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Krypto: Bybit flüchtet vor Regulierung aus Kanada! Was steckt dahinter?

2 min
Aktualisiert von BeInCrypto Team
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IN KÜRZE

  • Bybit wird Ende Juli seine Geschäftstätigkeit in Kanada einstellen.
  • Einer Ankündigung zufolge wird die Krypto-Börse keine neuen kanadischen Kund:innen mehr annehmen und Händler:innen müssen Margin-Positionen schließen.
  • Die neuen Vorschriften in Kanada verbieten Krypto-Börsen das Listing von Stablecoins und stellen hohe Compliance-Anforderungen.
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Bybit stellt seine Geschäftstätigkeit in Kanada ein, nachdem die kanadischen Wertpapieraufsichtsbehörden kürzlich eine verstärkte Due-Diligence-Prüfung* für Krypto-Unternehmen angeordnet haben.

* Due Diligence beschreibt den Prozess der sorgfältigen Untersuchung und Bewertung eines Unternehmens. Dies beinhaltet die Überprüfung von finanziellen, rechtlichen, operativen und anderen relevanten Informationen, um potenzielle Risiken, Chancen und Wert zu identifizieren.

Das Unternehmen verkündete gestern, ab Mittwoch keine neuen Einwohner:innen oder Staatsangehörigen Kanadas mehr an Bord nehmen, während Händler:innen ihre Margin-Positionen bis zum 30. September schließen müssen, um eine automatische Liquidation zu vermeiden.

Bis zum 31. Juli wird Bybit außerdem Fiat-Einzahlungen und -Abhebungen einstellen.

Neue kanadische Gesetze schließen Bybit und Binance aus

Die Schließung folgt neuen Vorschriften der Canada Securities Administrators (CSA), die den Börsen erhebliche Compliance-Anforderungen auferlegen.

Unter anderem erlauben die neuen Vorschriften es Krypto-Börsen nicht, Stablecoins aufzulisten. Denn die Regulierungsbehörde betrachtet diese Vermögenswerte als Wertpapiere. Allerdings bieten Stablecoin-Handelspaare Krypto-Investor:innen einen wichtigen Einstieg.

Falls Krypto-Börsen den strengen Anforderungen nicht innerhalb von 30 Tagen nachkommen können, empfahl die CSA die Ausgrenzung kanadischen Nutzer:innen.

Als Reaktion auf die strengen Vorschriften kündigte Binance kürzlich den Rücktritt aus Kanada an. Nun nimmt sich Bybit ein Beispiel an der größten Krypto-Börse nach Handelsvolumen.

Kryptobörsen verlassen Kanada Binance
Binance verlässt Kanada; Quelle: Twitter

Passend dazu: Steht Binance kurz vor Massenentlassungen im Juni? CZ spricht Klartext!

Wie reagieren andere Krypto-Börsen auf die strengen Vorschriften?

Trotz der Flucht von Binance und Bybit vor den strengen Krypto-Regulierungen in Kanada sind die Lizenzanträge bei den kanadischen Behörden von den konkurrierenden Börsen Kraken, Gemini und Coinbase weiterhin aktiv.

Coinbase hat die neuen kanadischen Vorschriften angenommen, während das Unternehmen im Klinsch mit der US-Börsenaufsicht SEC (Securities and Exchange Commission) aufgrund undurchsichtiger Kryptoregeln steht.

Letztlich dürften sich die Konkurrenten über den Rückzug von Binance und Bybit vom kanadischen Krypto-Markt freuen. Denn Daten von Statista deuten auf ein beachtliches Handelsvolumen im Land hin.

Demnach gehörte Kanadas BTC-Handelsvolumen im Jahr 2020 zu den Top 10 weltweit.

Kanada Bitcoin Krypto Volumen
Kanadas Bitcoin Volumina gehören zu den höchsten; Quelle: Statista

Unklare Regulierung – Fluch oder Segen?

Während Branchenteilnehmer häufig die Unklarheit der Regulierung von Krypto-Unternehmen in den Vereinigten Staaten kritisieren und stattdessen klare Regeln fordern, deuten die praktischen Realitäten anderer Systeme darauf hin, dass Verzögerungen bei der Regulierung von Kryptowährungen ein versteckter Segen sein könnten.

Denn strengere Vorschriften führen häufig dazu, dass Plattformen für virtuelle Vermögenswerte ihre Infrastruktur neu gestalten müssen, um die Vorschriften einzuhalten. Die Kosten für diese Aufgabe übersteigen allzu oft deren Nutzen.

Ein typisches Beispiel sind die neuen Vorschriften für virtuelle Asset-Plattformen in Hongkong: Die kürzlich erlassenen Vorschriften erlauben es Plattformen für virtuelle Vermögenswerte auch dort nicht, Stablecoins aufzulisten.

Allerdings merkte die Hong Kong Securities and Futures Commission an, in einer späteren Gesetzgebung auch an Fiat-Währungen gebundene Kryptowährungen abzudecken.

Die britische Finanzaufsichtsbehörde Financial Conduct Authority lehnte im Januar unterdessen mehr als 85 % der Krypto-Antragsteller im Vereinigten Königreich ab, weil sie ihrer Meinung nach unzureichende Risikorichtlinien und -kontrollen hatte.

Das bislang ausführlichste Regelwerk zum Umgang mit Krypto bietet Europa mit der MiCA-Regulierung. Die neuesten Informationen dazu findest du hier.

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