss in angewandter Informatik, sowie einen Masterabschluss in Kognitionswissenschaft mit Fokus auf kognitiver Psychologie und künstlicher Intelligenz. Während seiner Zeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Gent nahm er an einem Forschungsprojekt in Verbindung mit einem großen französischen Telekommunikationsanbieter teil. Hierbei erforschte er die Anwendung von Spieltheorie auf den gemeinschaftlichen Ausbau von WLAN-Netzen. Nachdem er die Universität verließ, wandte er sich dem Blockchain-Sektor zu, wo er als freier Forschungsmitarbeiter für Startup-Unternehmen arbeitet.

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