Grünes Bitcoin-Mining: Equinor reduziert CO2-Emissionen

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IN KÜRZE
  • Bei der Gewinnung von Erdöl wird Erdgas als Nebenprodukt frei.

  • Anstatt das Erdgas abzufackeln will der Energiekonzern Equinor es in Energie umwandeln.

  • Das Startup Crusoe Energy Systems will die Energie direkt an Ort und Stelle für das Bitcoin-Mining nutzen.

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Der Energiekonzern Equinor führt Bitcoin-Mining in seine Operationen ein. Dadurch wird freigewordenes Erdgas direkt für die Energieerzeugung genutzt.



Der Konzern geht eine Partnerschaft mit dem Startup Crusoe Energy Systems ein. Crusoe spezialisiert sich auf Technologien, welche die Abfacklung von Erdgas vermeiden sollen (Digital Flare Mitigation).

Erdgas häufig ungenutzt

Bei der Gewinnung von Erdöl wird Erdgas als Nebenprodukt frei. Sehr häufig können die Förderunternehmen nichts mit dem Erdgas anfangen und fackeln es daher einfach ab. Dies ist zum Beispiel in dem US-amerikanischen Ölfeld Bakken der Fall, wo unter Anderem auch Equinor Erdöl abbaut. Aufgrund von fehlenden Pipelines kann Equinor das Erdgas nicht weiter transportieren.



Anstatt das Gas abzufackeln, wird Equinor es direkt für die Energiegewinnung nutzen. Der Konzern verkauft die Energie an Crusoe, um damit direkt Bitcoin zu schürfen. Jegliche Energie zum Betrieb der Mining-Anlagen, einschließlich den Kühlsystemen, stammt aus Generatoren, welche mittels Erdgas betrieben werden. Dadurch sollen insgesamt 20.000 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden.

Lionel Ribeiro, Projektmanager für Nachhaltigkeit bei Equinor, sagte dazu:

Das schürfen von Kryptowährung benötigt eine Menge Energie, wodurch eine wertvolle Ressource verschwendet wird, während durch das abfackeln von Erdgas Kohlenstoffemissionen frei werden. Indem wir diese gegensätzlichen Probleme miteinander verbinden, können wir beiden Bedürfnissen Rechnung tragen, ohne dabei zusätzliche Kosten aufwenden müssen.

Bitcoin-Mining als Lösung für fehlende Infrastruktur

Leider sind nachhaltige Formen der Energiegewinnung nur ein Teil der Gleichung auf dem Weg zur Reduktion von CO2-Emissionen. Ein viel größeres Problem ist es häufig, die Orte der Energiegewinnung an die bestehende Infrastruktur wie Stromnetze und Pipelines anzuschließen.

Im Gegensatz dazu ist die Übertragung von digitalen Daten durch Satelliten und bestehende Funkmasten auch an abgelegenen Orten kostengünstig möglich. Es ist daher durchaus eine attraktive Option, die gewonnene Energie direkt an Ort und Stelle für das Bitcoin-Mining zu nutzen.

Dadurch lassen sich die Aufwendungen für den Infrastrukturanschluss, sowie die laufenden Kosten für die Übertragung vermeiden. Neben dem Vermeiden von Flaring bieten sich daher auch Wasserkraft und Geothermik an, um Bitcoin-Miner zu betreiben.

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Tobias verfügt über einen Bachelorabschluss in angewandter Informatik, sowie einen Masterabschluss in Kognitionswissenschaft mit Fokus auf kognitiver Psychologie und künstlicher Intelligenz. Während seiner Zeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Gent nahm er an einem Forschungsprojekt in Verbindung mit einem großen französischen Telekommunikationsanbieter teil. Hierbei erforschte er die Anwendung von Spieltheorie auf den gemeinschaftlichen Ausbau von WLAN-Netzen. Nachdem er die Universität verließ, wandte er sich dem Blockchain-Sektor zu, wo er als freier Forschungsmitarbeiter für Startup-Unternehmen arbeitet.

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