Marcel von Kryptokram im Interview

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IN KÜRZE
  • „Ich akzeptiere auch Bitcoin“.

  • „Im Kölner Raum nennt man das „klüngeln“ - eine Hand wäscht die andere.

  • „Viele wollen bestimmt nicht so tief in den Kaninchenbau - ihnen reicht, zu wissen wie sie mit einer Wallet umgehen.“

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Im Krypto-Space entstehen immer wieder neue, interessante Projekte. Diesmal berichten wir über den Krypto-Marktplatz von Marcel. Bei Kryptokram handelt es sich um einen Marktplatz, bei dem alle Währungen – inklusive Kryptowährungen – zum Tragen kommen.



Im Krypto-Space entstehen immer wieder neue, interessante Projekte. Diesmal berichten wir über den Krypto-Marktplatz von Marcel. Bei Kryptokram handelt es sich um einen Marktplatz, bei dem alle Währungen – inklusive Kryptowährungen – zum Tragen kommen.

Ein Interview ändert alles

Welche Bedeutung haben Kryptowährungen für dich und wie bist du mit den Kryptowährungen erstmals in Kontakt gekommen?



Den Bitcoin-Boom 2017 habe ich nur am Rande mitbekommen. Damals waren andere Dinge für mich wichtiger als eine neue Währung, deren Usecase – abgesehen als Spekulationsobjekt – ich nicht gesehen habe. Dann habe ich vor etwa 1,5 Jahren ein Interview mit Shermin Voshmgir, der Autorin von Token Economy, gehört. Ihre Begeisterung ist ansteckend. Da wurde mir klar, dass wir an einer Schwelle zu einer völlig veränderten Wirtschaft stehen. Wie ich die Dinge, die mich interessieren, halt so angehe, habe ich mich dann umfassend informiert.

Marcel hat sich dann den Fragen gewidmet, wie Blockchain und Distributed Ledger funktionieren, welche Alternativen in der Entwicklung sind und wie die Anwendungsfälle aussehen könnten.

NFTs waren mein erster Fokus. Die theoretischen Anwendungsfälle sind Wahnsinn – aber leider in Deutschland nicht juristisch sicher. So kann ich leider nicht einfach hin gehen und für mein Haus ein NFT erzeugen und dies verkaufen – da ist immer das Katasteramt und ein Notar mit von der Partie, sonst ist der Kauf juristisch nicht erfolgt. Bei gewerblichen Schutzrechten sind die Patent- und Markenämter meist im Spiel. Und dann kann man noch teure Bilder von Katzen kaufen… Aber dann sind ja noch die Krypto-Währungen – und für diese gibt es eine ganz klare Anwendung: der Handel.

Ein Bild von Kryptokram.

Beschreibungstext „Ich akzeptiere auch Bitcoin“

Marcel fasst zusammen, was Kryptowährungen für ihn bedeuten: Freiheit.

Wer sich in den Kaninchenbau begibt, der kommt irgendwann an der Wiener Schule vorbei. Das hat mir die Augen geöffnet. Lustiger Weise habe ich mich im Dezember 2019 gefragt, unter welches Thema ich 2020 stellen möchte. Für mich war es ganz klar „die Freiheit“ – und dann kam der März 2020 und die Verordnungskrise, in der wir immer noch stecken. Da hatte ich ganz schön zu mit meinem Thema zu kämpfen und gleichzeitig wusste ich, dass ich mein Projekt Kryptokram vorantreiben muss – Kryptowährungen könnten in den nächsten Jahren nicht nur für Freiheit, sondern auch für ein finanzielles Überleben für viele stehen. Und dieses Evangelium möchte ich verbreiten.

Was ist der Gedanke hinter Kryptokram?

Kryptokram bietet eine Plattform für klassischen Peer-to-Peer-Handel. Jeder kann Kleinanzeigen aufgeben, wie das beispielsweise auch schon von willhaben.at, kalaydo.de oder trovas.ch bekannt ist. Nur bei den genannten kann man nur die Landeswährung verlangen oder schreibt in den Beschreibungstext „Ich akzeptiere auch Bitcoin“.

Was macht Kryptokram dahingehend so anders?

Kryptokram hingegen bietet die Möglichkeit alle Währungen beim Handel zu akzeptieren. Man kann seinen Preis beispielsweise in Dash angeben aber auch Bitcoin, Gold und indische Rupien akzeptieren. Die Preise werden dann in der Anzeige direkt umgerechnet angezeigt. Und wenn eine Währung nicht im Anmeldeformular aufgeführt ist, fügt man sie einfach selbst hinzu. Um den Handel wirklich frei zu gestalten, ist zudem ein Feld für den Tausch gegen andere Waren und Dienstleistungen Standard: So bietet beispielsweise gerade ein Inserent eine Stromverteilung gegen ein Sack Katzenfutter an.

