Die EU äußert Bedenken gegenüber den Auswirkungen der US-Krypto-Politik auf die globalen Finanzmärkte. Insbesondere warnt sie vor einer potenziell steigenden Volatilität – ein Grund zur Sorge?
Europäische Regulierungsbehörden haben die wachsende Nähe zwischen traditionellen Finanzsystemen und Kryptowährungen kritisch betrachtet. Sie befürchten, dass dies zu einer verstärkten Anfälligkeit für Marktstörungen führen könnte.
EU warnt vor Risiken durch Krypto-Adaption den USA
Die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) warnte in einem kürzlichen Schreiben, dass die zunehmende Verflechtung von Kryptowährungen und traditionellen Finanzmärkten zu erheblichen Risiken führen könnte. So erklärte die Behörde:
„Die Krypto-freundliche Haltung hat das Potenzial, die Akzeptanz von Kryptowährungen, auch seitens institutioneller Investoren, zu beschleunigen.“
Dies wiederum drohe die Interdependenzen zwischen den Märkten verstärken. Seit der Amtsübernahme von US-Präsident Trump hat die US-Regierung mehrere Maßnahmen ergriffen, die Kryptowährungen begünstigen.
Ein zentrales Element ist die Schaffung einer „Bitcoin Strategic Reserve“, das Bitcoin aus strafrechtlichen Beschlagnahmungen sichert. Dieser Schritt wurde als langfristige Wertaufbewahrung für digitale Assets verstanden, jedoch wurde schnell klar, dass keine neuen Käufe geplant sind, was zu einer Kurskorrektur führte.
Zusätzlich wurde ein Dekret unterzeichnet, das die Regulierung von Kryptowährungen in den USA vereinfachen soll. Ziel war es, Softwareentwickler, Krypto-Miner und andere Akteure zu schützen. Die USA setzten zudem ihre Pläne für eine digitale Zentralbankwährung (CBDC) aus, was den Markt stabilisieren könnte.
Die Europäische Zentralbank (EZB) äußerte ebenfalls Sorgen bezüglich der US-Krypto-Politik. Vor allem die Verbreitung von US-Stablecoins und Zahlungsplattformen wie PayPal könnte die europäische Wirtschaft unter Druck setzen. Die EZB sieht in einem digitalen Euro eine Möglichkeit, die europäische finanzielle Unabhängigkeit zu bewahren und die Abhängigkeit von US-Dollar-gebundenen Systemen zu reduzieren.
Fazit
Die zunehmende Krypto-Integration in die Finanzpolitik der USA stellt aus Sicht der EU ein großes Risiko dar. Besonders die steigende Volatilität und die wachsenden Verbindungen zwischen den Märkten könnten schwerwiegende Folgen haben.
Daher arbeite die EU an Lösungen, um ihre wirtschaftliche Souveränität zu sichern – so zumindest wird die Lage kommuniziert. Aber ist ein digitaler Euro wirklich die Lösung?
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