Das japanische Unternehmen Remixpoint hat am 1. September das gesamte Altcoin-Portfolio in einer einzelnen Session verkauft und dabei einen Gewinn von 117,77 Millionen Yen (598.400 USD) erzielt. Gleichzeitig hat Remixpoint die unternehmenseigene Treasury ausschließlich auf Bitcoin umgestellt.
Dieser Schritt ist eine starke Kehrtwende von der früheren Diversifizierungs-Strategie, die das Unternehmen noch vor wenigen Monaten verfolgte.
Von Altcoin-Diversifizierung zu einem Bitcoin-Standard
Im Juni setzte Remixpoint noch auf eine ganz andere Strategie. Um das Kapital vor einem schwächeren Yen zu schützen, baute das Unternehmen eine Position von etwa 1,2 Millionen XRP Token auf und fügte auch Solana und Dogecoin zum Bestand hinzu.
Interne Finanzmodelle rechneten damals damit, dass der Umsatz aus diesem Krypto-Bereich bis zu 12,44 Milliarden Yen (63,21 Millionen USD) erreichen könnte. Allerdings änderte sich die Einschätzung der Führung im Sommer, nachdem die Risiken und die Volatilität beim Halten mehrerer Altcoins bewertet wurden.
Die Leitung einigte sich deshalb auf eine sogenannte Auswahl- und Konzentrationsstrategie. Am 1. September hat Remixpoint alle Altcoin-Positionen an einem einzigen Handelstag liquidiert.
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Der gesamte Transaktionswert lag bei 878,81 Millionen Yen (4,47 Millionen USD), verglichen mit einem Buchwert von 761,04 Millionen Yen (3,87 Millionen USD) zu Beginn des Zeitraums, sodass der genannte Nettogewinn erzielt wurde. Die Ergebnisse waren je Vermögenswert sehr unterschiedlich.
Ethereum brachte den höchsten Gewinn mit 60,20 Millionen Yen (305.900 USD), gefolgt von Solana mit 49,30 Millionen Yen (250.500 USD). Beide Token haben zusammen zudem 29,87 Millionen Yen (151.800 USD) an Staking-Belohnungen eingebracht. XRP brachte einen geringeren Gewinn von 11,52 Millionen Yen (58.500 USD). Dogecoin verzeichnete als einziger Coin einen Verlust, und zwar 3,25 Millionen Yen (16.500 USD).
Remixpoint plant, den erzielten Gewinn in das Kerngeschäft rund um Energielösungen zu investieren, unter anderem durch den Ausbau der Flotte von industriellen Batteriespeichern sowie zur Stärkung der allgemeinen Finanzlage.
Warum Bitcoin sich gegen die anderen durchsetzte
Die Krypto-Bestände von Remixpoint bestehen nun ausschließlich aus etwa 1.506 BTC. Die Geschäftsleitung sieht diese Entscheidung als pragmatisch und nicht ideologisch, denn Bitcoin ermöglicht einen stabilen passiven Ertrag durch Lending.
Zwischen Februar und August 2026 wurden im Bitcoin-Lending-Programm des Unternehmens 14,92 BTC an Zinsen akkumuliert. Das entspricht 164,21 Millionen Yen (834.300 USD), ohne dass der zugrundeliegende Vermögenswert verkauft werden musste.
Dieser Renditevorteil war entscheidend, denn Altcoins boten zwar eine Kursbeteiligung, aber kaum vergleichbare Einkommensmöglichkeiten. Das kurze Diversifizierungs-Experiment des Unternehmens ist damit abgeschlossen, das Kapital konzentriert sich nun auf einen einzelnen Vermögenswert.
Remixpoints Kurswechsel spiegelt ein breiteres Muster unter japanischen Unternehmens-Treasuries angesichts der Währungsschwäche und dem Streben nach Rendite wider. Allerdings haben nur wenige Unternehmen so schnell so konsequent umgesteuert.
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