Nike hat Alexandre Arnault in den Vorstand berufen. Die Marke verkaufte ihr NFT-Studio RTFKT im Dezember 2025, neun Monate vor dieser Entscheidung.
Alexandre Arnault ist stellvertretender CEO von Moët Hennessy, dem Wein- und Spirituosenbereich von LVMH Moët Hennessy Louis Vuitton. Sein Vater, Bernard Arnault, leitet diese Gruppe. Alexandre Arnault besitzt zudem einen CryptoPunk.
Was Alexandre Arnault zu Nike bringt
Nike bestätigte die Berufung am Mittwoch. Executive Chairman Mark Parker verwies auf Arnaults Erfahrungen mit bekannten Marken.
„Alexandre hat sich einen Ruf dafür erarbeitet, ikonische globale Marken in einem sich verändernden und komplexen Marktumfeld weiterzuentwickeln, zu innovieren und wachsen zu lassen.”
CEO Elliott Hill hob zudem seine Arbeit an digitaler Transformation und Markenaufbau hervor.
Arnault nannte den Vorstandssitz auf X eine Ehre und betonte die Erfolge von Nike im Sport und bei Innovationen.
Arnault leitete zuvor den Kofferhersteller RIMOWA und war vier Jahre als Executive Vice President bei Tiffany & Co. tätig. Davor verantwortete er digitale Innovationen und Technologie-Investitionen bei LVMH sowie Agache, der Holding der Familie Arnault. Zuvor arbeitete er auch bei McKinsey und KKR. Er ist ebenfalls Mitglied des LVMH-Vorstands.
Beim Juwelier setzte er besonders stark auf Web3. Im Jahr 2022 ließ Tiffany seinen CryptoPunk als Diamant-Anhänger anfertigen. Die Marke verkaufte anschließend 250 NFTiff-Pässe an CryptoPunk-Halter, jeweils für 30 ETH. Dieser Umsatz entsprach damals etwa 12,7 Millionen USD.
Der Swoosh hat sich bereits von Web3 abgewendet
Nike kaufte RTFKT, ein digitales Sneaker-Studio, dessen Name wie „artifact” ausgesprochen wird, im Jahr 2021. Das Unternehmen kündigte jedoch im Dezember 2024 das Ende seiner Web3-Aktivitäten an. RTFKT schloss einen Monat später.
Die Halter klagten im April 2025 und forderten fünf Millionen USD und bezeichneten die Schließung als rug pull. Acht Monate später verkaufte Nike das Studio an einen unbekannten Käufer. Sowohl der Preis als auch der Käufer blieben vertraulich.
Hill hat seit seiner Übernahme die nicht wesentlichen Kosten gesenkt. Seine Strategie setzt vor allem auf physische Produkte und Großhandelspartner statt auf spekulative digitale Sammlerstücke.
Gleichzeitig fällt der Markt für Sammlerstücke weiter. Die Bewertungen von NFTs liegen nahe an Rekordtiefs.
Arnault tritt zudem in einer schwierigen Phase für die Aktie bei. Nike-Aktien schlossen am Mittwoch mit 35,78 USD, ein Minus von 1,21%, und liegen damit nahe einem 12-Jahres-Tief. Der Marktwert des Unternehmens hat sich im vergangenen Jahr auf etwa 53 Milliarden USD etwa halbiert.
Hill verkaufte daher die Krypto-Einheit, um eine Rückkehr zum physischen Sport zu finanzieren. Arnault übernimmt nun einen Sitz im Nike-Vorstand und zählt zu den frühesten Krypto-Anwendern im Luxussegment.









