Inflation: Jeff Bezos beschuldigt Joe Biden der “Irreführung”

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IN KÜRZE
  • Nachdem der US Präsident behauptete die Inflation mithilfe einer Steuererhöhung eindämmen zu könne, entfachte ein Twitterkrieg zwischen Bezos und Biden.

  • Bezos beschuldigte den Präsidenten der "Irreführung".

  • Während sich die Regierung des Präsidenten und der Wirtschaftsmagnat in den Haaren lagen, hatte Krypto-Twitter ein paar eigene Ansichten zu bieten.

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Der milliardenschwere Unternehmer Jeff Bezos beschuldigte Joe Biden der “Irreführung”, nachdem der U.S. Präsident argumentiert hatte, dass eine Erhöhung der Unternehmenssteuer die Inflation lindern könnte. Das Argument kam auf, als die Inflation in den USA mit 8,5 % den höchsten Stand seit 40 Jahren erreichte.

Die Behauptung, dass die Inflation durch höhere Steuern gesenkt werden kann, scheint gegen alle konventionellen Finanzweisheiten zu verstoßen. Bezos war nicht in der Stimmung, Bidens wirtschaftlichen Analphabetismus auf sich beruhen zu lassen.

Die beiden Männer sind in letzter Zeit wegen der Versuche der Amazon-Mitarbeiter, sich gewerkschaftlich zu organisieren, aneinander geraten. Biden ist ein ausgesprochener Befürworter der Arbeitnehmermobilisierung. Der öffentliche Streit gewann am Freitag wieder an Fahrt, nachdem Biden über seinen persönlichen Account getwittert hatte:

“Sie wollen die Inflation eindämmen? Sorgen wir dafür, dass die reichsten Unternehmen ihren gerechten Anteil zahlen.”

Amazon wurde nicht explizit erwähnt, aber es ist unwahrscheinlich, dass Bezos Hilfe benötigte, um den Wink zu verstehen.

Inflationsdruck lässt nach

Am Samstag ging es auf dem Twitteraccount des Präsidenten ähnlich weiter. Biden scheint von der Reduktion des Defizits zur Senkung des Inflationsdrucks überzeugt zu sein. Weniger überzeugt zeigte sich der Nutzer @ne0liberal – schließlich sei der Defizitabbau einfach eine natürliche Folge des Endes der Pandemie und der Pandemiehilfen.

An dieser Stelle mischte sich Bezos ein und wies darauf hin, dass das Defizit verringert worden wäre, wenn Senator Joe Manchin Bidens 3,5-Billionen-Dollar-Plan “Build Back Better” nicht blockiert hätte. Er fügte hinzu, dass die Inflationssorgen heute noch größer wären.

Bezos sagte: “Die Regierung versucht mit allen Mitteln, die ohnehin schon überhitzte, inflationäre Wirtschaft noch weiter anzukurbeln. Nur Manchin konnte sich vor sich selbst retten. Inflation ist eine regressive Steuer, die vor allem die Armen trifft. Irreführung hilft dabei dem Land nicht.”

Das Weiße Haus schlägt zurück

Am Sonntagabend erwiderte Andrew Bates, der White House Deputy Press Secretary, das Feuer. Bates argumentierte, dass die Kritik von Bezos eher von Eigeninteresse geleitet war als einer Verpflichtung zur steuerlichen Korrektheit.

“Es braucht nicht viel, um herauszufinden, warum einer der reichsten Menschen der Welt gegen eine Wirtschaftsagenda für die Mittelschicht ist. Sie senkt einige der größten Kosten für Familie, bekämpft die Inflation auf lange Sicht und trägt zum historischen Defizitabbau bei. Dieser erreicht der Präsident, indem er die reichsten Steuerzahler und Unternehmen dazu auffordert, ihren gerechten Anteil zu zahlen”, sagte Bates in einem Statement gegenüber Jeff Stein von der Washington Post. “Es ist auch nicht überraschend, dass der Tweet veröffentlicht wurde, nachdem sich der Präsident mit Gewerkschaftsorganisatoren, darunter auch Amazon-Mitarbeitern, getroffen hatte.”

Der Amazon-Gründer reagierte an diesem Montag wie folgt:

Sie wissen, dass die Inflation die Bedürftigen am schwersten trifft. Aber Gewerkschaften verursachen keine Inflation, genauso wenig wie reiche Menschen. Denken Sie daran, dass die Regierung ihr Bestes getan hat, um die Bundesausgaben um weitere 3,5 BILLIONEN US-Dollar zu erhöhen. Sie sind gescheitert, aber wäre sie erfolgreich gewesen, wäre die Inflation noch höher als sie heute ohnehin schon ist. Die Inflation ist heute auf einem 40 Jahreshoch.”

Stimmen aus dem Krypto-Space

Jeff Bezos war nicht der Einzige, der das neueste Statement von Joe Biden bezüglich der Inflation infrage stellte. MicroStrategy CEO Michael Saylor sagte: “Wenn Sie die Armen auf lange Sicht mithilfe einer technologischen Lösung vor der Inflation schützen wollen, geben Sie ihnen Produkte und Dienstleistungen, die auf Bitcoin basieren.”

Ähnlich äußerte sich auch der CEO von JAN3, Samson Mow, der meinte, dass ein Wechsel zum Bitcoin-Standard die Inflation senken würde. Bitcoin-Investor Anthony Pompliano ist der Meinung, dass die amerikanische Öffentlichkeit besser über Inflation, ihre Ursachen und geeignete Strategien zur Eindämmung aufgeklärt werden muss.

“Die untersten 45 % der Amerikaner besitzen kein investierbares Vermögen und wurden in eine schlechtere finanzielle Lage gedrängt. Es ist unumgänglich, diese Menschen über die Inflation und die Entwertung des Geldes aufzuklären.”

Sollte Anthony Pompliano jemals selbst diese wichtige pädagogische Aufgabe übernehmen wollen, könnte Jeff Bezos einen sehr präsidialen Schüler für ein paar grundlegende Lektionen vorschlagen.

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