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NFT Marktplatz OpenSea ändert Gebührenmodell – 0 % gehen an das Unternehmen

2 min
Aktualisiert von Toni Lukic

IN KÜRZE

  • Der NFT Marktplatz Opensea führt einige grundlegende Anpassungen durch.
  • Grund dafür war eine deutliche Veränderung des Nutzerverhaltens.
  • Immer mehr Nutzer griffen auf Marktplätze zurück, die nicht zwangsläufig Lizenzgebühren erheben.
  • promo

Der aufsteigende NFT-Gigant Blur übernimmt infolge eines Airdrops den mit Abstand größten Teil NFT Handelsvolumens. Nun reagiert OpenSea und ändert sein Modell von Grund auf.

Wie das Unternehmen in einem Tweet erklärte, werde die Plattform ab sofort einige grundlegende Änderungen bezüglich des eigenen Gebührenmodells vornehmen. Kollektionen ohne “Operator Filter” sollen eine freiwillige Lizenzgebühr von mindestens 0,5 % Prozent erheben können. Zuvor konnten lediglich Kollektionen, die nach der Einführung dieses Tools auf den Markt kamen, davon Gebrauch machen.

Der Operator Filter wurde im November letzten Jahres implementiert und soll Urhebern digitaler Kunst dabei helfen, Lizenzgebühren On-Chain, d. h. bei jedwedem Weiterverkauf, abzuführen. Dabei blockiert das Tool entsprechende Kollektionen automatisch für jeden Marktplatz, der die festgelegten Konditionen nicht einhält.

Darüber hinaus verzichtet die NFT-Plattform seit dem 17. Februar für begrenzte Zeit komplett auf Marktplatzgebühren, welche üblicherweise 2,5 % betrugen.

NFT-Marktplatz mit drastischen Änderungen

Anlass für den Wandel waren vor allem Veränderungen des Nutzerverhaltens. So erfreuten sich Marktplätze, die nicht zwangsläufig Lizenzgebühren abführten, immer größerer Beliebtheit. Laut Dune weigerten sich ganze 80 % der Nutzer in Ethereums NFT-Ökosystem, die vollen Lizenzgebühren zu zahlen.

Des Weiteren war vor allem in den letzten Wochen eine deutliche Verschiebung des anteiligen Handelsvolumens zwischen OpenSea und Blur.io zu beobachten.

Wie OpenSea daraus schlussfolgerte, waren die Anstrengungen, Urhebern ihre Beteiligung zu sichern, mehr oder weniger vergebens.

Allerdings könnte dieser deutliche Rückgang des Handelsvolumens auch auf die schlechten Schlagzeilen um den Marktplatz zurückzuführen sein.

OpenSea verzichtet nun, genau wie die Konkurrenz, vorerst auf Marktplatzgebühren. Dank seines Airdrop Programms und des nativen Tokens bietet Blur seinen Nutzern dennoch bis auf Weiteres mehr Möglichkeiten, Gewinne einzufahren.

Launcht OpenSea jetzt auch einen eigenen Token?

Wie der Twitter Thread vom 17. Februar vermuten lässt, könnte auch OpenSea bald einen eigenen Token einführen. Ganz im Gegensatz zu Blur ist der Marktplatz allerdings in den Vereinigten Staaten registriert und läuft daher Gefahr, in Schwierigkeiten mit der SEC zu geraten.

Außerdem steht die NFT-Plattformen noch vor einer weiteren Herausforderung: Je mehr ein NFT Projekt und dessen Ökosystem wächst, desto wahrscheinlicher ist auch die Implementierung eines eigenen Marktplatzes. Dort können die Entwickler vollkommen unabhängig von den großen Plattformen ihr eigenes Gebührenmodell durchsetzen und Nutzer mithilfe verschiedener Anreize locken.

Daher könnten Plattformen, wie OpenSea, künftig unter Druck geraten und dazu gezwungen sein, ihr Modell langfristig so attraktiv wie möglich zu gestalten. Dazu gehören neben niedrigen Gebühren auch mehr profitorientierte Anreize für die Nutzer.

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