Ripple: Krypto-Schach mit XRP

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IN KÜRZE
  • Setzen die US-Behörden mit der Ripple-Klage nun ein deutliches Zeichen für Kryptowährungen?

  • Werden weitere digitale Währungen bald ähnliche Probleme bekommen?

  • Und wie geht der Fall für die XRP-Partnerschaften mit Finanzinstituten aus?

  • promo

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Das Trust Project ist ein internationales Konsortium von Nachrichtenorganisationen, die Standards für Transparenz entwickeln.

Ripple Labs hat langanhaltende Auseinandersetzungen mit der amerikanischen Securities and Exchange Comission (SEC), die nun in einer Klage gegipfelt sind. Im Zuge dessen fiel der XRP-Preis quasi unaufhörlich. International reagieren die großen Krypto-Börsen und nehmen den Coin von ihren Listings.



Zum Zeitpunkt des Schreibens des Artikels rangiert XRP bei 0,2164 USD. Innerhalb der letzten 30 Tage büßte die Kryptowährung – oder das Wertpapier? – rund 67,5 Prozent ein. Ferner beträgt der 7-Tagesverlust mehr als 50 Prozent.

XRP Chart von finanzen.net.

Die Folgen der Wertpapier-Frage

In einem offiziellen Statement von Ripple heißt es:



Die Öffentlichkeit und die Presse haben die Geschichte nur vonseiten der SEC gehört, und wir werden in einigen Wochen unsere Antwort einreichen, um diese unbewiesenen Anschuldigungen gegen Ripple anzusprechen.

Für Ripple Labs ist die Anklage der SEC viel mehr als „nur“ ein Angriff auf XRP selbst.

Bei der Entscheidung der SEC, diese Klage einzureichen, geht es nicht nur um Ripple, sondern um einen Angriff auf die gesamte Kryptoindustrie hier in den USA.

Klar ist allerdings, dass anhand von XRP ein Exempel statuiert werden könnte. Zumindest in Bezug auf die US-amerikanische Politik. Denn die SB Holdings in Japan hat ihre Unterstützung für Ripple Labs und XRP als Kryptowährung ebenfalls angekündigt. Es scheint fas so als würden sich die Krypto-/Wertpapier-Geister hier scheiden.

Ein Bild von BeInCrypto.com.

Wo liegt die Ursache des Problems?

Für Ripple Labs liegt die Ursache der Streitigkeiten in den USA an regulatorischen Unklarheiten für den Krypto-Bereich:

Ihre Klage hat bereits unzählige unschuldige XRP-Einzelhändler ohne Verbindung zu Ripple betroffen. Es hat auch das Wasser für Börsen, Market Maker und Händler unnötig getrübt. Die SEC hat mehr Unsicherheit in den Markt gebracht und der Gemeinschaft, die sie schützen soll, aktiv geschadet. Kein Wunder, dass einige Marktteilnehmer daraufhin konservativ reagieren.

Mit der konservativen Reaktion bezieht sich Ripple Labs wahrscheinlich auf die vielen Krypto-Börsen, die XRP nicht mehr für den Handel zulassen möchten. Unter anderem haben die beiden internationalen Krypto-Börsen Binance und Coinbase das Delisting der Coin begonnen.

Ein Bild von BeInCrypto.com.

Ripple hat seine Unterstützung für alle Produkte und Kunden in den USA und weltweit angekündigt. Des Weiteren betonen die Verantwortlichen:

Es gibt klare Regeln für die Verwendung von XRP, beispielsweise in Großbritannien, Japan, der Schweiz und Singapur. Seit acht Jahren entwickeln wir Produkte, mit denen Hunderte von Kunden Probleme im Zusammenhang mit globalen Zahlungen lösen können. Wir werden unser Unternehmen verteidigen und freuen uns darauf, diese Angelegenheit vor Gericht zu klären, um endlich Klarheit für die US-amerikanische Kryptoindustrie zu schaffen.

Allerdings gibt es für Ripple nicht nur Kritik aus den Reihen der SEC, sondern auch aus der Krypto-Branche selbst. Immer wieder verkaufen Ripple-Verantwortliche ihre XRP-Bestände für Millionengewinne, was teilweise zu Unmut in der Community führt.

Ein weiteres Problem könnte auf Ripple zukommen: XRP ist mittlerweile ein Coin, der für internationale, grenzüberschreitende Zahlungen bei Banken und Finanzinstituten Einsatz findet. MoneyGram hat sich bereits zum Verhältnis zu Ripple geäußert. Der Ausgang der Klage – in welche Richtung auch immer – könnte diese und andere Geschäftsbeziehungen in diesem Feld beeinflussen.

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Alex hat ihren Bachelor in Orient- und Asienwissenschaften an der Friedrich-Wilhelms Universität Bonn absolviert, danach Deutsch als Fremdsprache am Goethe Institut studiert und ihren Master in Arabistik an der Freien Universität Berlin absolviert. Seit 2017 ist sie als Krypto-Journalistin tätig.

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