Michael Saylor: Bitcoin-Milliarden-Verlust von MicroStrategy ist ein “großer Gewinn”

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IN KÜRZE
  • Einige Medien kritisierten den MicroStrategy CEO, da das Unternehmen im letzten Quartal einen hohen Verlust verzeichnete.

  • Saylor konterte in einigen Interviews.

  • Trotz des aktuellen Krypto-Bärenmarkts wird MicroStrategy weiterhin Bitcoin.

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Der US-Dollar-Wert der Bitcoin-Bestände von MicroStrategy fiel aufgrund des aktuellen Krypto-Bärenmarkts um rund 1 Milliarde US-Dollar. Michael Saylor und zahlreiche andere Krypto-Insider sind jedoch der Meinung, dass der Verlust “eigentlich ein großer Gewinn” sei.

Während Mainstream-Medien wie das Wall Street Journal innerhalb von kurzer Zeit den milliardenschweren Quartalsverlust von MicroStrategy kritisierten, argumentiert der Bitcoin-Enthusiast Michael Saylor, dass die Medien eine sehr kurzfristig orientierte Perspektive vertreten.

Die Bitcoin-Strategie von Michael Saylor

Am 3. August 2022 sprach Michael Saylor bei Fox Business und zeigte sich trotz der negativen Schlagzeilen gut gelaunt. Der Moderator Charles Payne fragte den MicroStrategy-Mitbegründer nach seiner Meinung zu den aktuellen Ereignissen. Saylor sagte:

“Zunächst einmal handelt es sich um eine Non-GAAP-Wertminderung und das sorgt für schillernde Schlagzeilen, aber unsere Aktionäre, die leitenden Angestellten und die Direktoren des Unternehmens sowie unsere Kunden durchschauen das alles.”

Anmerkung der Redaktion: Bei Non-GAAP handelt es sich um ein nicht-standardisiertes Messverfahren in der Rechnungslegung. Das Verfahren kann ein genaueres oder schlechteres Bild der Bilanzen eines Unternehmens erzeugen.

Saylor erklärte weiter, dass MicroStrategy derzeit den Markt outperformt: “MicroStrategy ist jetzt am Zweijahrespunkt der Bitcoin-Strategie angelangt. Nach zwei Jahren der Umsetzung unserer Strategie ist der Kurs unsere Aktie um 123 % gestiegen, und der Bitcoin Kurs um 94 %. Wir haben jede größere Anlageklasse übertroffen, alle großen Tech-Aktien, alle Unternehmenssoftware-Aktien.”

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Saylor räumte ein, dass die “Finanzzahlen etwas hässlich aussehen”. Der 57-Jährige argumentierte aber, dass der Unternehmenswert von MicroStrategy in den letzten zwei Jahren von rund 700 Millionen US-Dollar auf über 5 Milliarden US-Dollar gestiegen ist. Das entspricht einer Wertsteigerung von 730 %.

Diese Fakten schützten weder MicroStrategy noch Saylor vor dem Spott der Mainstream-Presse.

Wallstreet-Journal erntet scharfe Kritik auf Twitter

Das Wall Street Journal (WSJ) und Bloomberg gehören zu den größten Medien, die für ihre Berichterstattung über Saylor viel Kritik einstecken mussten. Bloomberg bezeichnete Saylor als “blind”. Das WSJ stellte eine Verbindung zwischen dem Wertminderungsverlust und Saylors Rücktritt als MicroStrategy-CEO her und veröffentlichte und einen Artikel mit der Überschrift “Michael Saylor setzte Milliarden auf Bitcoin und verlor”.

Es dauerte jedoch nicht lange, bis die Krypto-Community konterte.

“Und mit ‘verloren’ meinen Sie, dass sich der Aktienkurs mehr als verdoppelt hat, zum Nutzen aller Aktionäre, und dass das Unternehmen so ziemlich jede Aktie und jede Anlageklasse seit der Einführung von Bitcoin übertroffen hat”, sagte der CEO #Bitcoin Investment Grp & Blockchain Investment Group Eric Weiss auf Twitter. “Bemerkenswert unaufrichtig, Sie hatten eindeutig eine Agenda mit diesem Artikel.”

Preston Pysh von The Investor Podcast schrieb auf Twitter: “Nur weil der Marktpreis volatil ist, heißt das nicht, dass man die bisherige Performance ignorieren muss. War das Absicht oder Fahrlässigkeit?”

Lyn Alden von Lyn Alden Investment argumentierte mit einem evidenzbasierten Ansatz, um die Kritik zu entkräften: “Wert und Preis sind nicht immer (oder sogar meistens) das Gleiche.

Michael Saylor tritt als CEO zurück

Auch wenn einige Medien wie das WSJ der Meinung sind, dass der Rücktritt von Michael Saylor mit dem Verlust von MicroStrategy in Verbindung stehen könnte, argumentierte Saylor, dass sein Rücktritt nur zum Wohl des Unternehmens geschehe. Saylor möchte sich laut eigenen Angaben “mehr auf Bitcoin konzentrieren”. In einem kürzlich erscheinen Interview mit Yahoo Finance erzählte Saylor:

“Ich werde weiterhin Vorsitzender des Investitionsausschusses bleiben, der unsere Bitcoin-Akquisitionsstrategie überwacht, und meine Hauptaufgabe wird in den Bereichen Bildung und Innovation liegen, wobei ich in einer leitenden Position im Technologiebereich arbeiten werde.”

Saylor bekräftigte in dem Interview, dass es sich bei seiner neuen Rolle nur um eine Änderung des Titels handelt. Saylors Bitcoin-Vision wird weiterhin Teil des Technologieunternehmens bleiben.

“Ich werde weiterhin Vorsitzender des Anlageausschusses sein […] Ich werde weiterhin im Management tätig sein, viele Leute wissen es nicht, aber ich bin der Mehrheitsaktionär, also bin ich der Vorsitzende des Verwaltungsrats.”

Darüber Hinaus betonte Saylor, dass der Rücktritt seine eigene Entscheidung gewesen sei. Der Verlust hält MicroStrategy auch nicht davon ab, weiter Bitcoin zu kaufen. Saylor erklärte dazu:

“Wir sind so enthusiastisch wie immer. Wir werden mit unserer Strategie, mehr Bitcoin zu kaufen und diese für immer zu behalten, weitermachen.”

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Robert D. Knight ist Journalist und Texter, der sich seit über vier Jahren dem Krypto-Bereich widmet. Seine vielfältigen Erfahrungen umfassen Agenturarbeit und PR im Blockchain-Bereich.

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