Die Drahtzieher hinter dem Ponzi-Programm OneCoin mussten sich mittlerweile teilweise vor Gericht behaupten. Währenddessen bastelt man in Hollywood an einem Film über das Krypto-Drama. In der Hauptrolle Kate Winslet.

Der Film über OneCoin wird den Namen „Fake!“ tragen und basiert auf einem bisher unveröffentlichten Buch von Jen McAdam und Douglas Thompson. Bei McAdam handelt es sich um ein Opfer des OneCoin Betrugs, sie wird auch Produzentin des Filmes sein. Scott Z. Burns wird „Fake!“ schreiben und inszenieren. Burns hat bereits die mehrfach ausgezeichneten Filme „The Report“ und „Contagion“ geschrieben.

Ein filmreifer Betrug

Der OneCoin-Betrug liefert ausreichend Material für einen Hollywood-Streifen. Im Jahr 2014 gründete die Bulgarin Runa Ignatova OneCoin und machte das auf einem mehrstufigen Marketingschemas beruhende Programm weltweit bekannt. Die Kryptowährung OneCoin sollte der nächste Bitcoin werden.

Ironischerweise stand weder eine Blockchain noch ein reales Netzwerk hinter der angepriesenen digitalen Währung. Es grenzt also an einen Geniestreich, dass die Verantwortlichen dennoch weltweit eine große Anzahl an teilweise namenhaften Investoren an Land ziehen konnte.

Ein Bild von BeInCrypto.com.

Allerdings fiel das betrügerische Kartenhaus in sich zusammen, als im März 2019 die Staatsanwaltschaft von Manhattan Anklage gegen die Verantwortlichen von OneCoin erhoben und Konstantin Ignatova, der Bruder von Ruja Ignatova, am internationalen Flughafen von Los Angeles festnahmen.

Der US-Anwalt von Manhattan, Geoffrey S. Berman, erklärte damals:

Wie behauptet, haben diese Angeklagten ein milliardenschweres Unternehmen für Kryptowährung gegründet, das vollständig auf Lügen und Betrug beruht. Sie versprachen hohe Renditen und ein minimales Risiko, aber wie behauptet, war dieses Geschäft ein Pyramidensystem, das auf Rauch statt auf Zahlen basierte. Investoren wurden Opfer, während die Angeklagten reich wurden. Unser Büro hat in der Vergangenheit erfolgreich Finanzbetrüger angegriffen, verhaftet und verurteilt, und dieser Fall ist nicht anders.

„Fake!“

Bisher konnten die Behörden die flüchtige Ignatova nicht aufgreifen. Ignatova verschwand im Jahr 2017, nachdem ein geheimer US-Haftbefehl gegen sie eingereicht wurde.

Das dem Film zugrundeliegende Buch wird seine erste öffentliche Runde auf der Frankfurter Buchmesse drehen. Den Behörden zufolge nahmen die OneCoin-Betrüger mehr als 4 Milliarden US-Dollar ein. Möglicherweise wird der Film ein ähnlicher Kassenschlager. McAdam, die Opfer des Ponzi-Programms von OneCoin wurde, verlor zusammen mit ihren Freunden und ihrer Familie rund 300.000 US-Dollar an OneCoin. Mittlerweile hat McAdam eine Selbsthilfegruppe für die Betroffenen gegründet.

Möglich ist auch, dass dieser Film den „Wild West“-Ruf des Krypto-Bereichs wieder aufleben lassen wird. Zwar investieren immer mehr große, namenhafte Unternehmen wie MicroStrategy und Square in Bitcoin, doch gibt es immer noch große Vorbehalte gegen diesen Finanzbereich.