FTX-Gründer Sam Bankman-Fried hat heute den Versuch verloren, seine Verurteilung wegen Betrugs und seine 25-jährige Gefängnisstrafe aufheben zu lassen. Ein Bundesberufungsgericht wies die Behauptung zurück, es habe einen unfairen Prozess nach dem 8-Milliarden-USD-Krypto-Zusammenbruch gegeben.
Dieses Urteil bringt endgültige Klarheit in einen der größten Finanzbetrugsfälle der Geschichte und zeigt, dass Krypto-Vorstände mit härterer Verantwortung rechnen müssen.
Berufungsgerichtsentscheidung
Am 12. Juni 2026 hat ein Drei-Richter-Gremium des 2. US Circuit Court of Appeals in Manhattan Bankman-Frieds Berufung abgelehnt.
Laut einem Bericht von Reuters bestätigte das Gericht seine Verurteilung aus 2023 wegen sieben Straftaten, darunter Drahtbetrug und Verschwörung.
Verteidiger hatten argumentiert, dass US-Bezirksrichter Lewis Kaplan Beweise zu Unrecht ausgeschlossen habe, die belegten, dass FTX zahlungsfähig war und Kundenauszahlungen leisten konnte.
Die Staatsanwaltschaft entgegnete, dass Aussagen von Bankman-Frieds früheren Führungskräften belegten, dass er die Entwendung von Kundengeldern angewiesen hatte, um Verluste bei Alameda Research zu decken.
Rückblick: Prozess und Strafmaß
Eine Bundesjury verurteilte Bankman-Fried im November 2023 nach weniger als fünf Stunden Beratung.
Bei der Urteilsverkündung am 28. März 2024 bezeichnete Richter Kaplan den Betrug als „sehr schlechte Investition” darauf, nicht erwischt zu werden.
Bankman-Fried, einst Krypto-Milliardär und bedeutender politischer Spender, gab betriebliche Fehler zu, sagte jedoch, er habe nie beabsichtigt, Gelder zu stehlen.
Auswirkungen auf Markt und Investoren
Der Zusammenbruch von FTX im Jahr 2022 vernichtete Milliarden an Wert und verstärkte die regulatorische Kontrolle über digitale Vermögenswerte.
Obwohl im Insolvenzverfahren hohe Kundenerstattungen möglich wurden, bleibt der Fall ein warnendes Beispiel für die Risiken bei zentralisierten Krypto-Plattformen.
Wie es weitergeht
Bankman-Fried verbüßt seine Strafe in einem Bundesgefängnis mit niedrigem Sicherheitsstandard in der Nähe von Santa Barbara, Kalifornien. Die Entlassung ist für das Jahr 2044 geplant.
Weitere Rechtsmittel beim gesamten Second Circuit oder beim Supreme Court sind zwar möglich, gelten aber als sehr unwahrscheinlich.
Die Entscheidung stärkt das Vertrauen der Investoren in die rechtliche Kontrolle und erinnert alle Teilnehmer am Krypto-Markt an die bestehenden Anforderungen an Compliance und gute Unternehmensführung.









