Glosse: John McAfee gibt den GHOST auf

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IN KÜRZE
  • John McAfee hat den Rücktritt von seinem Privacy-Coin-Projekt GHOST bekanntgegeben.

  • GHOST war wenig innovativ und lebte hauptsächlich von McAfees Namen.

  • Bald soll es einen weiteren Token namens

  • promo

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John McAfee hat angekündigt, sich von der Privacy-Coin GHOST zurückzuziehen. Viele betrachteten das Projekt von Anfang an als Totgeburt.



Vor knapp zwei Monaten ging “GHOST by McAfee“ an den Start. Nun könnte es jedoch bald wieder still um McAfees Privacy Coin werden. Via Twitter gab der exzentrische Gründer seinen Rücktritt von dem Projekt bekannt.



Schuld sind immer die anderen

In seiner Mitteilung erklärt McAfee, sein Management wäre unfähig, das Projekt zum Erfolg zu führen. Dabei stellt sich unweigerlich die Frage, von welchem “Management“ hier überhaupt die Rede ist. Aus der Webseite des Projekts ist nicht ersichtlich, wer eigentlich hinter GHOST steht, außer John McAfee natürlich.

Auch technologisch ist GHOST nicht besonders eindrucksvoll. Es handelt sich dabei weitestgehend um einen Code-Fork der Privacy Coin PIVX. Wie BeInCrypto berichtete liegt McAfee mit den Gründern von PIVX im Clinch, da er wohl auch von dessen Whitepaper abgekupfert hat. Es ist sehr gut möglich, dass er den Code hinter GHOST im völligen Alleingang erstellt hat.

Wer also sind die “Manager“, denen John McAfee Inkompetenz unterstellt, zumal McAfee ja selbst für die Auswahl seiner Mitstreiter verantwortlich war? Könnte es sein dass er versucht hat, den Prostituierten und den bis an die Zähne bewaffneten Wachmännern seiner Exilfestung die “fundamentalen Prinzipien des Managements“ beizubringen und sie haben es einfach nicht verstanden? Diese Frage stellten sich auch viele Twitter-Nutzer.

 

GHOST: Totgeburt oder Exit-Scam?

Obwohl GHOST nicht per Token Sale, sondern durch einen Airdrop an die Besitzer von ESH-Tokens verteilt wurde, wirft ihm die Twitter-Gemeinde vor, an dem Fiasko um GHOST selbst profitiert zu haben. So oder so war das Ende der Privacy Coin wohl absehbar. Das Projekt war nicht innovativ und lebte nur von John McAfees Namen.

In dieser Hinsicht ist McAfee anderen kontroversen Gestalten der Krypto-Szene, wie beispielsweise Justin Sun oder Craig S. Wright nicht unähnlich. Er ist nur wesentlich beliebter. Als Ikone des Libertarismus kann er bei der Krypto-Gemeinde natürlich punkten. Wie auch schon 2016 kandidierte er erneut diesem Jahr erneut unter der libertären Partei für das Amt des US-Präsidenten, konnte jedoch in den Vorwahlen keine nennenswerte Unterstützung erlangen.

Sein Exzentrismus und sein ausschweifender Lebensstil schafften ihm zwar keine politischen Verbündeten, wohl jedoch die Unterstützung der Krypto-Community. Das Interesse an GHOST war dementsprechend hoch. Aber auch das nützt nur wenig, wenn sich sein Projekt nicht signifikant von anderen Privacy Coins abheben kann.

Entsprechend gering fiel der Erfolg von GHOST aus. Der Token erreichte zu Spitzenzeiten eine Marktkapitalisierung von gerade einmal etwas mehr als einer Million USD. In den letzten 24 Stunden ist der Kurs durch McAfees Ankündigung um mehr als 10 % nach unten gestürzt.

Allzeit-Kursverlauf von GHOST. Quelle: CoinMarketCap.

McAfee hat schon ein neues Projekt in Planung

Vor wenigen Tagen gab die Token-Swap-Plattform Switch ein Rebranding bekannt. Die Plattform gab die ESH-Tokens heraus, welche bei dem Airdrop von GHOST eine Rolle spielten. Dabei sollen die Tokens ESH, DESH und SDEX der Plattform zusammengelegt werden und einen neuen Token namens CLICK bilden. Sie ahnen es, per Airdrop.

Die neue Plattform soll passenderweise “Click by John McAfee” heißen. Kopf hoch, John. Diesmal klappt es bestimmt mit dem Management.

 

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Tobias verfügt über einen Bachelorabschluss in angewandter Informatik, sowie einen Masterabschluss in Kognitionswissenschaft mit Fokus auf kognitiver Psychologie und künstlicher Intelligenz. Während seiner Zeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Gent nahm er an einem Forschungsprojekt in Verbindung mit einem großen französischen Telekommunikationsanbieter teil. Hierbei erforschte er die Anwendung von Spieltheorie auf den gemeinschaftlichen Ausbau von WLAN-Netzen. Nachdem er die Universität verließ, wandte er sich dem Blockchain-Sektor zu, wo er als freier Forschungsmitarbeiter für Startup-Unternehmen arbeitet.

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