Kommentar: US-Banken brauchen keine Reserven mehr – Ein weiterer Grund, warum wir Bitcoin brauchen

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Die US-Notenbank Federal Reserve hat angekündigt, dass Geschäftsbanken keine Reserven mehr halten müssen, um weitere Kredite zu gewähren. Die Vorteile einer deflationären Währung wie Bitcoin waren nie klarer.



Die Nachfrage nach dem US-Dollar befindet sich auf einem Rekordniveau. Da fast alle anderen Weltwährungen an Wert verlieren, such die Investoren nach sicheren Positionen, was die weltweiten Märkte in eine Abwärtsspirale führt. Es sind jedoch nicht genügend US-Dollar im Umlauf, um die Nachfrage zu bedienen, was die Fed auf völlig neue Ideen bringt.



Banken brauchen 0% Reserven

Aufgrund der Coronavirus-Pandemie ergreifen sowohl Regierungen, als auch Zentralbanken drastische Maßnahmen. Die Federal Reserve plant dabei einen Paradigmenwechsel im Bankwesen: Ab dem 26. März liegt die Mindestreserve, die Banken an Eigenkapital halten müssen, bei 0%.

In einem Teilreservesystem, wie es bei allen gängigen Banken der Welt der Fall ist, investiert die Bank einen Großteil des eingezahlten Geldes – zum Beispiel durch die Gewährung von Krediten – und gibt einen Teil der dadurch eingenommenen Zinsen an die Anleger weiter. Allerdings ist die Bank dazu verpflichtet einen Teil der eingezahlten Summe in Bargeld vorzuhalten, um Abhebungen bedienen zu können.

Mit der Entscheidung der Federal Reserve fällt diese Mindestreserve weg. Dies bedeutet im Wesentlichen, dass Banken keinerlei Bargeld in Reserve halten muss, unabhängig davon, wie viel Geld ihre Kunden eingezahlt haben.

Ob dies zum neuen Normalzustand werden könnte, ist bislang unklar. Viele Länder haben derzeit nur geringe Mindestreserven, aber einzig die Federal Reserve möchte die Mindestreserve komplett abschaffen. Es ist derzeit unmöglich vorherzusagen, wie lange die 0%-Regelung in Kraft bleiben wird.

Gute Gründe für Bitcoin

Da die Nachfrage nach dem US-Dollar steigt, können wir mit Sicherheit erwarten, dass die Federal Reserve mehr Geld in Umlauf bringen wird. Wir müssen daher mit einer ausgeprägten Inflation rechnen.

Bitcoin funktioniert auf exakt dem gegenteiligen Prinzip. Es handelt sich um eine deflationäre Währung mit einem durch Programmcode festgelegten Angebot. Insgesamt ist die Kryptowirtschaft Teil einer Bewegung, die darauf abzielt, unsere finanzielle Souveränität zurückzuerobern.

Im Zuge der Coronavirus-Krise haben wir schon einige Bank Runs gesehen, die Banken an den Rande ihrer Reserven brachten. Wenn man nun zu allem Überfluss auch noch die Mindestreserve abschafft, könnte uns die gesamte Situation schnell entgleiten. Zwar können die Banken dadurch mehr Kredite gewähren, allerdings geraten sie schneller unter Druck, wenn viele ihrer Kunden Geld abheben möchten.

In diesen Zeiten sind die Argumente für Bitcoin so stark wie nie. Falls wir tatsächlich in eine inflationäre Spirale abrutschen, werden sich immer mehr Menschen nach Alternativen umsehen. Besonders Bitcoin wird dadurch attraktiv.

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Tobias verfügt über einen Bachelorabschluss in angewandter Informatik, sowie einen Masterabschluss in Kognitionswissenschaft mit Fokus auf kognitiver Psychologie und künstlicher Intelligenz. Während seiner Zeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Gent nahm er an einem Forschungsprojekt in Verbindung mit einem großen französischen Telekommunikationsanbieter teil. Hierbei erforschte er die Anwendung von Spieltheorie auf den gemeinschaftlichen Ausbau von WLAN-Netzen. Nachdem er die Universität verließ, wandte er sich dem Blockchain-Sektor zu, wo er als freier Forschungsmitarbeiter für Startup-Unternehmen arbeitet.

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