Ripple-CEO Brad Garlinghouse hat auf der Bitcoin 2026-Konferenz öffentlich die starke Bindung des Unternehmens an XRP bestätigt. Er hat direkt auf Behauptungen reagiert, die meinen, Ripple würde sich von seinem nativen Token entfernen.
Die Ankündigung erfolgte zudem zusammen mit der Nachricht, dass Ripple seine Expansion in den Nahen Osten und nach Afrika deutlich verstärkt.
CEO begegnet Skepsis
Bei der Konferenz in Las Vegas richtete Garlinghouse klare Worte an Kritiker. Er sagte, Ripple sei weiterhin der größte Halter von XRP weltweit und werde den Erfolg des Token weiter unterstützen.
„Ripple ist sehr engagiert, XRP zum nützlichsten digitalen Asset, zum liquidesten digitalen Asset und zum vertrauenswürdigsten digitalen Asset zu machen”, sagte Garlinghouse.
Mit dieser Aussage ging Garlinghouse direkt auf die anhaltende Kritik ein, Ripple habe XRP aufgegeben. Einige Beobachter sagten, das Unternehmen konzentriere sich stärker auf institutionelle Zahlungslösungen wie RippleNet und xCurrent, die keine Token benötigen.
Die Erklärung von Garlinghouse zeigt, dass institutionelle Zahlungslösungen und die Einführung von XRP zusammenspielen und keine konkurrierenden Strategien sind.
Expansion im Nahen Osten nimmt Fahrt auf
Neben dem Bekenntnis zu XRP hat Ripple angekündigt, ein neues regionales Hauptquartier im Dubai International Financial Centre (DIFC) zu eröffnen.
Mit diesem Schritt kann Ripple die Aktivitäten im Nahen Osten und in Afrika ausbauen. Die Region bietet wichtige Chancen für den Ausbau von Zahlungsinfrastrukturen und für die Nutzung von Blockchain-Technologie.
Die Treasury-Plattform von Ripple verarbeitet jährlich Zahlungen im Volumen von 12,5 Billionen USD über 13.000 angebundene Banken. Die Expansion im Nahen Osten kann weiteres Volumen durch regionale Finanzinstitute und Zahlungsdienstleister erschließen.
Bestätigung für die XRP-Community
Die Äußerungen des CEO trafen bei den anwesenden Mitgliedern der XRP-Community einen Nerv. Jahrelange Zweifel an Ripples Engagement für XRP sorgten für Spannungen zwischen dem Unternehmen und den Token-Haltern.
Die Aussage von Garlinghouse war zugleich Bestätigung und Gegenargument. Er unterstrich, dass die massiven XRP-Bestände von Ripple das Unternehmen und die Interessen der Token-Halter verbinden. Ripple profitiert, wenn XRP erfolgreich ist.
Dies steht im Gegensatz zu den Darstellungen, Ripple betrachte XRP als Ballast oder als alte Verpflichtung und nicht als strategisch wichtigen Bestandteil.
Institutionelle Einführung und XRP-Integration
Die Aussagen des CEO deuten darauf hin, dass XRP noch stärker in die Zahlungsabwicklung institutioneller Partner eingebunden werden soll. Während RippleNet weiter wächst, ergeben sich weitere Möglichkeiten, XRP für bestimmte Transaktionen einzusetzen.
Garlinghouse betonte das Ziel, XRP zum liquidesten digitalen Asset zu machen. Das bedeutet auch, eine Infrastruktur aufzubauen, damit Finanzinstitutionen XRP einfach handeln und halten können.
Die drei Ziele — am nützlichsten, am liquidesten und am vertrauenswürdigsten — stehen für eine Vision, in der XRP der bevorzugte Settlement-Token für internationale Zahlungen wird.
Skeptiker bleiben
Allerdings sehen nicht alle Beobachter die Strategie von Ripple positiv. Einige argumentieren, der praktische Nutzen sei trotz jahrelanger Entwicklung weiterhin begrenzt. Andere sind der Meinung, Stablecoins wie USDC bieten bessere Zahlungseigenschaften.
Ripples Engagement für den Erfolg von XRP muss sich am Ende in Kennzahlen zur Einführung zeigen. Die Token-Halter werden die Ehrlichkeit des Unternehmens danach beurteilen, ob das Transaktionsvolumen und die Nutzung nach diesen Ankündigungen tatsächlich zunehmen.





