Gamer sind zu Unrecht misstrauisch gegenüber NFTs in Spielen

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IN KÜRZE
  • Viele Gamer stehen NFTs in Videospielen kritisch gegenüber.

  • Tatsächlich können NFTs allerdings einen großen Mehrwert bieten und die Branche verbessern.

  • Dynamische NFTs verändern sogar ihre Metadaten, je nach Aktivität des Spielers.

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Die Integration von NFTs in Videospielen steht noch ganz am Anfang. Sie hat allerdings großes Potenzial für positive Veränderungen, sagt Jonathan Schemoul, CEO von Aleph.im.

Ende 2021 verkündete Ubisoft als erstes großes Videospielunternehmen die Integration von spielbaren NFTs. Die sogenannten “Digits” wurden als Beta in der PC-Version von Tom Clancy’s Ghost Recon: Breakpoint veröffentlicht. Dort können Nutzer einzigartige Items wie Helme, Hosen und Waffen kaufen und sie dann In-Game benutzen. In Zusammenarbeit mit Aleph.im arbeitet Ubisoft auch an der Integration von NFTs in Konsolenspielen.

Gamer: Warum sind einige gegen NFTs?

Die Reaktion auf die Neuigkeiten kam rasch und fiel zum Teil eher negativ aus. Viele Gamer haben die Sorge, dass die Integration von NFTs zu utopischen Preisen für In-Game Items und einem Pay-to-Win Umfeld führt. Es gibt auch Bedenken, dass die Verwendung von NFTs eine vermehrte Dezentralisierung mit sich bringt, da große Unternehmen ein Monopol auf dem NFT-Markt wollen.

Diese Sorgen sind keineswegs unberechtigt. In der Vergangenheit wurden die Wünsche der Spieler oft nicht beachtet. Vor allem dann, wenn es um die Integration von Mikrotransaktionen oder anderen Pay-to-Play Funktionen ging. Daher haben viele Spieler das Gefühl, dass sie von der sich schnell ändernden Landschaft der Videospielindustrie abgehängt werden.

Ein Beispiel auf diese Reaktionen liefert das Videospiel-Studio Team17. Sie legten ihre Pläne der NFT-Integration in ihren Spielen auf Eis, nachdem sie negatives Feedback von Mitarbeitern und Spielern erhalten hatten. Und auch Ubisoft musste sich bereits mit dieser Art von Kritik auseinandersetzen.

Ein Bild von BeInCrypto.com

Die Vorteile von NFTs in Videospielen

Es ist jedoch wichtig zu bedenken, dass die Integration von NFTs in Videospiele noch ganz am Anfang steht und sie viel Potenzial für positive Veränderungen bietet. Beispielsweise könnte die Verwendung von NFTs den Spielern das Eigentum und die Übertragbarkeit ihrer In-Game-Assets ermöglichen. Das würde ihnen das Gefühl von mehr Kontrolle über die Spielerfahrung geben. Es könnte außerdem dazu führen, dass Spieler eine tiefere und längere Beziehung zu dem Spiel aufbauen.

Denk zum Beispiel einmal daran, dass der Handel mit virtuellen Gegenständen in Videospielen bereits eine riesige 50-Milliarden-Dollar-Industrie ist. Wenn ein größerer Teil dieses Wertes erfasst und umverteilt werden könnte, könnte dies einen großen Einfluss darauf haben, wie wir über Videospiele und ihren Wert denken. In-Game Items könnten mehr als nur digitaler Schmuck sein. Sie könnten zu echten Vermögenswerten mit einem realen Wert werden.

Gamer: NFTs könnten die Lösung sein

Es ist auch wichtig zu erwähnen, dass NFTs einige der dringendsten Probleme der Videospiel-Industrie lösen könnten. Dazu zählen das Fehlen eines Sekundärmarkts für Spielgegenstände und die Bedenken über Mikrotransaktionen. Wenn Entwickler zum Beispiel NFTs in ihre Spiele integrieren würden, könnten sie eine direkte Verbindung schaffen zwischen dem Wert der In-Game-Items und dem Spiel selbst. Das würde Gamern einen größeren Anreiz bieten, das Spiel zu spielen und die Entwickler zu unterstützen. Gleichzeitig ermöglicht es einen transparenteren und gerechteren Sekundärmarkt für Spielgegenstände.

Letztlich hat die Integration von NFTs in Videospielen das Potenzial, eine gerechtere und nachhaltigere Industrie für alle Beteiligten zu erschaffen. Spieler hätten mehr Kontrolle über ihre Spielerfahrung und könnten direkt für ihre Zeit und ihre Mühen entlohnt werden. Entwickler hätten ein neues Tool, um fesselndere und lohnendere Spiele zu entwickeln, während sie gleichzeitig mehr Gewinn erzielen, der in andere Projekte reinvestiert werden kann. Die Branche als Ganzes würde von gleichen Wettbewerbsbedingungen profitieren, bei denen der Wert der Spielgegenstände enger an das Spiel selbst gebunden ist.

