Regulierungsbehörden schießen scharf auf Libra & Co

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IN KÜRZE
  • Der Finanzstabilitätsrat fordert eine stärkere Regulierung von Stablecoins.

  • Die Aufsichtsbehörden sehen eine große Gefahr in globalen Stablecoins wie Facebooks Libra.

  • Die Libra Association stellte kürzlich einen Zulassungsantrag in der Schweiz.

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Heftiger Gegenwind für Facebooks Libra: Der Finanzstabilitätsrat fordert eine internationale Regulierung von Kryptowährungen und Stablecoins.



Die internationalen Finanzwächter sprechen eine unmissverständliche Sprache: die Blockchain-Initiative Libra von Facebook ist ihnen ein Dorn im Auge. Libra und andere Digitalwährungen müssten besser eingebettet und reguliert werden.



Die Wächter nähern sich dem Problem über den Risikofaktor. Wer also die gleichen Risiken birgt, soll auch unter die gleichen Vorschriften fallen. Die risikoreichsten Investments sollen am meisten in Vorlage treten.

Hilfe im Kampf gegen Geldwäsche

Der Finanzstabilitätsrat, auch FSB (Financial Stability Board) genannt, ist ein supranationales Gremium, das die Finanzmärkte beaufsichtigt und koordiniert. Das Gremium wurde im Zuge der Finanzkrise 2009 von den G20-Staaten gegründet. Kürzlich formulierte das FSB zehn Vorschläge, an denen sich eine internationale Regulierung von Digitalwährungen orientieren sollte.

Das FSB forderte eine enge Kooperation zwischen den betroffenen Ländern. Auf keinen Fall dürften Unternehmen (wie aktuell Facebook) Staaten gegeneinander ausspielen. Die Herausgeber digitaler Währungen müssten alle Gefahren managen und vor allem den Schutz vor Cyberattacken ernst nehmen.

Unsichere Zukunft für Libra

Auch Geldwäsche und Terrorismus-Finanzierung sollten die Betreiber verhindern. In den einzelnen Ländern müssten die zuständigen Aufsichtsbehörden zunächst aber ihre konkreten Zugriffsrechte klären und nach Regulierunglücken suchen.

Facebooks Stablecoin-Projekt Libra sieht sich seit Monaten international in der Kritik. Im voriges Jahr warnten die G7-Länder vor den Risiken globaler Stablecoins. Sie könnten sich zur Gefahr für die globale Finanzstabilität entwickeln.

Geht es nach Facebook, sollte dem Startschuss des Währungsprojektes Libra mittlerweile kaum noch etwas im Wege stehen. Kürzlich stellte die Libra Foundation einen Zulassungsantrag bei der Schweizer Regulierungsbehörde Finma. Dabei musste Facebook das Modell hinter seiner Stablecoin allerdings etwas anpassen, um die Aufsichtsbehörden zu beruhigen.

Bereits für die zweite Jahreshälfte 2020 ist die Markteinführung geplant. Der Termin scheint jedoch sehr optimistisch gewählt. Angesichts des Gegenwindes vonseiten der Politik, Zentralbanken und Aufsichtsbehörden ist es in der Szene auch nicht mehr tabu, auf das Ende des Projekts zu spekulieren.

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Manfred interessiert sich schon seit einigen Jahren für den Krypto-Raum und setzt seine intensive Erfahrung im journalistischen Bereich mit unterschiedlichen Schwerpunkten um.

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