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Krypto-Chaos: Bloomberg deckt schockierende Missstände auf

2 min
Aktualisiert von Toni Lukic
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IN KÜRZE

  • Bloomberg präsentiert erschreckende Ergebnisse zur Krypto-Branche.
  • Nur 63 % der Unternehmen weisen Aufsichtsräte vor.
  • Nicht einmal die Hälfte all dieser Firmen arbeitet mit unabhängigen Prüfern zusammen.
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Bloomberg News hat mehrere Schlüsselbereiche identifiziert, in denen Krypto-Unternehmen übliche Geschäftspraktiken nicht einhalten. Insbesondere in Bezug auf externe Prüfungen herrscht immer noch ein geringes Maß an Professionalität. Die Ergebnisse sollten die Branche alarmieren.

Bloomberg hat die Transparenz und Berichterstattung in der Kryptoindustrie untersucht und in einem Artikel vom 15. Mai erschreckende Erkenntnisse präsentiert. Die Untersuchung zeigt, dass viele Unternehmen außerhalb gängiger Normen agieren und keine Governance-Strukturen haben, um unvorhergesehene Krisen zu verhindern. Wie etwa jene, die durch den Zusammenbruch von FTX Ende 2022 entstandt.

Krypto-Unternehmen im Rampenlicht

Die Bloomberg-Untersuchung konzentrierte sich auf 60 Unternehmen, die einem oder mehreren Kriterien entsprachen: Sie sind börsennotiert, wurden in privaten Finanzierungsrunden mit über einer Milliarde Dollar bewertet oder hatten ab Januar 2023 erheblichen Einfluss in der Branche.

Bloomberg stellte jedem Unternehmen gleichen Fragen und bat mehrmals um Weitergabe deren öffentlicher Informationen zwischen Januar und Mai 2023. Die Daten enthalten auch Informationen, die vor der Schließung der Silvergate Capital Corp. gesammelt wurden.

Prozentsatz der ungeprüften Krypto Unternehmen
Quelle: Bloomberg News

Unter zwei Drittel der Unternehmen haben ein unabhängiges Gremium

Zu den ernüchterndsten Erkenntnissen gehört das Fehlen von Aufsichtsgremien. Der Bericht vom 15. Mai besagt, dass nur 63 % der Krypto-Unternehmen ein unabhängiges Aufsichtsgremium vorweisen konnten.

Eine der schockierendsten Enthüllungen von Bloomberg: FTX gründete erst ein Gremium, als es bereits kurz vor dem Zusammenbruch war. Sogar zum Zeitpunkt des Kollaps im November 2022 hatte das Gremium nur drei Aufsichtsmitglieder.

Ein unabhängiges Aufsichtsgremium ist eine Grundvoraussetzung für große Unternehmen, da es eine unvoreingenommene Analyse der Unternehmenssituation bietet. Doch aufgrund mangelnder Regulierung fehlt es Krypto-Unternehmen oft an der Entschlossenheit, den Branchenstandards gerecht zu werden, so zumindest Bloomberg.

Die Ergebnisse zeigen auch, dass etwa die Hälfte der befragten Unternehmen (52 %) derzeit einen unabhängigen Drittanbieter-Wirtschaftsprüfer einsetzen. Ein beunruhigendes Zeichen für eine Branche, die in diesem Jahr viel für die Transparenz machen wollte.

Viele der hier genannten Unternehmen gaben jedoch an, dass sie oft Schwierigkeiten hatten, Wirtschaftsprüfer zu beauftragen. Oft aufgrund eines mangelnden Verständnisses der Blockchain und einer Zurückhaltung aufgrund jüngster Skandale.

Gut informierte Anleger erwarten sowohl eine unabhängige Prüfung eines Unternehmens als auch ein unabhängiges Gremium. Das in Paris ansässige Unternehmen Mazars distanzierte sich zum Beispiel letzten Dezember von der Krypto-Branche, nachdem es mit Binance und Crypto.com zusammengearbeitet hatte. Das Unternehmen äußerte “Bedenken hinsichtlich des Verständnisses dieser Berichte durch die Öffentlichkeit.“

Binance geriet unter heftige Kritik, nachdem sein CEO, CZ, behauptete, das vereinbarte Verfahren (AUP) mit Mazars käme einer vollständige Prüfung gleich.

Mazars entfernte den AUP-Bericht über den Nachweis von Reserven von Binance wenige Wochen später von seiner Website. Sowohl Crypto.com als auch Binance haben seitdem neue Wirtschaftsprüfer engagiert, deren Namen aber nie öffentlich bekannt gegeben.

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Haftungsausschluss

In Übereinstimmung mit den Richtlinien des Trust Project verpflichtet sich BeInCrypto zu einer unvoreingenommenen, transparenten Berichterstattung. Dieser Artikel zielt darauf ab, genaue und aktuelle Informationen zu liefern. Den Lesern wird jedoch empfohlen, die Fakten unabhängig zu überprüfen und einen Fachmann zu konsultieren, bevor sie auf der Grundlage dieses Inhalts Entscheidungen treffen.

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Toni Lukic
Toni Lukic ist der Chefredakteur von BeInCrypto Deutschland. In seiner Heimatstadt Berlin zählt er seit 2022 zu den Co-Organisatoren des monatlichen Meetups "Crypto Invest...
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