Zusätzlich kann die Nutzung von NFTs dabei helfen, die Videospiel-Industrie zu dezentralisieren, indem sie kleineren Entwicklern die Chance gibt, sich zu beweisen. Das erzeugt mehr Konkurrenz und führt schließlich zu niedrigeren Preisen für die Spieler.

Die langfristige Zukunft von NFTs in Videospielen

In Ready Player One erzählt Ernest Cline die Geschichte einer Welt, in der die einzige Flucht aus einer trostlosen Realität die virtuelle Welt OASIS ist. In dieser Welt können die Menschen sein, wer auch immer sie wollen und tun, was sie tun wollen. Die OASIS ist ein Ort, an dem die Menschen ihr digitales Selbst besitzen. Die virtuelle Welt ist geprägt von den Interaktionen zwischen den Nutzern.

Das klingt vielleicht sehr nach Science-Fiction, aber so weit entfernt von der Wahrheit ist es gar nicht. Die Integration von NFTs in Videospielen hat das Potenzial, eine ähnliche Welt zu erschaffen. Dort haben Spieler die kompletten Eigentumsrechte über ihre In-Game-Assets und können die Welt nach ihrem Belieben formen.

Wir stehen noch immer am Anfang der NFT-Adoption. Es gibt aber bereits jetzt ein wachsendes Ökosystem aus Projekten und Plattformen, die diese neue Technologie erforschen. Decentraland zum Beispiel ist eine virtuelle Welt, die auf der Ethereum-Blockchain basiert. Nutzern können dort virtuelle Land-NFTs kaufen, verkaufen oder tauschen. Über 500 Millionen US-Dollar der “virtuellen Immobilien” wurden bereits durch solche Projekte verkauft.

Andere Projekte experimentieren auch mit verschiedenen Arten, NFTs in Videospiele zu integrieren. The Sandbox zum Beispiel ist eine Nutzer-generierte Content-Plattform, die es Creatorn ermöglicht, ihre 3D-Voxel-Kreationen zu monetarisieren, indem sie sie als NFTs tokenisieren.

Dynamische NFTs bieten sogar einen Mehrwert

Dynamische NFTs sind eine relativ neue und innovative Entwicklung, die den Nutzen von NFTs in Spielen erhöht. Mit der Möglichkeit, dass sich die Attribute (d.h. die Metadaten des NFTs) je nach den Aktivitäten des Spielers im Spiel ändern und weiterentwickeln, bieten dynamische NFTs ein Maß an Individualisierung und Weiterentwicklung, mit dem herkömmliche NFTs einfach nicht mithalten können. Aleph.im waren die ersten, die dynamische NFTs und Mainstream Spiele zusammengebracht haben. Auch andere Projekte wie Chainlink leisten bahnbrechende Arbeit in diesem Bereich mit ihrer Vision der dNFTs.

Mit der Technologie von Aleph.im entwickeln sich die Metadaten von NFTs von Spieler zu Spieler weiter. Sie können Informationen darüber sehen, wer das NFT zuvor besessen hat. Das erzeugt ein Gefühl der Gemeinschaft und Verbindung zwischen den Spielern, das ohne die NFTs nicht möglich wäre. Darüber hinaus ermöglicht Chainlink dynamische NFTs, die sich mit Orakeln verbinden, um Daten aus der realen Welt einzuholen.

Ein Bild von BeInCrypto.com

NFTs und Gamer: Zusammengefasst

Es ist klar, dass ein großes Interesse darin besteht NFTs zu nutzen, um neue Arten von Videospielen und virtuellen Welten aufzubauen. Wenn die Technologie ausgereift ist und weitere Projekte auf den Markt kommen, werden wir wahrscheinlich noch mehr innovative Anwendungen für NFTs in Spielen sehen.

Was hält die Zukunft für NFTs in Videospielen also bereit? Man kann es noch nicht ganz genau sagen, aber es gibt Grund dafür optimistisch zu sein. Die Vorteile von NFTs sind klar und es gibt bereits ein wachsendes Ökosystem mit Projekten, die erforschen in welcher Weise die NFTs genutzt werden können. Je mehr Menschen diese neue Technologie verstehen und nutzen, desto mehr erstaunliche Einsatzmöglichkeiten für NFTs in Spielen und darüber hinaus werden wir wahrscheinlich sehen.

Über den Autor

Jonathan “Moshe” Schemoul ist Gründer und CEO von Aleph.im, ein Blockchain-übergreifendes dezentrales Speicher- und Computernetzwerk. Zuvor war er Community Developer bei NULS Blockchain, sowie freiberuflicher Entwickler und Ingenieur für Softwarearchitektur, wo er Software für Banken und Hardware für Start-ups entwickelt hat. Jonathan und sein Team bei Aleph.im haben sich zum Ziel gesetzt, das Web durch dezentrales Cloud Computing und Web3-Infrastruktur zu revolutionieren.

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