Nvidias neuer Weg, vom KI-Boom zu profitieren: Werden Startups zahlen?

  • Nvidia bietet GPU-Rechenleistung gegen Anteile an künftigen Einnahmen von KI-Start-ups.
  • Frühe Partner Sharon AI und Firmus planen den Einsatz von bis zu 210.000 Nvidia-GPUs.
  • Das Modell schafft regelmäßige Einnahmen, bindet Start-ups jedoch stärker an das Nvidia-Ökosystem.
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Nvidia (NVDA) ermöglicht jetzt ein Start-Up, Chips zu nutzen und später mit einem Anteil am Umsatz zu bezahlen.

Das Unternehmen hat das Umsatzbeteiligungsprogramm am 1.7. in einem Blogbeitrag vorgestellt. Damit präsentiert sich Nvidia nicht nur als Hardware-Verkäufer, sondern auch als Finanzierer des KI-Ausbaus.

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Vom Verkauf von Chips zu Nutzungsgebühren

Nvidia verdient normalerweise einen einmaligen Betrag, wenn eine Grafikkarte verkauft wird. Mit diesem Programm kommt eine fortlaufende Einnahmequelle hinzu.

Cloud-Partner kaufen Nvidia-Systeme und bieten Start-Ups Zugang, die nicht genug Kapital für eigene Rechenzentren haben. Nvidia erhält dafür einen Anteil an den Umsätzen, die mit diesen Chips erzielt werden.

„Diese Struktur … bietet NVIDIA eine laufende, nutzungsgebundene Einnahmequelle”, heißt es im Blogbeitrag, der unter anderem mit Finanzchefin Colette Kress verfasst wurde.

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Der Plan baut auf Nvidias neuem KI-Compute-Modell auf. Zudem richtet sich das Angebot an weitere Unternehmen, da große Käufer derzeit ihre Bestellungen reduzieren.

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Stärkere Bindung und zunehmender Wettbewerb

Start-Ups, die die Credits nutzen, bleiben für Jahre an die Chips und Software von Nvidia gebunden. Sharon AI will im Rahmen des Programms bis zu 40.000 Grace Blackwell GB300 Chips installieren.

Firmus errichtet in Batam, Indonesien, einen Campus mit 360 Megawatt für bis zu 170.000 weitere GPUs. Sharon AI versteht den Ausbau als souveränes Compute-Angebot für Märkte außerhalb der Vereinigten Staaten.

Diese Bindung ist relevant, da Konkurrenten nachziehen. China hat kürzlich ein großes Modell ohne Nvidia-Chips trainiert, zudem testen Käufer weiterhin günstigere Alternativen.

Größere Investition in den KI-Boom

Das Design erinnert an das, was Kritiker als zirkuläres Finanzierungsmodell bezeichnen. Nvidia hat bis zu 100 Milliarden USD für OpenAI zugesagt. Zudem hält Nvidia etwa 7% an CoreWeave, einem Kunden, der die Chips kauft.

Analysten sehen in dem Modell eine Parallele zur Lieferantenfinanzierung der Dotcom-Zeit. Michael Burry und andere Skeptiker befürchten, dass diese Konstruktion die Sorge um eine KI-Blase verstärkt.

Die Summen sind enorm. Morgan Stanley erwartet, dass die KI-Investitionen der großen Tech-Unternehmen im Jahr 2026 bei über 800 Milliarden USD liegen. Im Jahr 2027 könnte der Betrag 1,1 Bio. USD erreichen, was in etwa dem US-Verteidigungshaushalt entspricht.

Die Märkte blieben dennoch ruhig. Am 2.7. schloss NVDA bei 194,69 USD, dies war die letzte Session vor der Feiertagspause. Die Marktkapitalisierung liegt derzeit bei rund 4,8 Bio. USD, damit unter dem Höchstwert der letzten 52 Wochen.

Nvidia (NVDA) Aktienentwicklung. Quelle: TradingView
Nvidia (NVDA) Aktienentwicklung. Quelle: TradingView

Die nächsten Quartale werden zeigen, wie viel Umsatz das Programm bringt. Sie werden auch offenlegen, ob Start-Ups Nvidia als Partner oder als Vermieter sehen.


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Haftungsausschluss

Dieser Artikel zielt darauf ab, genaue und aktuelle Informationen zu liefern. Den Lesern wird jedoch empfohlen, die Fakten unabhängig zu überprüfen und einen Fachmann zu konsultieren, bevor sie auf der Grundlage dieses Inhalts Entscheidungen treffen.

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