Etwa 161.000 ETH liegen ungenutzt im Grayscale Ethereum Staking Mini ETF im Wert von 1,6 Milliarden USD (Ticker: ETH). Ein neues Treuhandabkommen soll diesen Bestand auf null verringern.
Die Überarbeitung macht Staking zur Standardoption für fast alle Coins, die der Fonds hält. Zudem garantiert sie den Anteilseignern regelmäßige Barausschüttungen, und sie erfolgte kurz vor einer wichtigen Steuerfrist.
Staking als Standard, nicht mehr nur als Ziel
Grayscale hat das neue Treuhandabkommen am 6. August unterzeichnet, wie aus einer Meldung bei der SEC hervorgeht. Damit war es knapp: Die Frist des Internal Revenue Service (IRS) für solche Änderungen endete am 10. August, also vier Tage später.
Die Regeln der IRS, die im November vergangenen Jahres veröffentlicht wurden, erlauben es Krypto-Fonds, Staking zu betreiben, ohne dass auf Fondsebene Steuern fällig werden. Dafür gibt es eine wichtige Bedingung: Die Erträge müssen mindestens vierteljährlich an die Anteilseigner ausgeschüttet werden.
Die Überarbeitung von Grayscale erfüllt diese Anforderung und geht noch weiter. Belohnungen werden in Bargeld umgewandelt, geplant sind monatliche Auszahlungen. Zudem schreibt das Abkommen vor, dass der Trust unter bestimmten Bedingungen
„zu jeder Zeit das gesamte Ether des Trusts im Staking einsetzt, mit Ausnahme einiger explizit festgelegter Ausnahmen.”
Diese Ausnahmen betreffen unter anderem praktische Notwendigkeiten wie Gebühren, Rückgaben und Notfälle im Netzwerk.
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Grayscale Ethereum ETF setzt bereits den Großteil seines Ether im Staking ein
Grayscale ist hier bereits erfahren. Im Oktober 2025 war das Unternehmen der erste US-Anbieter, der das Staking in seinen Spot-Krypto-Fonds eingeführt hat.
Diese Investition war erfolgreich. Laut Angaben von Grayscale hat der Mini ETF seitdem 27,3 Millionen USD an Nettoerträgen erzielt. Nach Abzug der Gebühren beträgt die aktuelle Nettorendite durch Staking 2,61% pro Jahr.
Am 6. August hatte der Fonds 80,8% seiner 839.556 ETH im Staking eingesetzt. Etwa 161.000 ETH bleiben als Reserve für Rückgaben, Gebühren und den täglichen Betrieb ungenutzt.
Inzwischen konkurrieren andere Anbieter bei Kosten und Rendite. Morgan Stanley hat Ethereum- und Solana-Fonds mit nur 0,14% Gebühren aufgelegt und liegt damit knapp unter Grayscales 0,15%. Institutionen wie Intesa Sanpaolo haben in diesem Jahr vermehrt auf gestakete Ethereum-Produkte umgeschichtet.
Ethereum notiert bei etwa 1.915 USD, was einem Anstieg von 0,4% innerhalb von 24 Stunden entspricht. Daher bleibt die Staking-Rendite ein moderater, aber stetiger Zusatzgewinn zu den Kurschancen.
Ob die Ausschüttungen künftig steigen, hängt nun von dieser stillgelegten Reserve ab. Steigt der gestakete Anteil von 80,8% in Richtung vollständige Nutzung, sollten die verteilbaren Erträge entsprechend zunehmen. Die kommenden Berichte werden zeigen, wie schnell dies geschieht.









