Michael Saylor, Gründer und Executive Chairman von Strategy, veröffentlichte am 31. Mai auf X den Beitrag „Working ₿etter”, was sofort zu Spekulationen von Tradern und Marktbeobachtern über einen weiteren Bitcoin (BTC)-Zukauf führte.
Diese Nachricht erinnert an ein bekanntes Muster, das Marktbeobachter inzwischen beobachten. Strategy hat in der Vergangenheit neue Bitcoin-Käufe oft innerhalb weniger Tage nach ähnlichen Beiträgen mitgeteilt, sodass jede Aktualisierung von Saylors Account als Signal für eine mögliche 8-K-Einreichung gilt.
Längste Kaufpause der letzten Monate
Strategy hat seit dem 18. Mai keine Bitcoin mehr zu seinem Bestand hinzugefügt. Damit ist die aktuelle Pause die längste während der wöchentlichen Kaufserie der vergangenen Monate. Das Unternehmen hält laut StrategyTracker zum 31. Mai 843.738 Bitcoin.
Der Wert der Reserve beträgt ungefähr 62,24 Milliarden USD. Der durchschnittliche Einkaufspreis pro Coin liegt bei 75.701 USD.
Der Beitrag folgt zudem auf einen kurzen Coinbase Prime-Schritt von Strategy in der vergangenen Woche. Das Unternehmen hat dort 411 BTC eingezahlt. Dadurch stiegen die Polymarket-Chancen für einen Bitcoin-Verkauf im Jahr 2026 auf über 90%. Wenige Stunden später wurden die Mittel jedoch wieder abgezogen, was das Narrativ eines baldigen Verkaufs abschwächte.
Genauere Prüfung der Bitcoin-Bilanz
Ein neuer Kauf würde erfolgen, während die Sorge über die Kapitalposition von MicroStrategy zunimmt. Das Unternehmen gab im Mai 1,38 Milliarden USD aus, um Wandelanleihen im Nennwert von 1,5 Milliarden USD mit Fälligkeit 2029 zurückzukaufen. Dadurch sank die USD-Reserve auf etwa 871 Millionen USD von rund 2 Milliarden USD vor der Transaktion.
Jeff Dorman, Chief Investment Officer von Arca, veröffentlichte eine direkte Warnung zum Kapital-Modell. Er argumentiert, dass etwa 15 Milliarden USD an ausstehender Vorzugsaktie und rund 1,5 Milliarden USD an jährlichen Dividendenverpflichtungen das Akkumulationsmodell nun deutlich belasten.
„MSTR-, BTC- und Vorzugsaktionäre stecken wirklich in der Klemme. Jemand wird hier massiv verlieren und das wird in den nächsten 4 Monaten passieren”, erklärte Dorman.
Saylor räumte beim Q1-2026-Ergebnisbericht ein, dass Bitcoin-Verkäufe eine Option bleiben, falls andere Kapitalquellen nicht ausreichen. Gold-Befürworter Peter Schiff verweist wiederholt auf diese Aussage in seiner laufenden Kritik an der Liquidität des Unternehmens.
Eine Abstimmung der STRC-Halter am 8. Juni über die Umstellung der Vorzugsdividende auf halbmonatliche Zahlungen bringt zudem eine weitere kurzfristige Kapitalfrist ins Spiel.
Der Beitrag könnte einer offiziellen Meldung über einen Zukauf vorausgehen oder einfach Teil der Routine-Kommunikation sein. In jedem Fall werden die nächsten Tage zeigen, welchen Kurs Strategy bei seiner Treasury-Strategie nimmt.





