Der KOSPI fiel am 2. Juli unter 8.000. Durch diesen Rückgang aktivierte die Korea Exchange (KRX) bereits wenige Minuten nach Handelsstart einen Sell-Side-Sidecar.
Die Korea Exchange unterbrach das Program Trading mit KOSPI-gelisteten Aktien für fünf Minuten. Besonders der starke Verkauf von Halbleiter-Aktien war dafür verantwortlich. Der Leitindex eröffnete 4,46% niedriger und fiel danach weiter.
Ein weiterer Handelsstopp in einem Rekordjahr
Bis 9:51 Uhr Ortszeit verlor der Index 534,25 Punkte beziehungsweise 6,43% und lag bei 7.769,16. Ein Sell-Side-Sidecar wird automatisch ausgelöst, wenn die KOSPI 200 Futures für mindestens eine Minute um 5% oder mehr fallen.
Die Pause am Donnerstag war kein Einzelfall. Im Jahr 2026 wurden an der Börse mehrfach Sidecars und Circuit Breaker aktiviert. Bereits jetzt ist die Volatilität höher als während der Finanzkrise 2008, als der KOSPI mit 26 Sidecar-Auslösungen einen Rekord für ein Jahr aufstellte.
Ende Juni gab es an der KRX bereits fast 30 Sidecar-Aktivierungen und fünf Circuit Breaker nur in diesem Jahr. Beide Werte haben den Wert von 2008 bereits übertroffen.
Chip-Hersteller tragen die Hauptlast
Samsung Electronics und SK Hynix machen zusammen ungefähr die Hälfte der Marktkapitalisierung des KOSPI aus. Die beiden Halbleiter-Unternehmen lösten diese Schwankungen immer wieder aus. Am Donnerstag verloren ihre Aktien erneut, nachdem ein globaler Ausverkauf von Chip-Aktien in der Nacht an der Wall Street begonnen hatte.
Der Nasdaq Composite fiel am Mittwoch um 0,66%. Der VanEck Semiconductor ETF verlor 5,4%. Micron Technology und Sandisk verloren jeweils mehr als 10%. Nach mehreren Wochen mit starken Kursrückgängen bei Halbleiterwerten erlebte der KOSPI nun erneut Verluste. Noch Anfang des Jahres hatten diese Aktien den Index auf ein Rekordhoch geführt.
Halbleiter-Aktien machen weiterhin den Großteil des Index aus. Für Trader bleibt jetzt die Frage, ob der Kursrutsch am Donnerstag noch weiter geht oder ob sich der Markt wie zuvor schnell wieder erholt.