Ein Bild von Kryptokram.

Schnell zu ein paar Kryptos kommen

Marcel führt weite aus, dass der direkte Handel zwischen Menschen extrem wichtig ist.

Nicht nur, dass die Preise fallen, wenn Zwischenhändler ausgeschaltet sind. Wir kommen in Kontakt, handeln, sprechen miteinander und finden gegebenenfalls heraus, auf welchen Ebenen wir uns noch helfen können. Im Kölner Raum nennt man das „klüngeln“ – eine Hand wäscht die andere. Das ist gerade in Zeiten, in denen es uns wirtschaftlich schlecht geht, eine wichtige soziale und wirtschaftliche Stütze.

Wie bist du auf die Idee gekommen Kryptokram ins Leben zu rufen?

Ich bin kein Trader. Daher wollte ich erst die Exchanges meiden und Ether selbst verdienen. Ich habe mich auf Cent angemeldet und ein wenig herumgespielt – da kommt aber nicht wirklich etwas bei herum. Und die wenigen Job-Portale, die es gibt, bieten wenig Aufträge für Blockchain-Programmierer – also von echter Adaption keine Spur. Also habe ich mir Gedanken gemacht, wie man schnell und einfach zu ein paar Kryptos kommt. Mit Fiat geht es recht schnell, indem man seinen Keller aufräumt und seinen Kram bei Ebay-Kleinanzeigen reinstellt – machen wir ständig. Auch kaufen wir auch gerne gebrauchte Sachen (das ist viel nachhaltiger und man bekommt oft beispielsweise hochwertige Klamotten und schöne Möbel zu einem moderaten Preis). Warum das Prinzip nicht auf die Kryptowelt übertragen? So entstand die Idee zu Kryptokram.

Ein Bild von Kryptokram.

Dafür bin ich sehr dankbar!

Wie ist die Resonanz zu deinem Projekt?

Wenige Wochen, bevor ich die Seite launchen wollte, kam in der Dash-Gruppe auf Telegram die Idee auf, ein Kleinanzeigen-Portal für Kryptowährungen zu programmieren. Das war für mich das Zeichen, dass die Zeit tatsächlich reif ist für solch ein Projekt. Auch in anderen Gruppen war die Resonanz sehr positiv. Ich hatte auch sofort einige „Early Adopters“, die mir sehr dabei geholfen haben, in der Alpha-Phase die groben Fehler auszumerzen. Dafür bin ich sehr dankbar! Aber auch wenn ich mit Menschen spreche, die noch keine Berührung mit Bitcoin gehabt haben, nehmen diese die Idee positiv auf. Ich glaube es reizt, dass man nicht sein Geld auf das Konto einer ausländischen Exchange überweisen muss, sondern ein paar Coins für den alten Staubsauger bekommt, den man sowieso loswerden wollte.

Wo könnte es in der Zukunft für Kryptokram noch hingehen?

Kryptoktam soll das Kleinanzeigen-Portal für Privatmenschen und kleine bis mittelständische Betriebe werden, die sich in Krypto auszahlen lassen wollen oder zumindest den Umgang damit ausprobieren möchten. Zudem werden die Kryptokrämer bald auch lebenspraktische Tipps und Lehrinhalte erhalten, die den Einstieg in den Umgang mit Krypto einfacher macht. Viele wollen bestimmt nicht so tief in den Kaninchenbau – ihnen reicht, zu wissen wie sie mit einer Wallet umgehen. Aber natürlich sollen auch Inhalte wie die Geschichte des Geldes und einige technische Grundlagen vermittelt werden. Kryptokram darf als einfach anzunehmende Einladung verstanden werden, sich mit Bitcoin, Ethereum & Co. auseinander zu setzen. Zudem glaube ich, dass sich das Gesicht des Internets in den nächsten 5 Jahren stark verändern wird. Wir haben heute mehr Menschen, die Onlinerollenspiele spielen, als 1995 eine E-Mail-Adresse hatten. Es gibt eine große Bewegung hin zum „Metaversum“ (z.B. Oculus/Facebook Horizon oder Ureal/Epic Games) – dort soll natürlich auch Kryptokram zu finden sein.

Vielen Dank, Marcel!

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Alex hat ihren Bachelor in Orient- und Asienwissenschaften an der Friedrich-Wilhelms Universität Bonn absolviert, danach Deutsch als Fremdsprache am Goethe Institut studiert und ihren Master in Arabistik an der Freien Universität Berlin absolviert. Seit 2017 ist sie als Krypto-Journalistin tätig.

MEHR ÜBER DEN AUTOR