Jeff Gallas von Fulmo über die Lightning Hacksprints

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IN KÜRZE
  • Jeff Gallas von Fulmo im Gespräch.

  • Insideransichten über den letzten Lightning HackSprint.

  • Und wer den Schnaps Bounty abgeräumt hat.

  • promo

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Am 13. Und 14. Juni fand der Lightning Network HackSprint statt. Dabei ging es um die Optimierung verschiedenster Bereiche des Lightning Netzwerks, damit der Bitcoin eines Tages mal zur alltagstauglichen Währung werden kann. Bei dem Lightning HackSprint kamen eine Menge Entwickler unterschiedlicher Software-Projekte zusammen.



Alles begann mit den Lightning Hackdays Anfang des Jahres 2018. Damals war das Netzwerk rund um den Bitcoin erstmals im Mainnet nutzbar. Der Veranstalter der Network HackSprints, Jeff Gallas, erklärt dazu in einem exklusiven BeInCrypto Interview:

„Das Ziel war und ist es, die Technologie besser zu verstehen und Leute zu ermutigen, sich damit auseinanderzusetzen. Im Oktober 2019 haben wir dann in Berlin die Lightning Conference organisiert, die bisher größte weltweite Veranstaltung zum Thema Lightning Network.“

An den Veranstaltungen nahmen hauptsächlich Bitcoin- und Lightning Network-Entwickler teil. Geplant waren auch einige Lightning Hackdays in Barcelona und München. Aber COVID-19 hat den engagierten Programmierern hier einen Strich durch die Bitcoin-Rechnung gemacht.



Was gab es auf dem diesmaligen, dritten HackSprint zu bestaunen?

Zu den drei größten Projekten gehörten laut Jeff:

  • Der Raspiblitz, ein Bitcoin und Lightning Network Fullnode, der auf einem Raspberry Pi basiert.
  • Mastering the Lightning Network, “das” Buch zum Lightning Network von Andreas Antonopoulos, Rene Pickhardt und Olaoluwa Osuntokun.
  • Und eine neue Lightning Network Implementierung in der Programmiersprache Rust.
Credit: Enid Valu

Außerdem weiß Jeff von einem hauseigenen Troll zu berichten, der den HackSprint aufgemischt hat:

„Im Nachhinein war es ganz amüsant, dass wir schon beim ersten Hacksprint unseren eigenen Haustroll hatten, der unsere Infrastruktur massiv getestet hat. Wir haben für die Hacksprints verschiedene Open Source-Tools für die Kollaboration aufgesetzt, u.a. ein Wiki, Mattermost für Gruppenkommunikation und Jitsi für Video-Konferenzen. Da gab es noch verschiedene Lücken, die unser Troll genutzt hat, um überall vermeintlich lustige Nachrichten zu lassen. Mittelfristig hat uns das geholfen, die Infrastruktur besser kennenzulernen und gegen Angriffe abzusichern.“

Der nächste HackSprint wieder im Cyberspace?

Der nächste Lightning HackSprint soll dann wieder Face to Face stattfinden.

The Lightning Conference 2019 in Berlin, Credit: Enid Valu

Jeff erklärt dazu:

„Insgeheim hoffen wir, dass wir das nächste Event wieder “in echt” machen können. Die Interaktion in Fleisch und Blut kann im virtuellen Raum nur schwer ersetzt werden. Und eigentlich haben wir auch mal mit Events angefangen, um die Leute vom Rechner weg und ins echte Leben zu holen.“

Und wie vertreibt sich der kluge Kopf hinter den Programmiertreffen sich die Zeit bis dahin?

„Zurzeit schaue ich mir den Raspberry Pi genauer an. Natürlich ist der für einen Full Node super geeignet, aber man kann damit auch ziemlich viele andere spannende Projekte umsetzen. Mein derzeitiges Lieblingsprojekt ist Joustmania, eine Hightech-Version vom klassischen Fangen.“

Wie sieht die Zukunft des Lightning Networks aus?

Jeff erklärt, dass es nach den anstrengenden Lockdown-Monaten, drei Lightning Hacksprints und bald 12 Folgen Potzblitz! – The weekly Lightning talk erstmal einmal eine Sommerpause gibt. Aber schon im Herbst soll es weitergehen:

„Mal schauen wie. Zwei bis drei Monaten sind im Bitcoin-Universum eine kleine Ewigkeit.“

Auf die Frage, welche Zukunft er sich für das Lightning Network wünscht, antwortet Jeff:

„Ich fände es super, wenn ich eines Tages sämtliche Alltagsgeschäfte mit Bitcoin zahlen kann, ob das nun der Einkauf im Supermarkt um die Ecke, die Online-Bestellung oder die Elektro-Ladesäule ist. Das Lightning Network schafft dabei eine wichtige Infrastruktur, aber es gibt mehr als nur technische Hürden auf dem Weg zur viel zitierten Mass Adoption.“

Klar ist, dass der Bitcoin und andere Kryptowährungen in Afrika am Durchstarten sind. Das diesmalige Programmierwochenende hat mit der Spacebox einen Sonnenenergie-betriebenen Node vorgestellt. Spacebox baut auf Raspiblitz auf und soll mal einen vollkommen autonomen Bitcoin- und Lightning Network-Node verwirklichen. Jeff führt weiter aus:

„Der Node kann komplett mit Sonnenenergie betrieben werden und kann sich die Blöcke per Satellit herunterladen. Das Projekt wird insbesondere von Chimezie Chuta von Blockchain Nigeria vorangetrieben.“

Du möchtest beim nächsten HackSprint dabei sein?

Kein Problem. Willkommen sind nicht nur Programmierer, sondern alle am Bitcoin Lightning Netzwerk Interessierte. Die Veranstalter freuen sich besonders über neugierige Einsteiger und Anfänger, die die Veranstaltung diversifizieren. Jeff erklärt den Neueinsteigern:

„Bestimmtes Grundwissen ist nicht notwendig, wenn man an einem Lightning Hacksprint oder Lightning Hackday teilnehmen will. Es bringt ja jeder andere Fähigkeiten und Interessen mit, und das ergänzt sich meistens ganz gut. Man sollte natürlich offen und neugierig sein, und auch einen bestimmten Gestaltungswillen haben.“

Besonders interessant fand Jeff beim jüngsten Hacksprint das Basteln an der Hardware. Für all diejenigen, die es nicht so mit dem Werkeln haben, gibt es fertig montierte Raspiblitz im Fulmo-Shop.

Hacktable beim Lightning Hackday in München 2019, Credit: Enid Valu

Und übrigens gab es beim letzten digitalen Zusammentreffen auch einige interessante Bounties zu holen. Wie beispielsweise den Schnaps Bounty:

„Mit dem Schnaps Bounty war Christian Rotzoll, der den Lightning Hacksprint wesentlich mitorganisiert und durchgeführt hat, sehr großzügig. Wer hat den Schnaps Bounty eigentlich nicht bekommen?

Danke, Jeff Gallas!

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Alex hat ihren Bachelor in Orient- und Asienwissenschaften an der Friedrich-Wilhelms Universität Bonn absolviert, danach Deutsch als Fremdsprache am Goethe Institut studiert und ihren Master in Arabistik an der Freien Universität Berlin absolviert. Seit 2017 ist sie als Krypto-Journalistin tätig.

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