Bloomberg-ETF-Analyst Eric Balchunas sagt, dass Bitcoin-ETFs irgendwann drei Mal so viel Geld wie Gold-ETFs verwalten werden. Bei den heutigen Werten ist das eine sehr große Prognose.
Globale Gold-ETFs hielten Ende August etwa 615 Milliarden USD. Drei Mal so viel würden Bitcoin-ETF-Vermögen auf etwa 1,85 Bio. USD bringen, das entspricht dem 19-Fachen vom aktuellen Niveau.
Wenn der Bloomberg-Analyst recht hat, wie stark könnte der Bitcoin-Kurs steigen?
3 Gründe: Warum Bitcoin-ETFs Gold einholen können
Balchunas nennt dafür drei Gründe in seiner Prognose:
- Bitcoin hat eine jüngere Investorengruppe. Eine Pew-Umfrage aus 2026 zeigt, dass 26% der US-Amerikaner von 18 bis 29 Jahren und 28% von 30 bis 49 Jahren bereits Krypto genutzt haben, aber nur 10% der über 50-Jährigen. Balchunas erwartet, dass die jüngeren in Zukunft mehr Vermögen besitzen.
- Institutionelles Geld hat weiter Wachstumspotenzial. Im ersten Quartal machten Profi-Investoren etwa 21% der US-Bitcoin-ETF-Vermögen aus. Investment-Berater hielten umgerechnet 150.000 Bitcoin; die Banken-Positionen hatten sich binnen eines Jahres vervierfacht.
- Bitcoin-ETFs verfügen über starke Vertriebswege. US-Fonds haben seit dem Start rund 54,6 Milliarden USD Nettozuflüsse erhalten, da Anbieter wie BlackRock und Fidelity Bitcoin über klassische Anlagekanäle anbieten.
Was würde das für den Bitcoin-Kurs bedeuten?
Es gibt keine genaue Formel. Die ETF-Vermögen steigen sowohl durch neue Investitionen als auch durch Kursgewinne beim Bitcoin. Einfache Beispielrechnungen zeigen aber das Ausmaß. US-Fonds halten aktuell etwa 1,26 Millionen Bitcoin.
Würden die Bestände auf 2,52 Millionen Bitcoin verdoppelt und das ETF-Vermögen 1,85 Bio. USD erreichen, müsste Bitcoin bei etwa 732.000 USD liegen.
Falls ETF-Bestände auf 3,78 Millionen Bitcoin steigen, würde sich ein Kurs von etwa 488.000 USD ergeben.
Das ergibt einen beispielhaften Korridor von etwa 490.000 bis 730.000 USD, also das 6- bis 10-Fache des aktuellen Kurses.
Das ist kein Kursziel. Die Gold-ETF-Vermögen können weiter steigen, außerdem könnten Bitcoin-Fonds deutlich mehr Coins akkumulieren.
Wenn sich die Prognose von Balchunas bewahrheitet und Bitcoin in die Nähe des aktuellen Gold-ETF-Niveaus kommt, wäre ein deutlich größerer Bitcoin-Markt als heute nötig.









