LG möchte die 700-Milliarden-USD-Werbebranche auf die Blockchain bringen mit Arbitrum

  • LG Electronics entwickelt ein Blockchain-Werbenetzwerk auf eigener Arbitrum-Layer-2.
  • Die Plattform erfasst Werbeinventar und Nutzerinteraktionen auf einer gemeinsamen Blockchain.
  • Ein Pilotprojekt lief mit einer japanischen Agentur, Markteinführung wird dieses Jahr geprüft.
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LG Electronics baut ein Blockchain-Netzwerk auf, um Anzeigen zu platzieren und zu verkaufen, teilte das Unternehmen am 11. Juni dem Wirtschaftsmagazin Fortune mit. Der südkoreanische Gerätehersteller hat dafür mit Arbitrum zusammengearbeitet und eine eigene Layer-2-Blockchain für die Plattform entwickelt.

Das Projekt stammt aus dem eigenen Blockchain-Forschungslabor von LG. Die Lösung wurde dort gemeinsam mit einer nicht genannten japanischen Werbeagentur getestet. Eine Markteinführung prüft das Unternehmen derzeit für später im Jahr.

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Warum LG Electronics eine Blockchain für Werbung entwickelt hat

Nach Angaben von Fortune erhalten Werbetreibende und Publisher über die Plattform eine gemeinsame Datenbank für Werbeplätze. Zudem wird festgehalten, wie das Publikum mit jeder Anzeige interagiert.

Dieser gemeinsame Ledger könnte das bisher manuelle Abstimmen, das viele digitale Werbevereinbarungen noch benötigen, ersetzen.

Der potenzielle Gewinn ist massiv. Dentsu rechnet im Jahr 2026 mit einem digitalen Werbemarkt von 740 Milliarden USD. Das entspricht etwa 73 % eines globalen Medienmarktes, der zum ersten Mal die 1-Bio.-USD-Marke überschreitet.

Samuel Byungsun Park leitet die Blockchain-Forschung bei LG Electronics. Er betonte, dass LG prüft, ob dieser Ansatz für Werbetreibende, Publisher und Publikum einen echten Mehrwert bringt.

LG erprobt Entwicklungen im Web3-Bereich schon länger. Zuvor stellte das Unternehmen zum Beispiel die digitale Wallet Wallypto vor und reichte ein Patent für einen NFT-Trading-TV ein. Beides bezieht sich auf das Geschäft mit Endgeräten.

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Unternehmen setzen verstärkt auf eigene Blockchains

LG reiht sich damit in eine wachsende Gruppe von Unternehmen ein, die eigene Ledger entwickeln, anstatt sich von anderen Anbieterinnen Platz auf der Blockchain zu mieten.

So hat Stripe zum Beispiel mit Tempo eine Zahlungs-Blockchain eingerichtet, die 500 Millionen USD eingesammelt hat. Robinhood arbeitet zusammen mit Arbitrum an einer eigenen tokenisierten Aktien-Blockchain und Circle entwickelt das Arc-Netzwerk.

Allerdings haben die Erfolge von Arbitrum im Unternehmensbereich dem eigenen Token bisher keinen Schub gegeben. Der Kurs von Arbitrum (ARB) lag am Donnerstag bei rund 0,083 USD, was zwar einen Anstieg von 5 % in 24 Stunden bedeutet, aber einen Rückgang von 80 % über das letzte Jahr zeigt.

Arbitrum (ARB) Kursentwicklung
Arbitrum (ARB) Kursentwicklung. Quelle: BeInCrypto

Arbitrum-Mitgründer Steven Goldfeder betonte, das Modell könne den Anzeigenverkauf ohne manuellen Aufwand automatisieren. Dennoch warnte er, der Aufbau einer eigenen Blockchain sei nicht für jedes Unternehmen sinnvoll.

„Ich habe eine klare Meinung, wenn mich jemand fragt: ‚Sollte ich eine Blockchain starten?‘ Für manche ist die Antwort ja, doch für die meisten ist sie wahrscheinlich nein”, sagte Goldfeder gegenüber Fortune.

Ob LG weiter einsteigt, hängt davon ab, was der Pilotversuch hinsichtlich Kosten und Geschwindigkeit ergeben hat. Eine Entscheidung zum vollständigen Marktstart wird später im Jahr erwartet.


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Haftungsausschluss

Dieser Artikel zielt darauf ab, genaue und aktuelle Informationen zu liefern. Den Lesern wird jedoch empfohlen, die Fakten unabhängig zu überprüfen und einen Fachmann zu konsultieren, bevor sie auf der Grundlage dieses Inhalts Entscheidungen treffen.

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